Sightseeing-Klassiker
Dom von Helsinki (Helsingin tuomiokirkko): Der das Zentrum überragende Dom am Senatsplatz, blendend weiß und neoklassizistisch, wurde 1852 fertiggestellt. Architekt war der Berliner Carl Ludwig Engel, der für zig Gebäude in der Stadt verantwortlich ist. Ebenso schön wie der Dom: Auf der gigantischen Treppe sitzen, einen Kaffee trinken und den Blick zwischen Senatsplatz und Meer schweifen lassen.
Felsenkirche (Temppeliaukio kirkko): Die in den Fels gehauene Kirche von 1969 ist immer einen Besuch wert. Die roten Granitwände schaffen eine exzellente Akustik, weshalb hier auch Konzerte stattfinden.
Uspenski-Kathedrale: Helsinki war viele Jahrzehnte russisch. Daran erinnert die rostrote orthodoxe Kathedrale (1868) im byzantinisch-russischen Stil mit den vergoldeten Kuppeln.
Esplanadi-Park (Espa): Seit über 100 Jahren Anlaufstelle fürs Flanieren und Tagträumen oder die Sommerkonzerte am Musikpavillon. An Sonnentagen füllt sich die Wiese, an kühleren sitzt man an einem Kiosk oder im Café Kappeli, der Ikone der finnischen Kaffeehauskultur.
Olympiagelände: Das Gelände entstand rund um das Olympiastadion, das zwischen 1934 und 1938 im funktionalistischen Stil entworfen wurde. Klare Linien, helle Putzfassaden und der ikonische 72,71 m hohe Aussichtsturm dominieren die Sportstätte. Ursprünglich für die Olympischen Spiele 1940 geplant, wurde es wegen des Zweiten Weltkriegs erst 1952 Austragungsort. Das Stadion wurde umfassend renoviert, modernisiert und mit einer unterirdischen Erweiterung versehen.
Festungsinsel Suomenlinna: Die UNESCO-Weltkulturerbestätte auf sieben Inseln stammt aus dem 18. Jh. und zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Helsinkis. Die Seefestung wurde ab 1748 unter schwedischer Regie erbaut und besteht fünf Bastionen, Mauern und Tunneln. Heute leben dort etwa 850 Menschen. Insgesamt sechs Museen und viele historische Einrichtungen sowie sehr zauberhafte Cafés bieten genug für einen Ausflugstag. Die günstige Fähre fährt ab Kauppatori im 15— bis 20—Minuten-Takt.
Alte Markthalle (Vanha Kauppahalli): Die älteste überdachte Markthalle der Stadt, seit 1889 direkt neben dem Marktplatz. Entworfen von Gustaf Nyström, war sie die hygienischere Alternative zu den seinerzeit reichlich räudigen offenen Märkten. Heute beherbergt sie Cafés und mehr als 20 Stände mit Rentierschinken, geräuchertem Lachs, Suppen, die satt machen, nordischen Marmeladen – und natürlich Kaffee und den legendären Zimtschnecken (korvapuusti).
Hauptbahnhof: Entworfen von Eliel Saarinen und 1919 eröffnet, beeindruckt er als Musterbeispiel der Nationalromantik – der nordischen Version des Jugendstils. Vor allem der Uhrenturm und die vier ikonischen Laternen—Männer sind sehr markant. Das mit etwa 240.000 Besuchern täglich meistfrequentierte Gebäude Finnlands wurde 2013 von der BBC als einer der schönsten Bahnhöfe weltweit gewürdigt. Und hier beginnt mit dem Asematunneli das wundersame Tunnelsystem unter der Stadt.
Zentralbibliothek Oodi: Diese Bibliothek ist weit mehr als eine Ansammlung von Büchern und Regalen, sie vor allem ein spektakulärer Treffpunkt, ein teilhabeorientierter öffentlicher Raum mit Cafés, Dachterrasse, Werkstätten, Probe- und Arbeitsräumen, Veranstaltungsflächen und einem Kinosaal. Sie ist ein Geschenk der Stadt an ihre Bürger zum 100-jährigen Staatsjubiläum, wurde im Dezember 2018 eröffnet, nachdem sie zuvor von ebenjenen Bürgern mitgeplant und mitgestaltet wurde.
Ateneum: Das neoklassizistische Haus ist selbst schon eines der prächtigsten Gebäude der Stadt. Sein Museum beherbergt die größte Sammlung klassisch-finnischer Kunst. Auch internationale Stars wie Vincent van Gogh, Paul Gauguin oder Marc Chagall sind reichlich vertreten.
Amos Rex: Unterirdisches Museum (tatsächlich im Wortsinn, nicht als Kritik gemeint) mit moderner, skulpturaler Architektur. Im Jahr 2018 eröffnete es unter dem ehemaligen Lasipalatsi-Kino. Berühmt sind auch die hinter dem Lasipalatsi zu bestaunenden und zu bekletternden Lichtkuppeln. Das Amos Rex präsentiert moderne Kunst, Medieninstallationen und performative Formate.
