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Thailand - der Norden
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Thailand - der Norden

Kulinarisches

Esskultur

Essen ist eine ganz wichtige Sache in der thailändischen Gesellschaft. Während man sich mittags schnell für eine Nudelsuppe mit Kollegen auf den Plastikstühlen einer Garküche trifft, wird oftmals bereits ausgiebig diskutiert, was man am Abend essen könnte und wohin es geht. Vor den 1930er-Jahren gab es die thailändische Begrüßungsfloskel Sawadee noch nicht, sondern man begrüßte sich mit den Worten Gin khao rü yang? (Hast du schon gegessen oder noch nicht?). Auch heute begrüßen viele Thais ihre Gäste und Freunde mit dieser Frage. Wer verneint, muss damit rechnen, dass in null Komma nichts etwas Essbares auf dem Tisch steht. Da Essen zu jeder Tageszeit eine bedeutende Rolle spielt, gibt es auch eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch Garküchen.

Geht man am Abend ins Restaurant, werden, anders als in Europa, keine Tellergerichte pro Person bestellt, sondern viele verschiedene Gerichte. Alle Speisen werden gleichzeitig auf den Tisch gebracht, und der Kellner schöpft aus einer großen Schale den Reis auf die Teller, dann bedient man sich an den Köstlichkeiten, die auf dem Tisch stehen. Wer dann noch nicht satt ist, bestellt einfach nach. Gegessen wird den ganzen Abend, die leeren Teller werden auch nicht abgeräumt, es könnte ja noch eine Nachbestellung kommen. Man isst mit Löffel und Gabel, wobei der Löffel rechts gehalten und zum Zerteilen der Speisen benutzt wird, während die Gabel zum Schieben der Speisen auf den Löffel verwendet wird.

Klassiker der Thai-Küche

Die Klassiker der Thai-Küche sind pfannengerührte Gerichte wie das bekannte Chicken Cashewnut oder das Phad Khapao, Gehacktes mit scharfem Basilikum.

Eine weitere Spezialität sind die Currys – grüne Currys mit Auberginen, rote Currys mit scharfem Basilikum, gelbe Currys mit Bambus und Ananas, das Hanglay Curry mit Nelken, Zimt und Kardamom sowie das Massaman Curry mit Kartoffeln und Erdnüssen.

Suppenkasper sollten Tom Yum, eine scharf-saure Suppe mit Garnelen, probieren und Nudelliebhaber die vielen Nudelsuppen und die Khao Soy, eine Curry-Kokos-Suppe mit gelben Nudeln aus Chiang Mai.

Yams sind scharfe Salate, in denen Koriander, Zwiebeln, Limette, Chili und oft auch Minze nicht fehlen dürfen: Yam Wunsen mit Glasnudeln oder auch Yam Talay mit Meeresfrüchten und nicht zu vergessen der Yam Hua Phli, der Bananenblütensalat.

Die Tams hingegen sind oft schärfer und basieren auf Früchten – Mango, Papaya oder Pomelo – und werden im Mörser mit scharfer Paste gestampft: so der überall beliebte Som Tam.

Meeresfrüchte und Fisch sind wie in ganz Thailand auch im Norden ebenso beliebt wie Fleisch.

Restaurant-Highlights

Kiti Panit: Nordthailändische Spezialitäten stehen hier in Chiang Mai auf der Karte – die würzigen Nam Phriks, Chilipasten mit Gemüsebeilage, sind sehr beliebt, auch die Jackfruit-Salate.

Rai Saeng Arun Resort: Mit Blick auf den Mekong wird in Chiang Khong das Gemüse gleich neben dem Tisch geerntet und zu interessanten Thai-Fusion-Gerichten verarbeitet.

A. Kung Pao Seafood: Im Grenzort Mae Sot isst man frisches Seafood aus der Andamanensee, denn die Entfernung zum Meer in Burma beträgt nur etwa 100 km.

Khaomao-Khaofang: Speisen in einem imaginären Dschungel: Im Restaurant in Chiang Mai schmeckt nicht nur das Essen, es hat auch eine einzigartige Atmosphäre.

Riverside Bar & Restaurant: In Chiang Mais ältestem Pub (seit 1994) sitzt man direkt am Fluss und schlemmt authentisches Thai Food.

Die besten Essensmärkte

Chiang Mai: Eine Walking Street findet sonntags auf der Rachadamnoen Road statt.

Mae Hong Son: Täglich kann man am See auf Matten am Ufer Streetfood genießen.

Chiang Rai: Jeden Abend lockt der Night Bazaar mit seinen vielen Essensständen.

Lampang: Am Wochenende flaniert man in schönem Ambiente über die Walking Street.

Chiang Khan: Die Walking Street bietet eine schöne Holzhauskulisse und gute Essensstände.

Pai: Jeden Abend findet die Walking Street mit Kultcharakter statt.

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