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Im und am Wasser

Die Côte d’Argent

Immer wieder führen Stichstraßen von der Hauptstraße zur Küstendüne. Sie enden stets an einem Parkplatz, oft findet sich im Pinienwald dahinter ein Campingplatz, manchmal sogar eine Strandsiedlung mit Restaurants und Snackbuden, die im Winter zum Geisterort wird. Jahraus, jahrein belebt sind die Orte Soulac im Norden, Hossegor und Capbreton im Süden und dazwischen Arcachon.

Nicht selten macht hoher Wellengang das Baden gefährlich. An ortsnahen Stränden zeigt in der Regel eine Beflaggung die Gefahrenstufe an.

Surfer haben die Nase meist gut im Wind. Lacanau-Océan und Hossegor sind regelmäßig Austragungsort für Weltmeisterschaften.

Das Arcachon-Becken

Hier ist der Gegensatz von Ebbe und Flut augenscheinlich: Zweimal am Tag leert sich das riesige Becken, zweimal am Tag füllt es sich. Bei Flut kann gebadet werden, Surfer finden ein Anfängern freundlich gesinntes Gewässer vor. Bei Ebbe sind Fußfischer unterwegs, die den Meeresboden nach Muscheln und Krebsen absuchen.

Den Gezeitenunterschied wusste man in Audenge zu nutzen. Dort wurde ein Wasserreservoir zum Meerwasserschwimmbad umgebaut. Bei Flut werden die Schleusen geöffnet, zweimal täglich strömt frisches Badewasser ins 100 Meter lange Becken.

Die baskische Küste

Die ersten Surfbretter kamen 1959 in Biarritz auf den Markt. Der Ort ist noch heute ein Eldorado der Wellenakrobaten, zumal die Felsen vor der Stadt eine grandiose Kulisse abgeben. In Richtung Süden reihen sich die Strände bis zum schmucken Städtchen Saint​​​-​Jean-de-Luz und von dort weiter bis Hendaye an der spanischen Grenze. Die baskische Küste ist stark besiedelt, einsame Strandabschnitte wie an der Côte d’Argent findet man hier nur selten.

Die Seen

Im Hinterland der nördlichen Côte d’Argent liegen zwei größere Seen. Mit einem Bad im Atlantik können sie natürlich nicht konkurrieren, interessant sind sie in erster Linie für Familien mit Kleinkindern. Blutige Anfänger des Windsurfens können hier bei wenig Wind versuchen, übers Wasser zu gleiten, ohne abzustürzen. Am See von Hourtin-Carcans besucht man dazu am besten Maubuisson am südlichen Ende, am See von Lacanau ist der Strand bei Le Moutchic am nördlichen Ufer ein geeigneter Ort.

Die Flüsse des Périgord

Von Souillac bis Trémolat ist die Dordogne für Kanus und Kajaks schiffbar, weiter abwärts folgen ein Kraftwerk und der wenig interessante Kanal von Lalinde. Verleiher finden sich an allen Orten, die am Fluss liegen. Schwimmweste, wasserdichter Kanister, Rücktransport sind meist im Preis inbegriffen.

Schmaler ist die Vézère, die von Montignac bis zur Mündung in die Dordogne bei Limeuil befahren wird. Aufregend schön ist die Strecke von Saint-Léon-sur-Vézère – vorbei an der spektakulären Felswand der Roque Saint-Christophe und dem Höhlendorf La Madeleine – nach Les Eyzies.

An der Dronne liegt das schmucke Abteistädtchen Brantôme, das komplett vom Wasser umspült ist. Hier werden kommentierte Bootsfahrten angeboten, eindeutig schöner aber ist es, mit dem Kajak das Städtchen zu umrunden.

Die Flüsse am Fuß der Pyrenäen

Schneller als auf den Gewässern des Périgord fahren Kanuten auf den Gaves, wie die Flüsse im Béarn genannt werden. Besonders beliebt ist die Strecke auf dem Gave d’Oloron zwischen Navarrenx und Sauveterre-de-Béarn. Zudem sind beide sehenswerte Städtchen: Navarrenx ist komplett ummauert, Sauveterre überrascht mit einer fotogenen Brücke, die mitten im Fluss endet.

Im Baskenland lädt die Nive zu rasanten Kajak- und Raftingfahrten ein. Vorschlag: bei der Höllenbrücke von Bidarray starten und an den Felsen des Pas de Roland vorbei bis Ixtassou fahren. Beide Orte haben eine Kajak- und Raftingbasis.

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