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Bornholm

Kirchen, Burgen und mehr

World Craft Region

Glas und Keramik sind die wichtigsten Säulen des Bornholmer Kunsthandwerks. Zur internationalen Reputation trägt auch die Königlich Dänische Kunstakademie (KADK) in Nexø bei – ein Ableger der berühmten Designschmiede in Kopenhagen. Seit 2017 darf sich die dänische Ostseeinsel als erste europäische Region mit dem Titel „World Craft Region“ schmücken. Das von der UNESCO anerkannte Prädikat wird vom World Craft Council verliehen, einer gemeinnützigen Institution, die sich der Förderung kunsthandwerklicher Traditionen verschrieben hat. Neben Museen geben eine Handvoll kunsthandwerklicher Zentren Einblicke in die Produktvielfalt der Bornholmer Kunstszene. Zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker leben und arbeiten auf abgelegenen Bauernhöfen. Häufig sind Ateliers und Verkaufsräume – zu festen Zeiten oder nach Voranmeldung – öffentlich zugänglich. Die Bornholmer Künstler freuen sich über das Kommen interessierter Reisender! Das unbestrittene Highlight ist ein Besuch in der Glasmanufaktur von Baltic Sea Glass bei Gudhjem: In ihrem Vorzeigebetrieb haben sich die Künstler darauf spezialisiert, die Formen der Natur aus Glas nachzubilden. Dabei sprengen sie die Grenzen ihres Genres, die Resultate können in den Vitrinen vor Ort bewundert werden!

Runen und Petroglyphen

Runensteine aus der Wikingerzeit gehören zu den bedeutendsten archäologischen Hinterlassenschaften der Insel. Der größte Runenstein ist der Brogårdstenen in der Umgebung von Hasle. Aus der Bronzezeit stammen hingegen die Petroglyphen. Die schönsten Felsritzungen sind auf einer Granitplatte namens Madsebakken im Inselnorden zu besichtigen.

Wehrhafte Rundkirchen

Auf Bornholm stehen vier weiß getünchte Rundkirchen aus dem Mittelalter. Neben ihrer sakralen Funktion dienten sie einst Verteidigungszwecken. Die Rundkirchen befinden sich nicht an den Küsten, sondern besetzen strategisch wichtige Hügel im Hinterland. Das größte und sehenswerteste Gotteshaus ist dem heiligen Laurentius von Rom geweiht und steht in Østerlars. Besonders beeindrucken die Fresken am massiven Pfeiler im Innenraum.

Burgruine Hammershus

Ein Urlaub auf Bornholm bleibt ohne den Besuch der Burgruine Hammershus im Inselnorden unvollständig. Der steinerne Überrest aus dem Mittelalter thront auf einem Hügelsolitär und beherrscht die Steilküste, die hier – wie nirgends sonst – zu kürzeren Spaziergängen oder längeren Wanderungen einlädt. Ein Besucherzentrum informiert über die Geschichte des Wahrzeichens. Vom Dach hat man einen tollen Blick auf den Festungshügel.

Bornholms Kunstmuseum

Die moderne Architektur des Kunsttempels an der Nordostküste bildet einen eigentümlichen Kontrast zur Steilküste in unmittelbarer Nähe. Kern der Ausstellung ist die „Bornholmer Malschule“, deren Vertreter sich am Anfang des 20. Jh. vorwiegend der Milieu- und Landschaftsmalerei widmeten. Werke des Malerfürsten Oluf Høst sind außerdem in einem Museum in Gudhjem zu begutachten. Im Außenbereich befindet sich ein frei zugänglicher Skulpturenpark.

Weitere Museen

Bornholms Museen tradieren die reiche kulturelle Vergangenheit und erweisen sich als gute Besichtigungsoption, falls das Wetter den Gang zum Badestrand verleidet. Die hochwertigsten Ausstellungsstücke präsentiert das kulturhistorische Museum in Rønne. Ebenfalls in der Inselhauptstadt lohnt der Besuch von Hjorth’s Fabrik – ein Zwitter zwischen Museum und Keramikmanufaktur. Neben Rønne bietet Nexø, die zweitgrößte Stadt Bornholms, die breiteste Auswahl an Museen.

Dichterfürst aus Nexø

Aus Nexø stammt der Schriftsteller Martin Andersen Nexø, der nicht mit dem bekannten dänischen Märchendichter Hans Christian Andersen verwechselt werden darf. Bekanntestes Werk des Bornholmer Autors ist der von sozialistischem Gedankengut durchdrungene Zweiteiler „Pelle der Eroberer“. Das gewichtige Romanwerk wurde 1987 sogar verfilmt. Das Geburtshaus gibt Einblicke in Leben und Werk des Schriftstellers.

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