Shopping

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Einkaufsstraßen

Budapests berühmteste Einkaufsmeile ist die Pester Fußgängerzone Váci utca (→ Tour 8). Dominiert wird sie von internationalen Markengeschäften, wie es sie sonst auch überall in Europa gibt, deren Produkte in Ungarn aber oft teurer sind. Ungarische Läden, etwa für Maßschuhe, Kunsthandwerk, Porzellan und Design, findet man in Seitengassen und Innenhöfen, wo die Mieten noch leistbar sind. Internationale und vereinzelte ungarische Modedesigner haben sich entlang der zur „Fashion Street“ aufgemotzten Deák Ferenc utca (→ Tour 8) angesiedelt. Im ersten Drittel der Prachtstraße Andrássy út (→ Tour 10) finden sich auch Luxusmarken aus dem In- und Ausland. Die Antiquitätenstraße Budapests ist die Falk Miksa utca in der Leopoldstadt (→ Tour 9). Auf dem Weg ins und im Burgviertel trifft man auf Galerien und Kunsthandlungen.

Markthallen

Budapest hat eine große und fünf kleine Markthallen (Vásárcsarnok), die 1897 am selben Tag eröffnet wurden, um die altmodisch gewordenen Freiluftmärkte zu ersetzen. Diese schon wegen ihrer Architektur sehenswerten, an Bahnhofshallen erinnernden Eisenkonstruktionen sind bis heute mit quirligem Treiben erfüllt. Die Große Markthalle am Vámház körút ist ein Sightseeing-Klassiker (→ Tour 7), die Belvárosi piac in der Hold utca 13 die schönste unter den kleinen (→ Tour 9). An Marktständen wird übrigens nicht gehandelt und stets bar gezahlt.

Shoppingmalls

Knapp ein Dutzend großer Einkaufszentren wurde seit Mitte der 1990er-Jahre aus dem Boden gestampft. Sie sind beliebt bei den Budapestern, denn mit den angeschlossenen Restaurants und Multiplexkinos haben sie großen Unterhaltungswert. Obendrein punkten sie mit ausgedehnten Öffnungszeiten – unter der Woche bis 20/21 Uhr, sonntags ganztägig – und sind gut an die Metro angebunden. Zu den größten gehören das WestEnd City Center (→ Tour 9) mit 400 Shops hinter dem Westbahnhof (Nyugati pu.), das Mammut I und II mit 330 Läden beim Budaer Széll Kálmán tér (→ Tour 2) und das Arena Plaza mit 330 Geschäften hinter dem Ostbahnhof (Keleti pu.).

Hungarika

Mit diesem sperrigen Begriff umschreiben die Ungarn ihre landestypischen Produkte, die ideale Mitbringsel und Souvenirs sind. Dazu zählt Flüssiges wie der Tokajer-Wein, der feurige Barackpálinka, ein Marillenschnaps aus Kecskemét, und der herbe Kräuterlikör Unicum. Weltberühmt ist die Pick-Salami aus Szeged, wobei man hier zur paprikalosen, mittelharten Wintersalami (Téliszalami) greifen sollte. Aus Südungarn kommt auch der berühmte rote Paprika (Piros Paprika) – die Schoten bekommt man frisch, zum Trocknen auf einen Strang gefädelt oder gemahlen in Säckchen. Den roten Paprika gibt es in sechs Schärfestufen: extra (különleges), Delikatess (csemege), edelsüß (édes-nemes), halbsüß (félédes), Rosen (rózsa) und scharf (csípős), wobei scharf eigentlich unessbar und edelsüß am gängigsten ist.

Herend-Porzellan, Ungarns Gegenstück zum deutschen Meißner, fertigt seit 1842 in Mittelungarn feines Tafelgeschirr mit zartem Blumendekor und belieferte einst Queen Victoria und Kaiserin Elisabeth. Zsolnay aus dem südwestungarischen Pécs ist berühmt für schillernd glasierte Keramik. Alles, was in Budapest an bunten Majolikaziegeln und -verkleidungen zu sehen ist, stammt von dort. Und Ungarn hat noch mehr kunstvolle Töpferware: Schwarzkeramiken aus Nádudvar, die in Menschengestalt geformten Miska-Weinkrüge, Keramik aus Hódmezővásárhely … Eine gute Quelle für Hungarika sind die Große Markthalle, der Népműveszeti Bolt in der Régi Posta utca 12 (→ Tour 8) und das Magyar Pálinka Háza in der Rákóczi út 17 (→ Tour 13). Herend und Zsolnay haben eigene Läden (→ Tour 9).

Mode und Design

Junge ungarische Labels wie Nanushka, Use Unused und Je Suis Belle sorgen seit einigen Jahren auf internationalen Laufstegen für Furore. Die Showrooms und Concept Stores der Modeschöpfer, die Boutiquen junger Designer, erstklassig bestückte Vintage-Läden, der von April bis September ein- bis zweimal pro Monat am Erzsébet tér veranstaltete Designmarkt WAMP (www.​wamp.hu) und zwei Fashion Weeks im Jahr machen Budapest zu einem attraktiven Ziel für Shopping-Lustige auf der Suche nach ausgefallener Mode und schrägen Accessoires. Am besten sieht man sich dafür im V., VI. und VII. Bezirk um (→ Touren 7, 10 und 12).

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