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Buntes Kulturprogramm

Auf den Amsterdamer Bühnen, z. B. im re­nommierten Stadttheater Stads­schouw­burg am Leidse- oder im Mu­ziek­theater am Waterlooplein, werden klassische Autoren inszeniert, Opern und Ballettvorstellungen gegeben. Die­jenigen, die der niederländischen Spra­che mächtig sind, haben obendrein die Qual der Wahl zwischen einer Reihe von Off-Theatern oder amüsieren sich in der Kleinen Komedie am Amstelufer, während das Boom Chicago an der Ro­zen­gracht in englischer Sprache die Lach­muskeln strapaziert. Das Koninklijk Theater Carré steht für Musicals und Varieté, der Concertgebouw kon­kurriert international in Sachen klas­sische Musik. Die Werke zeit­ge­nös­si­scher Kom­ponisten erfüllen den Mu­ziek­gebouw aan’t IJ, an dem wiederum der Jazzclub Bimhuis „klebt“. Fans von Rock, Pop und Weltmusik sei der Blick in die Pro­gramme von Melkweg und Pa­radiso, Heineken Music Hall oder Ziggo Dome empfohlen. Cineasten freuen sich über attraktive Kinos, zu­mal die Filme hier im O-Ton laufen und nicht syn­chro­ni­siert werden.

Kneipen, Clubs und Coffeeshops

Die typischen Amsterdamer Kneipen wer­den wegen ihres nikotinvergilbten dun­kelhölzernen Interieurs bruine cafés ge­nannt. Inzwischen ist der Rauch selbst in den Coffeeshops verzogen – je­denfalls der, der vom Verbrennen von Tabak verursacht wurde, denn der dam­pfende Konsum von purem Ha­schisch und Marihuana ist dort nach wie vor erlaubt. Die in Europa ein­ma­li­gen Lokale verkaufen qualitätsgeprüfte Softdrugs, sind mal schummerig und shabby chic, mal zeitgeistig mi­ni­ma­lis­tisch wie die stylishen urbanen Bars und Cocktaillounges. Auch Ams­ter­dams Clubs und Dis­kotheken variieren in Musikauswahl, De­sign und Ambiente, so­dass sowohl für Yup­pies, Hipster und Bo­bos als auch für Punks, Jung- und Alt­hip­pies das Rich­tige dabei ist. Die tra­di­tio­nell to­le­ran­te Stadt hat ein Herz für Ho­mo­se­xu­el­le und mehr Schwu­len­lo­kale als jede an­de­re eu­ro­päi­sche Me­tropole.

Zentren des Nachtlebens

Rotlichtviertel, Leidse- und Rem­brandt­plein sind Epizentren des Amsterdamer Nachtlebens, sodass hier gleich meh­rere angesagte Clubs, da­run­ter Melk­weg und Para­diso oder die Me­ga­disco Es­cape, auf ihre geneigte Klien­tel warten. Die schwule trinkt und tanzt vor­zugs­wei­se in der Warmoes­straat am Rande des an­sons­ten na­tür­lich eher von he­te­ro­se­xu­ellen Männern fre­quentierten Rot­licht­vier­tels sowie rund um den Rem­brandt­plein und fin­det sich beson­ders zahl­reich in der Re­gu­liersdwars- und Kerk­straat ein. Auch am und um Spui, Zee­dijk oder Nieuw­markt hat man die Qual der Knei­pen­wahl, auch ein paar Clubs sind im Angebot, z. B. das Bit­ter­zoet in der Spui- oder Dolly in der Hand­boog­straat. Wer’s beschaulicher mag, ver­sackt in einer der vielen ge­müt­li­chen Knei­pen im Jordaan, und mit Tram, Metro oder Fäh­re geht’s zu den Hot­spots an der Pe­ri­pherie, z. B. in den Club Wester Unie in West, ins Canvas op de 7e in Zuid oder zum Shelter Club im A’DAM To­ren in Amsterdam-Noord. Dort kann man obendrein in der Tolhuistuin tan­zen und in mehreren Lokalen am IJ-Ufer die Sommernacht zum Tag machen.

5 Tipps für 5 Abende

Concertgebouw: Der Amsterdamer Con­certgebouw, bespielt vom Royal Con­certgebouw Orchestra und inter­na­tio­nalen Größen der Klassikszene, ist ei­nes der weltbesten Konzerthäuser und ein Abend in dem eleganten Mu­sen­tempel aus dem 19. Jh. allemal ein Erlebnis. → Tour 4

Melkweg und Paradiso: Melkweg und Pa­radiso stehen für den alternativen so­zio­kulturellen Aufbruch der 1970er-Jah­re, bringen nach wie vor Rock- und Welt­musikstars auf die Bühne und sind wärms­tens empfohlene Abend­adres­sen. → Tour 4

Kneipentour im Jordaan: Auf einer Knei­pentour durch das freundlich-le­ben­dige, aber nicht unangenehm tou­ris­tisch überlaufene Stadtviertel Jor­daan geht es ge­zellig (gemütlich) zu. → Tour 6

Bitterzoet: (Alternativ-)Club und Bar, Forum für neue Bands, Aus­stel­lun­gen und Lesungen und mitten in der Alt­stadt. → Tour 1

Café de Ceuvel: Szenetreff im Up­cycling-Design auf einem ehe­ma­li­gen Werft­gelände im Amsterdamer Nor­den, der wegen seiner Lage am Was­ser, lo­cke­ren Atmosphäre und spo­ra­dischen Kunst- und Kulturevents an Som­mer­aben­den die lange Anreise wert ist. → Tour 12

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