Orientiert in Barcelona

Die Altstadt – Ciutat Vella

Barcelonas Altstadt be­steht aus meh­reren Vierteln. Begrenzt wird sie durch den Hafen, den Stadtpark La Ci­u­tadella im Nordosten und die ver­schie­denen Ron­das, die dem Verlauf der ehe­ma­li­gen Stadt­mau­ern folgen. Quer durch die Ciu­tat Vel­la zieht sich der ewige Le­bens­nerv Bar­celonas: die welt­bekann­ten Rambles. Die knapp 1,2 Kilo­meter lan­ge, plata­nen­be­stan­dene Fla­nier­zone ver­bindet die zentrale Plaça Cata­lunya mit der Ko­lum­bus­säule am Hafen.

Süd­west­lich der Rambles in Richtung des Hügels Mont­juïc liegt das Altstadt­vie­rtel El Ra­val, lan­ge als Rot­licht­dis­trikt verrufen, seit Jahren je­doch im Auf­wind und mittlerweile eines der Zen­t­ren des Nacht­lebens. Unge­fähr im geo­gra­fi­schen Mittel­punkt der Alt­stadt er­streckt sich rund um die mäch­tige Ka­thedrale das Barri Gòtic, das perfekt er­haltene mit­tel­alter­liche Herz Bar­ce­lo­nas mit einem Gewirr aus engsten Gas­sen und Gäss­chen. Nord­östlich, durch die neu­zeit­li­che Ver­kehrs­ader Via Laie­tana ge­trennt, schließt sich das hüb­sche und le­ben­dige Altstadtviertel La Ribera an, von dem manchmal noch an­dere Ge­biete wie El Born als ei­ge­ne Vier­tel ab­ge­grenzt werden.

Land­ein­wärts davon liegt Sant Pere, das auf den ers­ten Blick mancherorts noch etwas heruntergekommen wirkt, aber eben­falls längst eine Spielwiese der Mo­der­ni­sie­rer geworden ist. Zu­min­dest administrativ zur Ciu­tat Vella zählt schließlich das erst im 18. Jh. ent­stan­dene ehe­malige Fischer­vier­tel Bar­ce­loneta unmittelbar an der Küste.

Die Küstenlinie

Das lange ver­nach­läs­sigte Ge­biet um den alten Hafen, den Port Vell, hat die um­fas­sends­ten Ver­ände­rungen er­fah­ren, eben­so die sich nörd­lich an­schlie­ßen­den Zonen bis weit über Bar­ce­lo­ne­ta hi­naus. Das Ha­fen­ge­biet ge­wann durch ei­nen Kom­plett­umbau er­heb­lich an At­trak­ti­vi­tät, hin­ter Bar­celo­neta ent­stand der mo­der­ne Oly­m­pia­hafen Port Olím­pic. Die fast fünf Kilometer lan­gen Strände wur­den von Müll und Ab­was­ser­ein­lei­tun­gen be­freit. Und ganz im Nor­den der Küs­ten­li­nie ent­stand an der Stadt­gren­ze das völ­lig neue, hy­per­mo­derne Ge­biet der Diagonal Mar und des Fòrum 2004.

Eixample

Der Stadtteil mit dem pro­gram­ma­ti­schen Namen (katal. eixample = Er­wei­ter­ung) entstand ab 1859 kurz nach Ab­riss der Stadtmauern landeinwärts der Altstadt als moderne Plan­stadt. Mit seinem schachbrettartigen Aufbau aus gro­ßen, sich recht­winklig kreu­zenden Stra­ßen ist er der komplette Gegen­ent­wurf zum verwinkelten Gassen­ge­wirr der Ciutat Vella. Der Groß­teil von Bar­ce­lonas be­rühmten Ju­gend­stil­bauten des Moder­nisme ist hier zu fin­den, und auch die edelsten Geschäfte haben sich in Eixample angesiedelt.

Die bei­den wichtigsten Ver­kehrs­adern sind die Gran Via de les Corts Cata­la­nes (kurz Gran Via ge­nannt), die einen Block oberhalb der Pla­ça de Catalu­nya ver­läuft, und die Avin­guda Diagonal, die ihren Namen dem ausnahmsweise schräg zum Schach­brettmuster an­ge­leg­ten Verlauf ver­dankt. Beide Stra­ßen tref­fen sich an der Plaça de les Glòries Ca­talanes, derzeit ein großes Um­bau­pro­jekt der Stadt. Nörd­lich und öst­lich von Ei­xam­ple erstre­cken sich wei­tere, tou­ris­tisch im All­ge­mei­nen we­ni­ger in­te­r­es­san­te Distrikte wie Horta-Gui­nar­dó, Nou Barris, Sant An­dreu und Sant Mar­tí.

Gràcia und die Zona Alta

Gràcia, oberhalb der Diagonal gelegen und mit der Plaça de Catalunya durch den Pas­seig de Gràcia verbunden, gilt als traditionelle Arbeitergegend und ist eines je­ner Viertel, die ehemals selbst­stän­dige Dörfer waren. Wei­t­ere ein­ge­mein­de­te Gebie­te sind Sants, Les Corts, Pe­dralbes, Sar­rià und Sant Gervasi. Letztere drei lie­gen jen­seits der west­lichen Avin­gu­da Dia­gonal und werden auch un­ter dem Be­griff der „Oberstadt“ zu­sam­men­ge­fasst, der Zona Alta.

Hoch über Barcelona

Landeinwärts begrenzt der 512 Meter hohe Tibidabo das Stadtgebiet von Bar­ce­lona. Er ist der höchste Gipfel der Serra de Collserola und ein beliebtes Aus­flugsziel, auch dank der fantas­tischen Aussicht. Nied­riger ist die zweite Erhebung, der nahe dem Hafen an­stei­gen­de Montjuïc, der es zwar nur auf 173 Meter Höhe bringt, aber eben­falls wunderbare Panoramen der Stadt bietet und zahlreiche Museen, Grün­anlagen und Sportstätten beheimatet.

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