Michael Müller Verlag Logo
mmtravel | WEB-APP
Thailand - der Norden
Michael Müller Verlag Logo
mmtravel | WEB-APP
Thailand - der Norden

Erlebnis Kultur

Kulturelle Blütezeiten

Der Norden Thailands mit der ehemaligen Hauptstadt Sukhothai wird auch als die Wiege Thailands bezeichnet. Hier verfasste König Ramkhamhaeng (1239–1298) seine berühmten Gesetzesinschriften. Im 13. Jh. war die Stadt weit über ihre Grenzen hinaus bekannt. Auch die angeschlossenen Fürstentümer des Lanna-Reiches wie Chiang Mai, Phayao und Nan erreichten zu dieser Zeit ihre Blüte. Im Norden finden sich geballt Altertümer und Tempel aus der Zeit vor der burmesischen Übernahme im Jahr 1558. Viele der alten Tempel sind renoviert worden und lassen den Glanz längst vergangener Tage erahnen.

Architektur des Nordens

Die Lanna-Architektur des Nordens zeichnet sich durch Teakbauten, Spitzgiebel und Schnitzereien aus. In den Steintempeln ist das Innere mit Teakholztäfelungen ausgestaltet, die rot oder schwarz bemalt und mit Goldornamenten geschmückt sind. Die Chedis und Buddhastatuen sind entweder strahlend weiß gekalkt oder mit Gold überzogen.

Während der Blüte des Teakhandels im ausgehenden 19. Jh. entstanden auch in Thailand wunderschöne Häuser im Kolonialstil, auch wenn das Land nie unter die Herrschaft der Kolonialmächte geriet. Viele der noch erhaltenen Gebäude sind heute zu Museen, Hotels oder Restaurants umgebaut.

Die schönsten Tempel

Die schönsten Tempel hat sicherlich Chiang Mai. Die alte Prinzenunterkunft Wat Phan Tao ist ein gelungenes Beispiel der Lanna-Holzarchitektur. Der Wat Lok Mo Li und der Wat Jed Yod sind bemerkenswerte Beispiele von Tempeln aus der Gründerzeit Chiang Mais aus dem 13. Jh. Der Wat Phra Singh ist bekannt für die Wandmalereien und seine gold glitzernden Chedis.

Aber auch in anderen Städten liegen wahre Kunstwerke versteckt, so etwa der Wat Ban Den in Mae Taeng. Hier trifft moderne Tempelarchitektur auf alte Tradition. In Nan ist der Wat Phumin mit seinen Wandmalereien aus dem 19. Jh. im Tai-Lue-Stil ein Highlight.

In Phayao kann man sich mit dem Boot zum Wassertempel Wat Tilok Aram staken lassen oder den marmornen Chedi des Wat Analayo im Dschungel besuchen.

Auch moderne Tempelarchitektur gibt es im Norden. So ist der farbenfrohe Wat Thaton hoch über dem Kok-Tal unbedingt einen Besuch wert. Man kann bis in die Kuppel steigen. Der Wat Phra That Pha Son Kaeo bei Lom Sak mitten in den Bergen ist ebenfalls ein Beispiel für moderne Tempelarchitektur; man hat das Gefühl, in einem Kunstwerk Dalís zu stehen.

Unbekannte Ruinenstädte

Sukhothai ist wohl die bekannteste Ruinenstadt Thailands. Doch ebenso sehenswert sind unbekanntere Orte wie Si Satchanalai, die alte Kronprinzenstadt zwischen Phrae und Lampang, außerdem Wiang Kum Kam, die versunkene Stadt, die noch vor Chiang Mai gegründet und erst in den 1980er-Jahren ausgegraben wurde. Und nicht zuletzt die vergessene Stadt in San Pa Tong und der zufällig freigelegte Palast in Phitsanulok.

Die schönsten Kolonialbauten

Sie stehen in der Stadt Phrae, allen voran das Vongburi House. Auch Nan hat eine Anzahl von hübschen Kolonialhäusern, im größten ist das Nan National Museum untergebracht. Die Residenz der Prinzessin, der Daraphirom Palace in Mae Rim, ist ein sehr gut erhaltener Kolonialbau aus Teakholz und kann besichtigt werden. Auch das Raming Tea House in Chiang Mai ist einen Besuch wert.

Die schönsten Museen

Pflicht ist ein Besuch der Hall of Opium im Goldenen Dreieck, einer Ausstellung über die Geschichte des Opiums. Das Hilltribe Museum in Chiang Mai beleuchtet die Kultur der Bergvölker. Das Baan Dam Museum ist ein Freilichtmuseum des Künstlers Thawan Duchanee und liegt nördlich von Chiang Rai. Auch der Wat Rong Khun, der Weiße Tempel, ein Kunstwerk von Chalermchai Kositpipat, befindet sich in der Provinz. Die Nan Riverside Art Gallery bietet jungen Künstlern Ausstellungsfläche.

Zurück