Stadt und Stadtviertel

Stadt am Fluss

Die Elbe entspringt im benachbarten Tschechien und verbindet Dresden mit Hamburg. Der Strom fließt mitten durch die Stadt, ist einer ihrer wichtigsten Bestandteile und gliedert die südlichen und nördlichen Stadtteile deutlich. Abgesehen davon sorgt er für ein mildes Stadtklima, gute Luft, den Weinbau und ist einer der Trümpfe in Sachen Schönheit.

Die Altstadt

Die Altstadt erstreckte sich bis 1945 von der Elbe nach Süden bis zum Hauptbahnhof. Zunächst wurde nur der an die Elbe grenzende Bereich mit Zwinger, Schloss, Frauenkirche, Semperoper, Taschenbergpalais u. a. wieder aufgebaut. An einigen der acht Quartiere um die Frauenkirche wird immer noch gearbeitet. Südlich des Kulturpalasts hatte man nur wenige Gebäude wie die Kreuzkirche rekonstruiert.

Wegen der Dichte der Sehenswürdigkeiten wird der wiederaufgebaute Teil der Altstadt in drei getrennten Kapiteln vorgestellt. Im ersten wird der elbnahe Bereich um den Theaterplatz behandelt (→ Tour 1). Heute locken dort Residenzschloss, Taschenbergpalais, Zwinger, Semperoper und die Hofkirche. Im zweiten Kapitel bildet der Neumarkt, der Platz vor der Frauenkirche, der bis in die Neuzeit nicht zu Dresden gehörte, den Mittelpunkt (→ Tour 2). Nicht nur die Frauenkirche, auch die Brühlsche Terrasse, Johanneum und Albertinum sowie die neue Synagoge werden in diesem Abschnitt beschrieben. Alles, was südlich des Neumarkts liegt und vor allem südlich der elbparallelen Schneise der Wilsdruffer Straße, wird im dritten Kapitel vorgestellt (→ Tour 3). Die vom Schloss nach Süden laufende Linie von der Schlossstraße über die Prager Straße bis zum Hauptbahnhof, bildet die Hauptachse dieses Bereichs.

Die Neustadt

Jenseits der Augustusbrücke am anderen Ufer der Elbe liegt die barocke Neustadt (→ Tour 4), in der wie durch ein Wunder Teile der Originalstraßenzüge erhalten sind. Durchquert man sie, erreicht man die Gründerzeitstraßen der Äußeren Neustadt (→ Tour 5), früher Antonstadt genannt. Der vielachsige Albertplatz verbindet die beiden Stadtteile. Von hier führen drei Hauptachsen aus der Stadt hinaus, die (Anton- und) Hansastraße zur Autobahnauffahrt Dresden-Hellerau, die Königsbrücker Straße zum Flughafen und die Bautzner Straße nach Bautzen und Görlitz. Leipziger Vorstadt nennt sich der gründerzeitliche Vorort zwischen Hansastraße und Königsbrücker Straße, im hiesigen Hechtviertel breitet sich heute die Alternativkultur der Stadt aus. Weiter draußen entdeckt man auf dieser Achse die Gartenstadt Hellerau. Auf der Königsbrücker Straße passiert man nach der Äußeren Neustadt die Albertstadt, ein riesiges ehemaliges Garnisonsgelände und weiter draußen die Mikroelektronik-Betriebe von Klotzsche.

Der Elbhang und die Weinorte

Folgt man vom vorher erwähnten Albertplatz der Bautzner Straße nach Osten – das geht auch mit der Straßenbahn –, wird es bald grüner. Ganz oben am Waldrand der Dresdner Heide breiten sich die Elbschlösser großzügig am Elbhang aus; dahinter ist dann der Stadtteil und ehemalige Kurort Weißer Hirsch erreicht. Direkt darunter liegt Loschwitz mit seinen beiden Bergbahnen. Folgt man der Elbe ostwärts, reiht sich jetzt Weinort an Weinort, nach Loschwitz folgen Wachwitz, Niederpoyritz, Hosterwitz und schließlich Pillnitz mit dem grandiosen Sommersitz und Schlosspark (→ Tour 8).

Vorstädte und Nachbarorte südlich der Elbe

Der Westteil der Altstadt, den man vom Postplatz aus erreicht, war fast völlig zerstört, er wird Wilsdruffer Vorstadt genannt. Jenseits der Schienen der Bahnlinie Leipzig/Berlin – Dresden – Prag liegen die Friedrichstadt (→ Tour 7), eine barocke Vorstadtgründung, und das Ostragehege mit seinen Sporteinrichtungen. Interessant und sehenswert ist auch der Bereich südöstlich der Altstadt, wo mit dem Großen Garten ein riesiger Barockgarten samt Palais erhalten ist (→ Tour 6).

Der Bereich östlich der Altstadt entwickelte sich vor allem mit der Industrialisierung: In der Johannstadt und im eleganten Striesen können alte Villenviertel besichtigt werden, und noch weiter östlich befindet sich Blasewitz, wo die Brücke mit dem seltsamen Namen „Blaues Wunder“ lange die erste Möglichkeit bot, von Dresden aus die Elbe zu überqueren (→ Tour 9).

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