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Piemont mit Ausflügen ins Aostatal
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Piemont mit Ausflügen ins Aostatal

Erlebnis Kultur

Erlebnis Kultur
Kirchen und Klöster ..
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Prachtvolle Kirchen und Klöster finden sich im Piemont zuhauf, wobei die kunstvollen Bauwerke kaum unterschiedlicher sein könnten: Altehrwürdig und erhaben thront die mittelalterliche Sacra di San Michele, Vorbild für das Kloster in Umberto Ecos „Der Name der Rose“, hoch über dem Eingang des Susatals. Auch über Turin thront eine wunderbare Kirche: Die Basilica di Superga aber stammt aus dem Barock, sie gilt als Filippo Juvarras Meisterwerk. Nicht unerwähnt bleiben darf in Turin natürlich die Renaissancekirche Cattedrale di San Giovanni Battista, die das berühmte Turiner Grabtuch beherbergt. Ebenfalls ein Barockbauwerk ist die Kirche des Santuario di Vicoforte mit ihrer gewaltigen Kuppel ganz im Süden des Piemont.

Ganz im Kontrast zu dieser barocken Wucht stehen versteckte, kleine Kirchen, deren Pracht sich in überwältigender Freskenkunst darstellt. Die Kirche von Elva hoch über dem Valle Maira ist so ein Beispiel, ihre wunderbare Ausstattung, so detailreich wie farbenfroh, stammt von Hans Clemer. Nicht minder beeindruckend (grausig aber die Höllenqualen) sind die Wandmalereien in einem unscheinbaren Kirchlein bei Bastia Mondovì, der Chiesa di San Fiorenzo. Und in Varallo versteckt sich in der Chiesa Santa Maria delle Grazie ein großartiges Meisterwerk Gaudenzio Ferraris.

... und Heilige Berge

Apropos Varallo. Als die Reformation aus dem Norden ins Piemont überzuschwappen drohte, entwickelte man hier ganz eigene Strategien, um die Gläubigen bei der Stange zu halten: Sacri Monti, Heilige Berge, mit aufwendig gestalteten Kapellen, in denen lebensgroße Terrakotta- und Holzfiguren vor der Kulisse ausgemalter Räume die einzelnen Stationen der Passion Christi eindrucksvoll in Szene setzen. Während die Kirchen der Protestanten immer nüchterner wurden, setzte die Gegenreformation im Kampf um die Gläubigen ganz auf die Macht der Bilder. Am deutlichsten erkennt man dies am Sacro Monte di Varallo, der ältesten und gleichzeitig monumentalsten Bergwallfahrt des Piemont. Ein weiterer eindrucksvoller Heiliger Berg ist der nördlich von Asti gelegene Sacro Monte di Crea.

Museumsstadt Turin ...

Der Randlage zum Trotz wäre Italien ohne das Piemont kaum vorstellbar: Hier wurde die italienische Einigungsbewegung Mitte des 19. Jh. vorangetrieben und hier befand sich vier Jahre die erste Hauptstadt des geeinten Königreichs Italien (1861–1865). Regiert wurde im Palazzo Carignano, in dem heute das Museo Nazionale del Risorgimento Italiano untergebracht ist. Der Parlamentssaal ist in seiner Originalausstattung von 1865 zu besichtigen.

In einem wuchtigen Backstein-Palazzo befindet sich im Museo Egizio die bedeutendste altägyptische Sammlung Europas (und nach Kairo die zweitgrößte der Welt). Spektakulär sticht die Mole Antonelliana aus der Skyline Turins heraus – selbst ein besuchenswertes Highlight. Darin ist das faszinierende Museo Nazionale del Cinema untergebracht.

Und auch hochkarätige Kunstmuseen finden sich in und um Turin, allen voran das Castello di Rivoli, die Savoyerresidenz beherbergt eines der wichtigsten Museen für zeitgenössische Kunst in Norditalien. Bedeutend ist auch die Kunstsammlung der Agnellis, die in der Pinacoteca Giovanni e Marella Agnelli zu bewundern ist.

... und Museen auf dem Land

Natürlich sind auch auf dem Land Entdeckungen zu machen. Im Castello von Barolo beispielsweise widmet sich das WiMu der Geschichte des Schlosses und des Weins, im Castello di Grinzane Cavour befindet sich neben dem sehenswerten Museum auch die Enoteca Regionale, und in Cisterna d’Asti wartet das Museo di Arti e Mestieri di un Tempo, das Museum der Künste und Handwerke, auf Besucher.

Nicht zu vergessen all die Burgen und Schlösser, die heute keinen kriegerischen, sondern meist musealen Zwecken dienen. Der Kranz an Savoyerresidenzen rund um Turin sei hier genannt, z. B. die beeindruckende Venaria Reale; oder exemplarisch für die kleinen Landschlösser das Castello della Manta mit seinen wunderbaren spätgotischen Fresken (der Jungbrunnen!). Und auch das Aostatal ist voller Burgen, Schlösser und Festungen wie z. B. die uneinnehmbare Forte di Bard, das freskengeschmückte Castello d’Issogne oder die Bilderbuchburg Castello di Fénis.

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