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Bremen mit Bremerhaven
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Bremen mit Bremerhaven

Orientiert in Bremen

Deutschlands elftgrößte Stadt

Die Stadt Bremen liegt inmitten von Nie­dersachsen, rund 60 km von der Nord­see entfernt. Auf einer Fläche von rund 325 km² lebten Ende 2017 557.000 Men­schen. Damit wurde Bre­men von Leip­zig überholt und ist nur noch die elft­größte Stadt Deutschlands. Ge­mein­sam mit Bremerhaven kommt das Bun­des­land Bremen auf rund 681.000 Ein­wohner. Das bremische Stadt­gebiet zieht sich von Südosten nach Nordwesten entlang der Weser. Nörd­lich der Häfen beginnt Bremen-Nord mit den drei Stadtteilen Vegesack, Burglesum und Blumenthal. Vom nörd­lichsten Zipfel der Hansestadt, dem Bun­ker Valentin in Farge-Rekum, bis zum Bremer Kreuz im Südosten ist es eine halbe Weltreise, immerhin gute 40 km. Von der Bremer Innenstadt bis zum Flughafen auf der Neustadt-Seite ist es hingegen nur ein etwas größerer Katzensprung.

Stadt am Fluss

Bremens Altstadt liegt zwischen den Wall­anlagen als östliche Begrenzung und der Weser auf der anderen Seite. Gemeinhin wird zur Altstadt der Be­reich zwischen dem Brill und dem Os­ter­tor gezählt. Nach dem Zweiten Welt­krieg verwaiste das Gebiet an der Weser. Erst im Zuge des Projektes „Stadt am Fluss“ vor der EXPO 2000 rück­te die Stadt wieder näher ans Wasser. Die Neugestaltung der Schlach­te, des historischen Hafens an der Weser, hat Bremen touristisch at­trak­tiver ge­macht. Der Marktplatz mit Rathaus und Roland gehört sowieso zu den schöns­ten in Deutschland. Etwas wei­ter in Richtung Osten und ebenfalls in Wesernähe liegt das Ostertor, wenn man so will das „Kreuzberg“ der Hanse­stadt.

Neustadt

Die heutige Alte Neustadt entstand im Ver­lauf des 17. Jh., als es den Bremern auf der östlichen Weserseite zu eng wur­de. Auch hier gibt es im Flüsse­vier­tel ei­ni­ge typische Altbremer Häu­ser. Lan­ge hieß es in Bre­men, wer auf der Neu­stadt­seite wohnt, der wohnt auf der „fal­schen“ Seite. In­zwi­schen haben vor allem Stu­den­ten die Neustadt für sich ent­deckt, weil die Mieten hier güns­tiger sind, und sie be­le­ben den einst tat­säch­lich re­la­tiv langweiligen Stadt­teil. Di­rekt an der Weser liegt das Nah­er­ho­lungs­gebiet Stadtwerder, Na­mens­geber für den mehrfachen deutschen Fuß­ball­meister Werder Bremen.

Häfen/Überseestadt

Die stadtbremischen Häfen bzw. das, was von ihnen übrig geblieben ist, lie­gen nordwestlich der Innenstadt. Heute ent­steht hier die Überseestadt, ein städ­te­bau­liches Experimentierfeld, eine Spiel­wiese für Investoren und (Star-)​Ar­chitekten. Liverpool, Hamburg oder Lon­don haben es vorgemacht und Bre­men konnte von den Fehlern lernen, die dort be­gangen wurden. Hat Bremen aber nur be­dingt. Hafenbecken wurden zu­ge­schüttet, anstatt Wohnen am Was­ser zu ermöglichen. Zunächst ent­stan­den fast aus­schließlich Behausungen für die Bes­ser­verdiener, Infrastruktur wur­de kaum ge­schaffen. Aber aus Feh­lern lernt man und es bleibt spannend, wie aus dem eins­tigen Welthafen bis 2025 ein Stadt­teil entstehen soll, der neues Wohnen mit altem Hafen­ge­werbe vereint.

Weitere Stadt- und Ortsteile

Die Stadtteile Walle, Gröpelingen und Oslebshausen liegen entlang der ehe­ma­ligen stadtbremischen Hafengebiete. Der Bremer Westen ist traditionell die Ge­gend der kleinen Leute, früher über­wiegend der Werft- und Hafenarbeiter. In diesen Stadtteilen wurden im Zwei­ten Weltkrieg die meisten Häuser zer­bombt. Die wohlhabenderen Bremer woh­nen eher im Osten der Innenstadt, in Schwachhausen oder in den länd­li­chen Ortsteilen Oberneuland und Borg­feld, an die sich das Blockland an­schließt: Bremens bäuerlicher Ortsteil und Naherholungsgebiet mit der Wüm­me, attraktiven Radwegen und zahl­rei­chen Gasthöfen.

Bremerhaven

Bremerhaven ist eine verhältnismäßig jun­ge Stadt, entstand erst, als Bremen 1827 wegen der zunehmenden Ver­san­dung der Weser ein Areal an der Weser­mün­dung dazukaufte. Heute hat die klei­ne Schwester Bremens rund 114.000 Einwohner, die auf einer Flä­che von knapp 94 km² leben. Längst kön­nen Häfen, Schifffahrt oder Fische­rei den Bremerhavenern nicht mehr ge­nug Arbeit geben. „Fishtown“ ist das Sor­genkind des Zwei-Städte-Staats mit einer vergleichsweise hohen Arbeits­lo­sig­keit. Touristisch interessant ist die Stadt durch die Havenwelten mit dem Deutschen Schiffahrtsmuseum, dem Deut­schen Auswandererhaus und dem Klimahaus 8° Ost.

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