Sightseeing-Alternativen

Im Schatten der großen Museen

Núcleo Arqueológico da Rua dos Correeiros: Zwar mitten in der Lissabonner Unterstadt, aber etwas versteckt im Keller der Bank BCP findet sich eine der besten archäologischen Ausgrabungen der Stadt. Wer’s nicht weiß, läuft achtlos vorbei.

Museu do Aljube – Resistência e Liberdade: Das Museum liegt auf der „Einflugschneise“ zur Burg, die alle Aufmerksamkeit absorbiert. Doch ein Zwischenstopp lohnt, denn die Ausstellung im historischen Lissabonner Gefängnis liefert so interessante wie bedrückende Einblicke in die dunkle Zeit der Salazar-Diktatur.

Museu do Oriente: Jeder, der sich auch nur am Rande für asiatische Religionen oder Kunst interessiert, sollte dieses exzellente Asien-Museum besuchen. Angesichts der Fülle an anderen Attraktionen wird es in Lissabon leider manchmal übersehen.

Museu da Eletricidade: Allein schon das ehemalige Kohlekraftwerk, in dem das Elektrizitätsmuseum untergekommen ist, macht Eindruck. Öfen, Turbinen und Förderbänder sind weitgehend erhalten. Gerade für Kinder empfehlenswert, da viel angefasst und ausprobiert werden darf.

Azulejos: portugiesische Fliesenkunst

Metrostation Parque: Für mich die schönste U-Bahn-Station der Stadt – unbedingt aussteigen und die Fliesen mit Motiven aus der Kolonialzeit anschauen.

Convento dos Cardaes: Das Kloster aus dem 17. Jh. gehört zu den interessantesten Sakralbauten der Stadt: Bei den Führungen erfährt man viel über das stille Klosterleben, und die opulente barocke Innenausstattung ist der schiere Genuss. Ein Höhepunkt sind die Azulejos in der Kapelle.

Palácio Fronteira: Ein Juwel weitab vom Schuss im Stadtteil Benfica: Hier sind einige der schönsten Fliesengemälde Portugals zu sehen, dazu ein herrlicher Garten.

Museu Nacional do Azulejo: Das Fliesenmuseum liegt etwas abseits im Osten der Stadt und fällt deswegen bisweilen durch das touristische Wahrnehmungsraster. Doch wer sich fundiert über die typischste Kunstform Portugals informieren möchte, muss hierhin.

Grünes Lissabon

Jardim do Torel: Obwohl der Santana-Hügel fast im Herzen der Stadt liegt, wird er selbst von den Einheimischen meist ignoriert. Dabei lohnt sich insbesondere der Besuch des hübschen Jardim do Torel mit seiner ungewöhnlichen Aussicht. Schön ist auch die Anfahrt mit der ältesten Lissabonner Standseilbahn, dem Ascensor do Lavra.

Aqueduto das Águas Livres und Mãe d’Água: Das Aquädukt ist eine meiner liebsten Lissabonner Sehenswürdigkeiten – ein Spaziergang über die Bögen eröffnet herrliche Blicke auf den Monsanto-Park. Eine schöne Ergänzung ist der Besuch des alten Wasserspeichers Mãe d’Água.

Jardim Botânico da Ajuda: Eigentlich könnte man alle botanischen Gärten Lissabons empfehlen, aber diesen versteckt im Stadtteil Ajuda gelegenen finde ich am schönsten. Traumhaft, wenn Ende Mai/​Anfang Juni die Jacaranda-Alleen in voller Blüte stehen.

Jardim Zoológico: Der Zoo gehört zu den schönsten Grünanlagen der Stadt. Klasse finde ich die Fahrt mit der Gondelbahn, auf der man das Zoo-Gelände und Teile des Lissabonner Nordens überblicken kann – eine außergewöhnliche Draufgabe zum Basis-Programm „Tiere anschauen“.

König Fußball

Estádio da Luz: Die Führung durch das Stadion des bekanntesten Lissabonner Vereins Benfica lohnt sich nicht nur für Fußballfans. Auch das gut gemachte Museum zur Geschichte der „Rot-Weißen“ ist beeindruckend.

Estádio de Alvalade: Auch wenn mein Herz nicht für die „Grün-Weißen“ schlägt – Stadion und Museum der Konkurrenz von Sporting sind ebenfalls einen Besuch wert. Hier darf man sogar einen Blick in die Präsidentenloge werfen.

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