Ausgehen

Musik von Oper bis Jazz

In der Semperoper waren Sie schon? In Dresden liegt so viel mehr Musik in der Luft und bringt den Abend zum Klin­gen. Wie wäre es mit den Alternativen: ein Konzert der Dresdner Philharmonie im Kulturpalast, ein Besuch der meist unter­schätzten Operette in der Neuen Mitte oder der innovativen Experimen­tierbühne Semper Zwei oder Jazz vom Feinsten im Keller des Kurländer Pa­lais?

Kabarett

Noch aus DDR-Zeiten stammt die heiße Liebe der Dresdner zum Kabarett. Gleich mehrere Bühnen sorgen mit ei­ge­nem Ensemble oder gastierenden Größen für Unterhaltung von kritisch bis frivol. Nummer eins, die Herkules­keule, wird mittlerweile im Kultur­palast geschwungen; Breschke und Schuch erfreuen uns am Rand der Neuen Mitte am Wettiner Platz, und auf dem Theaterkahn unterhalb der Brühl­schen Terrasse kann man den Spaß gleich mit Essen am Wasser ver­bin­den. Mehr finden Sie hier.

Open Air

Wo ist Ausgehen schöner als unterm Sternenhimmel? Bummeln Sie ent­spannt durch den Großen Garten und kehren Sie unter den bunten Lichtern ein. Toll sind die Abende auch oben am Rand der Dresdner Heide am Konzert­platz Weißer Hirsch mit dem sagenhaf­ten kulturellen oder kulinarischen Pro­gramm oder unten an der Elbe in der al­ternativen Saloppe im alten Wasser­werk (erst recht, wenn Sie Schwedin sind)! Überhaupt die Elbe – entweder gleich eine nächtliche Flussschifffahrt oder wenigstens ein Spaziergang über die Brühlsche Terrasse und eine der Brü­cken auf die Neustädter Seite. Dort sind im Sommer die Filmnächte am Elb­ufer eines der schönsten Open-Air-Ki­nos, die es gibt.

Selbst im Winter lockt Dresden hinter dem Ofen hervor. Die al­lermeis­ten natür­lich zum Striezel­markt und auf die anderen Weihnachts­märkte. Ein großes Ver­gnü­gen ist am Abend aber auch die illumi­nierte Eisbahn im Hof des Taschen­berg­palais (gleich ne­ben der Karl May Bar; mit Schlittschuhver­leih), und beim Semper­opern­ball Ende Ja­nuar kann man auch drau­ßen auf dem Thea­ter­platz mit aller Welt tanzen.

5 Tipps für 5 Abende

Karl May Bar: Klassische urbane Bar (ge­hört zum Hotel Ta­schen­bergpalais ums Eck), der beste Ort in der Innen­stadt für einen gepfleg­ten Drink. Na­türlich keine Wild-West-Spelunke, sondern die edle Variante aus dunklem Holz, Leder und diskreter Beleuchtung. Mit Live-Piano und vie­len klassischen, aber auch preisgekrönten in­no­vativen Drinks. Internationales Pub­likum und Dresdner Gäste. Vorbildli­cher Service.

Paddy Foley’s: Irish Pub an der Schan­dauer Straße in Striesen, im Os­ten der Stadt. Nightlife der gemütlichen Art. Alteingesessen – seit 1999! –, ge­müt­lich, locker, überraschend gutes Es­sen, und die Bedienung ist freund­lich und auf Zack. Der Ort für Guin­ness, Whis­key, Cider vom Fass und eine Plauderei am Tresen. Im Prinzip tou­ristenfrei, viele Zugezogene.

Hebeda’s: In der Äußeren Neustadt. Anderswo wären das zusammengewür­felte Mobiliar, die Spielautomaten und die schlimmen Tapeten Design, hier in der „Familieneinkehr“ ist es echt und echt abgeranzt – auf charmante Weise. Als urige Kneipe und als Partylocation (Fr/Sa ab 22 Uhr) hipp, aber immer noch familiär (niedrige Preise). Nicht sehr groß, je später am Abend, desto ver­qualmter und voller wird es.

Scheune: Kulturelle linke Herzkam­mer der Äußeren Neustadt, nicht kom­merziell, sondern vom gleichnamigen Verein betrieben. Lesungen, Konzerte, Mitsing­liederabende, Kleinkunst, Rus­sen- und Kinderdisco, Floh- und andere Märkte. Im Scheunecafé isst man indisch-vegetarisch-vegan. Schöner Gar­ten!

Wein.Kultur.Bar: Ein Glas Wein und ein Stück Käse – das können die Zuta­ten eines unvergesslichen Abends in Striesen sein. Damit Sie nicht meinen, dass es sich um Understatement han­delt: Die Weinkarte trägt hier den Na­men „Weinbuch“ und listet über 1000 Einträge. Beim Auswählen hilft seit 2007 Sommelier Silvio Nitzsche. Sollte wieder mal alles reserviert sein, kom­men Sie nachmittags. Ein schöner Abend kann nicht früh genug begin­nen.

Back
Cookies help us deliver our services. By using our services, you agree to our use of cookies. Learn more