Unterwegs mit Petra Sparrer

Unterwegs mit Petra Sparrer

Als ich 1992 das erste Mal für eine Hos­pi­tanz im ZDF-Studio für ein paar Mo­na­te nach Brüssel kam, hatte ich mich ge­gen ein zeitgleich angebotenes Prak­tikum bei der EU entschieden. Die jour­na­listische Arbeit faszinierte mich viel mehr. Und die Stadt? Naja, zuerst ver­miss­te ich Paris, wo ich während des Stu­diums ein Auslandssemester ver­bracht hatte, aber heute ist das mul­ti­kul­turelle Brüssel für mich eher so et­was wie mein Nabel der Welt. Dank der dort lebenden Menschen un­ter­schied­lichster Nationalitäten – ins­gesamt 183 – ist Brüssel bereichernd viel­fältig.

Und zugleich sehr belgisch, eben­so sur­realistisch-kreativ wie tra­di­tionell. In Brüs­sel kann man es sich gut gehen las­sen und viel Ungewöhnliches er­le­ben –die Tiersegnung der Fran­zis­kaner in den Marollen, die Par­ty­stim­mung auf den Caféterrassen des afri­ka­ni­schen Ma­ton­gé, progressives Theater, leb­hafte Fes­tivals und tolle Konzerte. Ich habe auf dem Weihnachtsmarkt Mee­res­früchte gegessen, beim Salsa­tan­zen in einem brasilianischen Res­tau­rant Man­neken Pis als Skulptur auf dem Tresen fo­to­grafiert, in der Metrostation Rogier eine Kirche ge­sehen, ich habe chi­ne­si­schen Tou­ris­ten geholfen, einzeln Pra­li­nen aus­zu­su­chen, applaudierte Ita­lie­n­ern beim Ka­raoke-Singen. Eine to­tal ver­rück­te Mi­schung! Kontraste. Be­geg­nun­gen mit Men­schen, die ge­nie­ßen kön­nen. Ver­blüf­fende Mög­lich­kei­ten. Das macht Brüs­sel einzigartig. Es bie­tet span­nen­de Museen, große Aus­stel­lun­gen, ein trubeliges Nacht­leben und un­glaublich viele Res­tau­rants für Schlem­mer. Viel Spaß bei Ihren Ent­deckungen!

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