Ausgehen

Apéro und spontan ins Konzert

Genießer fangen den Abend früh mit ei­nem Aperitif an, mit einem Apérol-Spritz in einer der Bars um die Halles St-Géry oder mit einem Bier auf einer Terrasse an der Grand Place. Bis 17.30 Uhr ist es noch möglich, sich spontan über Arsène 50 (www.arsene50.be) um 50 % ermäßigte Tickets für Konzerte, Theaterstücke oder Tanz für den selben Abend zu besorgen. Veran­staltungen im Théâtre de la Mon­naie, dem KVS, den Halles de Schaer­beek und dem Konzertsaal L´Ancienne Belgique nur wenige Schritte neben der Börse sind meist erstklassig. Und das Bo­zar ist eine feste Größe des Brüsseler Kulturlebens. Nicht nur am Wochen­ende bieten alternativ viele Kneipen und Bars Live-Musik, vom Bonnefooi über das Archiduc bis zu dem Jazzclub The Music Village. Nach dem Konzert, Theater oder Kino ist noch immer genü­gend Zeit, in Cocktailbars und Bier­pubs auszuschwärmen.

Im Zeichen des belgischen Biers

Für viele wird in Brüssel vielleicht auch dies eine der ersten Fragen sein: Wohin geht der Biertourist? Top-Adres­sen mit langer Tradition sind das A la Mort subite, A la Bécasse, das Moe­der Lambic, das Houtsiplou oder die Brasserie Ver­schueren im Stadt­teil St-Gilles. Aber Vor­sicht: Was schnell gut schmeckt, ist häu­fig stärker, als man denkt, steigt leicht zu Kopf und kann einen schweren Kater verursa­chen. Blanche ist ein leichtes Bier, aber ein Leffe brun oder ein Trappistenbier sind eher etwas zum Verkosten.

Wenn es später wird

Ab 23 oder 24 Uhr beginnen die Leute in Bars zu tanzen. Brüssel hat eine große Salsa- und Tan­go­szene mit Veran­staltungen (siehe Internet), die ge­gen 23 Uhr anfangen, während sich die Discos erst später füllen. Einige ha­ben nur freitags und samstags geöffnet, dann aber gleich bis zum frühen Mor­gen. Während manche Nacht­schwär­mer schon gegen 2 Uhr morgens ihren Ab­sacker in einem der Sofas des labyrin­thisch-mär­chen­haften Goupil Le Fol trin­ken, brechen andere dann erst in die Disco auf. Beliebt sind Le You und Fuse (beide Techno- und House) und Le Zodiak (Elektro). Im Ma­dame Mous­tache (80er- und 90er-Jahre-Musik) geht es bereits vor Mitter­nacht los. Mit den Nachtbussen (Noctis), ge­kenn­zeichnet durch ein N, kommt man jederzeit zurück ins Hotel, aber vieles ist in Brüssel auch zu Fuß machbar.

5 Tipps für 5 Abende

La Maschine: Cocktails, Bier und Live-Musik, bei gutem Wetter auf der Ter­rasse mit Blick auf die lebhafte Szene rund um die Halles St-Géry. Die Bar ist ein beliebter Treffpunkt im Steam­punk-Stil.

La Pharmacie Anglaise: Gediegen, dandy­haft oder total verrückt – das ist schwer zu entscheiden. Die alten Apothe­kerschränke aus Holz sind in die­ser Bar noch erhalten. Ihre Cocktails sind professionell und die Auswahl an Gins riesig. Nicht ganz preiswert, aber außergewöhnlich! Man könnte sich fast vorstellen, dass hier Fledermäuse zu Hause sind. Am Mont des Arts um die Ecke vom Bozar.

Moeder Lambic: Eine alteingesessene Adresse für Bierkenner und Bierfans und noch weniger bekannt als das eben­falls unumgängliche La Mort Su­bite. Rund 300 belgische Bier­sor­ten gibt es hier zur Auswahl und dazu Käseteller und kleine Gerichte. Eine Filiale ist in St-Gilles, die andere an der Place Fontainas.

Fuse: Ab Mitter­nacht wird der beliebte Techno- und House-Club leb­haft. Man kann hier die Nacht durch­tan­zen. Ab und zu Schauplatz der gro­ßen Gay­party La Démence. In­fos zu Ter­mi­nen und Musik unter www.​​la​demence.com.

Café Maison du Peuple: Die Bar mit gro­ßer Terrasse ist ein beliebter Treff­punkt in St-Gilles. Hier oder in den an­deren Etagen des Hauses wird häufig Kulturprogramm geboten – Live-Mu­sik, Events und Theater. Sollte es voll sein, liegt am Platz neben der Kirche von St-Gilles auch noch die nette Art-déco-Kneipe Brasserie Verschueren.

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