Sightseeing-Klassiker

Architektur

Frauenkirche: Das Dresden-Ding über­haupt. Die gewagte glockenför­mige Kuppel hat selbst als Schattenriss noch Wiedererkennungswert. Schwie­rig zu entscheiden, was mehr impo­niert: die kühne Architektur eines ge­lernten Zimmermanns, 1743 vollendet, oder die Geschichte als bürgerliches Mo­nument, Kriegsopfer des Februars 45, jahrzehntelange Dauerruine und Er­gebnis internationaler Solidarität 2005. Besuch unabdingbar und ruhig mal aufs Dach steigen. → Tour 2

Zwinger: Spielen, feiern, Aufzüge ver­anstalten, heiraten und die gesam­melten Preziosen ausstellen. Der Zwin­ger diente der Repräsentation und dem Vergnügen. Bereits die DDR kümmert sich um die Wiederherstellung der vier­flügeligen Anlage, die sich um den großen Hof gruppiert. Auch wer die gran­dio­sen Museen des Zwingers nicht be­sucht (v. a. Galerie Alte Meister, Por­zel­lansammlung), muss einmal oben über die Zwingerbalustrade laufen. → Tour 1

Residenzschloss: Seit 1485 das Stadt­schloss der Wettiner, eines der stabils­ten Herrscherhäuser der Welt, Sachsen regieren sie bis 1918. Eine Menge Zeit, um auf-, an- und umzubauen: zwei Schlosshöfe, mehrere Flügel und Trep­penhäuser, den Hausmannsturm (zu be­steigen!) und einzigartige Museen (wie Historisches und Neues Grüne Ge­wölbe, Rüst­kammer, Münz- und Kup­fer­stich­kabi­nett). → Tour 1

Schloss Pillnitz: Zunächst schwebt Au­gust dem Starken nur ein Außen­quar­tier für seine Mätresse vor, nach deren Demission wird er selbst ak­tiv, und zwar im chinesischen Stil: Wasser- und Bergpalais und ein Garten mit Allee entstehen. Sein Nachfolger küm­mert sich dann noch um ein Neues Palais – Pillnitz ist jetzt Sommersitz der Wettiner –, legt den englischen Gar­ten an und eröffnet ein Palmenhaus. Die berühmte Ka­melie wird 1801 ge­pflanzt, sie blüht noch im­mer zwi­schen Feb­ruar und Ap­ril. → Tour 8

Brühlsche Ter­ras­se: „Der Balkon Euro­pas“, und es sind, hört man sich die Sprachen an, auch Asia­ten und Ame­ri­kaner integriert. Auf der alten Stadt­be­fes­tigung entsteht ab Mit­te des 18. Jh. eine Terrasse mit Lustgar­ten. Zu­sammen mit den mar­kan­ten Bau­ten von Sekun­dogeni­tur, Lip­sius­bau alias Kunst­hoch­schu­le (mit „Engel auf Zitro­nen­presse“) samt Kunst­halle sowie dem Albertinum ergibt die Zeile über der gemächlichen Elbe einen der schöns­ten Aspekte Dres­dens – und ei­nen formi­dablen Ganz­jah­resausguck. → Tour 2

Museen

Historisches Grünes Gewölbe: Mu­se­um Nummer eins. Die Flucht aus meh­reren Räumen ist zur Repräsenta­tion der Schätze Augusts des Starken ge­dacht und kann bereits im 18. Jh. be­sich­tigt werden. Hinter der Ausstellung steckt eine raffinierte Dramaturgie aus Farben und Materialien, so wirken nicht „nur“ die Kunstwerke, sondern die Säle selbst mit ihren Fußböden, Decken, Vitrinen, Spiegeln und Kon­solen überbieten sich der Reihe nach. → Tour 1

Galerie Alte Meister: Das zweite Mu­seum Nummer eins. Unser Goethe schreibt: „meine Verwunderung über­stieg jeden Begriff, den ich mir ge­macht hatte!“ Dafür sorgen damals wie heute die Breughels und Cranachs, Cor­reggio, Dürer, El Greco, Giorgione, Raffael (die Madonna mit den Engelchen), Rembrandt, Rubens, Tizian, Vermeer … Mitnahme zwecklos, alle sind weltbe­kannt. → Tour 1

Und sonst …

Semperoper: Schon außen klasse, wir wollen aber, dass Sie reingehen! Zu­nächst durch die nach Renaissance-Art dekorierten Gänge und dann in den Zuschauerraum mit der unvergleichli­chen Akustik und den Musikern, Sän­gern und Tänzern von Weltrang. Rest­plätze gibt es häufiger, als Sie denken! → Tour 1, und Kulturleben

Canalettoblick: Die wohl berühmteste und schönste Perspektive der Stadt – zu erkennen am roten Rahmen. Sie wird 1748 von Bernardo Bellotto (aka Ca­naletto) in Öl verewigt und heute tag­täglich tausendfach aufs Handy ge­speichert. Am Elbufer gegenüber der Alt­stadt, gleich nach der Augustus­brücke links hinunter! → Tour 4

Striezelmarkt: Wenn Weihnachts­markt, dann hier. Seit 1434 glänzen auf dem Altmarkt die Kinderaugen und ei­nem wird ganz warm um Herz und Bauch. → Feste, Feiertage und Events

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