Sightseeing-Alternativen
Kiasma, das Museum für zeitgenössische Kunst: 8500 Werke moderne Kunst auf fünf Etagen sind das eine. Aber ebenso spannend wie der Inhalt ist die Verpackung. Im Jahr 1998 eröffnet, steht es für das Zusammenspiel von Raum, Stadt und Kunst – mit dynamischen, kurvigen Galerien, viel Tageslicht, Rampen und Glasdächern sowie einer markanten Verbindung zwischen innen und außen.
Kapelle der Stille (Kampin kappeli): Am vielleicht tosendsten Platz der Innenstadt, dem Narinkkatori, wurde der eiförmige, leicht übersehbare 12 m hohe Holzbau zwischen Shoppingzentren zur Oase der Ruhe. 2012 wurde sie eingeweiht, dem Jahr, in dem Helsinki Weltdesignhauptstadt war.
Finnisches Nationalmuseum Kansallismuseo: Das 1916 eröffnete Gebäude im Stil der Nationalromantik (man beachte die Fresken der Kalevala-Sage von Akseli Gallén-Kallela im Eingangsbereich) zeigt die finnische Kultur von der Steinzeit über Frühgeschichte und Mittelalter bis heute. 2027 wird es nach umfangreicher Modernisierung wieder eröffnet – samt neuem unterirdischem Erweiterungsbau und Glaspavillon im Hof.
Finlandia-Halle: Entworfen von Alvar Aalto, der für Fassade, Interieur und Mobiliar verantwortlich ist, gilt das Gebäude mit seinem großen Konzertsaal für 1700 Gäste als Ikone des finnischen Funktionalismus. Hinter der asymmetrischen Fassade aus Carrara-Marmor finden Konzerte, Tagungen und Kongresse statt. Es gibt auch spannende Führungen durch den Komplex, der im Sommer 1975 durch die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) im Blickpunkt der Weltpolitik stand.
Freizeitpark Linnanmäki: Finnlands ältester Freizeitpark wurde 1950 eröffnet und war ursprünglich für die Olympischen Spiele 1952 geplant. Betrieben wird er von einer Stiftung, die alle Gewinne (2023: 4,5 Mio. Euro) an die Kinderfürsorge spendet. Mit über 50 Mio. Besuchern seit Eröffnung ist er fest im Leben der Finnen verankert. Herzstück ist die Holzachterbahn Vuoristorata von 1951 – besonders, da sie manuell von mitfahrenden Bremsmeistern gesteuert wird. Der Eintritt in den Park ist kostenlos, aber die über 40 Fahrgeschäfte kosten natürlich.
Insel Seurasaari mit Freilichtmuseum und Strand: Wer Ende Juni in der Stadt ist, der muss nach Seurasaari kommen, denn hier findet das garantiert spektakulärste Mittsommer-Feuer und die wildeste Party statt.
Auf der urwaldigen Insel, nur wenige Kilometer respektive eine 20-minütige Busfahrt von der Innenstadt entfernt, wurden in stiller Natur und weitläufigem Gelände jahrhundertealte Bauernhöfe, Gutshäuser und Kirchen aus ganz Finnland aufgebaut worden. 87 historische Gebäude, flankiert von Strand (mit Badeanstalt), Waldwegen und Eichhörnchen. Im Sommer erzählen in Trachten gekleidete Guides vom ländlichen Leben der letzten 400 Jahre.
Sauna Löyly: direkt an der Ostsee gelegen, kombiniert sie Schönheit (ihr Design wurde mehrfach international ausgezeichnet) mit dem Pragmatismus einer öffentlichen Sauna. Es gibt eine Holz- und eine Rauchsauna, eine Terrasse mit Treppchen hinunter in die sehr erfrischende Ostsee und für nachher nebenan ein Restaurant mit Bar und erhöhten Sitzplätzen direkt am Meer. Dort sitzt man dann mit einem kalten Getränk und blickt entspannt auf die Fähren und Segelboote und die sanft dahinplätschernden Wellen.
Allas Pool: Schwimmbad und Sauna und all das direkt am Hafen mit Blick auf das Wasser. Angegliedert sind ein Restaurant mit Terrasse und eine Konzertbühne, auf der im Sommer finnische und internationale Stars auftreten. Die drei Becken (eines davon mit gereinigtem Ostseewasser) liegen direkt am beziehungsweise im Hafenbecken.
SkySauna: Man hätte es ahnen können – eine der Riesenradgondeln des 40 m hohen Riesenrads namens SkyWheel ist natürlich eine Sauna. Seit 2014 in Betrieb, gewährt sie einen verschwitzten Panoramablick über Hafen und Stadt und ist die erste und einzige ihrer Art weltweit, und damit natürlich eine Attraktion. Maximal 4 Personen haben Platz, eine private Session kostet ab 240 € pro Stunde.
