Michael Müller Verlag Logo
mmtravel | WEB-APP
Bremen mit Bremerhaven
Michael Müller Verlag Logo
mmtravel | WEB-APP
Bremen mit Bremerhaven

Essen und Ausgehen

Essen und Ausgehen
Bremer Küche

Die typische Bremer Küche ist im Grunde genommen eine norddeutsche Re­gio­nalküche: Labskaus, Knipp sowie Grün­kohl und Pinkel sind die regio­na­len Klassiker. Von den Bremer Spe­zia­litäten wird man nicht satt: als da wären der Bremer Babbeler, eine Pfef­fer­minz-Lutschstange, der Bremer Klu­ten, ein Pfefferminzfondant mit Scho­ko­lade, oder der Bremer Klaben, ein stollenartiger Kuchen. Angeblich ist das Bremer Kükenragout das „Natio­nal­gericht“, eine Komposition aus jun­gen Stubenküken mit Rinder- oder Kalbs­zunge sowie mit Krabben- und Krebsfleisch. Aber das kennt kaum ein Mensch und es steht höchst selten auf den Speisekarten. In Traditionshäusern findet man zuver­lässig das Knipp auf der Karte. Knipp war früher ein „Arme-Leute-Essen“. Her­gestellt wird es aus Hafer­grütze so­wie allerlei Zutaten vom Schwein (so ge­nau will man das gar nicht wissen). Es wird kross gebraten und ist – ser­viert mit Bratkartoffeln und sauren Gur­ken –­ eine Delikatesse. Ende Feb­ruar bis Ende März kommen Stinte auf den Teller. Die kleinen Fi­sche riechen nach grüner Gurke (!) und schme­cken, in Roggenschrot paniert, kross in But­ter gebraten am besten. Das welt­be­rühmte Beck’s Bier ist seit 2008 Teil der weltgrößten Brauereigruppe An­heuser-Busch InBev. Lecker ist das Kräu­sen­bier aus dem Hause Haake Beck.

Ansonsten bietet die Gastronomie-Sze­ne Bremens fast die ganze Bandbreite, viele gute Restaurants sind im Ostertor beheimatet, dort findet man auch die meisten Imbisse. Was fehlt, ist die absolute Spitzenküche. Schon seit Jah­ren leuchtet kein Michelin-Stern mehr am Bremer Gastro-Himmel.

3 Tipps zum Essengehen

Medoo – französische Bistroküche: Ein­gerichtet im Stil eines franzö­si­schen Bistros, stehen auch einige Klas­siker der fran­zö­si­schen Küche auf der täg­lich wechselnden Karte. Die At­mos­phäre könnte man wohl­wollend als leb­haft be­schreiben, anders gesagt, es ist abends schon ziemlich laut in dem fast immer rap­pel­vol­l­en Restaurant. → Tour 4

Kleines Lokal – Gourmetküche: Das Kleine Lokal dürfte das Restaurant in Bremen sein, das sich noch am ehesten an der klassischen Gourmetküche ori­en­tiert. Das Feinschmecker-Restaurant im Souterrain ist wirklich klein, aber auch wirklich fein. Das gilt sowohl für die Speisen als auch für die erlesenen Weine. → Tour 4

El Mundo – international: Bremens größtes Restaurant ist zwar nicht das bes­te, aber definitiv eines der be­lieb­tes­ten. Das liegt an dem wirklich guten Preis-Leistungs-Verhältnis und wohl auch am besonderen Ambiente im Schup­pen Eins in der Überseestadt. Im Som­mer sitzt man draußen direkt am Hafenbecken. → Tour 6

Bremer Kultur- und Nachtleben

Bremen ist keine Partymetropole. An der Discomeile in Bahnhofsnähe gibt es die meisten Klubs, die von Mainstream bis Elektro alles spielen. Die Amüsier­meile an lauen Sommerabenden ist die Schlachte. Und ganzjährig „versacken“ kann man in den Kneipen und Bars im Ostertor und Steintor. Im Bereich des Sielwalls und am sogenannten „Bermu­da-Dreieck“ gibt es einige „Spelunken“, wo bis in die späte Nacht hinein ge­feiert wird. Vorteil in Bremen: Es gibt keine Sperrstunde. Kulturell hat Bre­men einiges zu bieten, vom Theater am Goetheplatz über Weltmusik und Punk im Kulturzentrum Schlachthof, diver­sen Musik,- Theater- und Litera­tur-Festivals bis hin zu Elektro-Klubs auf ausrangierten Binnenschiffen.

3 Tipps für 3 Abende

Bermuda-Dreieck: Wer einfach nur mit Freunden feiern will, der ist am Bermuda-Dreieck (Humboldtstraße/​Fehr­feld/​Römerstraße) richtig. In der Capri-Bar hockt man in den Grotten einer ehemaligen Animier-Bar, den letz­ten Absacker nimmt man im Heart­break Hotel. Tanzwütige gehen in den 2018 wiedereröffneten Kult-Klub Rö­mer.

Sneak-Preview in der Schauburg: Seit über 20 Jahren präsentiert die Schau­burg jede Woche eine Sneak-Preview, also Filme in Originalsprache, die deutsch­landweit noch nicht ge­zeigt wurden. Die Einführungen von Marc Sifrin besitzen inzwischen Kult­cha­rak­ter. Von Blockbuster bis Experimental-Film kann an den Sneak-Montagen alles dabei sein.

Quiznight in der Heldenbar: Die Hel­den­bar im Ostertorsteinweg 105 hat das ehe­malige Cinema-Café und inzwi­schen auch das Entrée des Kinos „ok­ku­piert“. Regelmäßig finden in der Kneipe kleine Konzerte statt, brechend voll wird es aber vor allem, wenn die Heldenbar zur Quiznight „Rum und Ehre“ einlädt. Als Startkapital braucht man laut Betreiber nix als gute Laune.

Back
Cookies help us deliver our services. By using our services, you agree to our use of cookies. Learn more