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Südschweden
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Südschweden

Erlebnis Kultur

Vier Städte, vier Epochen

Königsgräber in Gamla Uppsala: Hier beginnt Schweden ganz allmählich aus dem Nebel der Vorgeschichte aufzutauchen – diese berühmten Gräber zeugen davon. Versäumen Sie nicht das angeschlossene Museum, das sich den Konjunkturen der Geschichtsdeutung widmet!

Holzhausquartier in Eksjö: In dem småländischen Provinzstädtchen wurde Modernisierung lange verschlafen – zum Glück! So blieb hier das einzigartige Holzhausquartier der Handwerker und Händler aus dem 16. Jh. erhalten.

Marinestadt Karlskrona: Schwedens Großmachtzeit prägt die 1680 gegründete und bestens erhaltene Marinestadt, die sich über mehrere Inseln im südöstlichen Schärengarten von Blekinge erstreckt. Breite Straßen, große Plätze, Kasernen und Werftanlagen – bis in die 1990er Jahre war die Stadt Flottenstützpunkt, erst danach wurden die Militäranlagen für Besucher geöffnet.

Schlendern in Ystad: Welch eine Kulisse für den düsteren Alltag von Henning Mankells tiefsinnigem Kommissar Wallander. Fachwerk und Backstein, schmale Gänge und verwinkelte Höfe bilden ein Altstadtmosaik aus dem 18./19. Jh. Herrlich zum Bummeln, egal ob auf Wallanders Spuren oder auf eigene Faust.

Steinerne Vergangenheit

Ales stenar: Diese größte Schiffssetzung Skandinaviens liegt unweit von Ystad. Welche Funktion mag sie gehabt haben? Darüber rätselt die Fachwelt und lässt sich nirgends besser sinnieren als genau hier, wo sie sich erhebt, exponiert auf den Altdünen der Südküste.

Klosteranlagen von Vadstena: Besser als viele andere überstanden sie Reformation und Auflösung. Die Kirche beeindruckt mit ihrer schlichten Strenge, im Bjälbopalast dokumentiert das Museum die wechselvolle Geschichte dieses bedeutenden Wallfahrtsortes. Die neuen Klostergebäude beherbergen seit dem 20. Jh. wieder Birgittinen.

Schloss Gripsholm: Inbegriff der schwedischen Großmachtzeit sind die Wasa-Schlösser – nach der Reformation buchstäblich auf den Ruinen der säkularisierten Kirchengüter erbaut. So auch dieses berühmte Schloss, dessen mächtige Trutzigkeit im Spannungsfeld mit der benachbarten Kleinstadtidylle von Mariefred steht.

Kanalschleusen bei Motala: Der berühmte Götakanal ist besonders an seinen Schleusen auch für Landratten ein Muss. Bei Motala liegen in Borenshult gleich fünf hintereinander und locken im Sommer Besucher an, besonders, wenn eines der alten Kanalschiffe geschleust wird. Kanalgeschichte ist in Motala allgegenwärtig, sei es in den Werkstätten, dem Kanalkontor oder Museum.

Spannende Museen

VIDA-Museum auf Öland: Die weltberühmte Glaskunst von Bertil Vallien und Ulrica Hydman-Vallien bildet den Schwerpunkt dieses auch architektonisch ästhetischen Kunstmuseums. In den lichtdurchfluteten Hallen wirken viele Objekte wie schwerelos vor der weiten Kulisse des Kalmarsunds. Leben und Werk des Künstlerpaares werden beleuchtet; es inspirierte mit seinen Arbeiten, die in der Glashütte von Åfors entstanden, zahlreiche Designer anderer Hütten, und so wird man im Glas-reich zwischen Växjö und Nybro bei Boda, Kosta oder Orrefors immer wieder auf Zitate dieser Kunst stoßen – oft sogar erschwingliche.

Vasa-Museum in Stockholm: Die Vasa ist fraglos das berühmteste Schiff Schwedens. Und so ist das Museum, das sich um einzig sie dreht, das meistbesuchte der Hauptstadt. Vor dem riesig aufragenden, dunklen Schiffsrumpf zu stehen, ist denn auch beeindruckend. Tragisch hingegen die Geschichte ihres Untergangs gleich nach dem Stapellauf. Und unsicher ihr Fortbestand, denn der Zersetzungsprozess scheint unaufhaltbar. Also hin, bevor es zu spät ist.

Textilmuseum Borås: Vom frühindustriellen Schmuddel-Image zum Vorzeigeobjekt in Sachen Nachhaltigkeit – der Werdegang des wichtigsten Wirtschaftszweiges der Stadt wird hier facettenreich nachgezeichnet. Auch Mode kommt nicht zu kurz, denn das Museum fügt sich räumlich und thematisch in das Textile Fashion Center ein, in dem die benachbarte Hochschule die Zukunft der Branche kreativ und wissenschaftlich beleuchtet.

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