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Elsass

Reiches Erbe

Sakrale Kunst

Zu den ältesten Gotteshäusern gehören die romanischen Kirchen mit ihren kleinen Galerien und Bogenfriesen, den z. T. skurrilen Reliefs und Figuren am Gebäude. Herausragend sind u. a. die Sankt Leodegarkirche in Murbach, die Peter-und-Paul-Kirche in Rosheim oder die Abteikirche von Ottmarsheim. Es sind so viele, dass man von einer Romanischen Straße spricht, die vom äußersten Norden in den Süden des Elsass verläuft.

Eines der bedeutendsten Werke der europäischen Gotik ist die Cathédrale Notre-Dame in Strasbourg, von der schon der junge Goethe fasziniert war. Äußerst sehenswert sind auch die Église-St-Thiébaut in Thann mit ihrem einzigartigen Portal und ihrem besonders schönen Turm sowie der spätmittelalterlichen Buhler Flügelaltar mit seinen kraftvollen Darstellungen der Passion Christi. Barockliebhaber wiederum erfreuen sich an der weithin sichtbaren Eglise St-Maurice von Ebersmunster .

Städtische Architektur

Strasbourg mit seiner mittelalterlichen Altstadt auf der Illinsel, der von wilhelminischen Prachtbauten geprägten Neustadt (beide UNESCO-Weltkulturerbe) und dem ultramodernen Europaviertel bietet echte architektonische Schmankerl. Reich verzierte Fachwerkhäuser, schmale Gassen, prächtige Plätze und Brunnen findet man in den gut erhaltenen Städtchen entlang der Weinstraße. Am bekanntesten ist Colmar, besonders pittoresk sind auch Obernai, Ribeauvillé, Riquewihr oder Eguisheim. Ganz anders hingegen die Grenzstadt Neuf-Brisach, die wegen ihrer einzigartigen Befestigung durch den Baumeister Vauban ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Burgruinen

Ob in den Nordvogesen oder über der Weinstraße, ständig ragen z. T. gut erhaltene Burgruinen in den Himmel. Ein Muss ist der Besuch der fantastisch gelegenen, vollständig restaurierten Hohkönigsburg. So komplex lässt sich das Leben in einer mittelalterlichen Burg kaum irgendwo nachvollziehen. Einen guten Einblick in den Burgenalltag von einst erlauben auch die Hohlandsbourg oder das Château Lichtenberg. Aber auch Ruinen wie die geheimnisvolle Fleckenstein und die faszinierende Ulrichsburg lohnen einen Besuch.

Gedenkstätten

Die vielen Kriege im 19. und 20. Jh., als Folge derer die Elsässer mehrmals ihre Nationalität wechseln mussten, sind der Grund dafür, warum es hier so viele Nationaldenkmäler gibt. Auch wenn man Kriegsgeschichte nicht besonders mag, möchten wir Ihnen doch den Besuch von einigen empfehlen. Beispielsweise das Besucherzentrum am Vieil Armand, wo sich die Schrecken des Soldatenlebens im Ersten Weltkrieg gut nachvollziehen lassen. Auch die Verteidigungsanlagen der Ligne Maginot sind eindrucksvoll. Beklemmende Bilder und Eindrücke bietet die Gedenkstätte Struthof in der Anlage des ehemaligen Konzentrationslagers.

Museen

Absolutes Muss sind das Unterlinden-Museum in Colmar und das Musée de l’Œuvre Notre-Dame in Strasbourg, viel besucht werden auch das dortige Musée de l’Art Moderne und die Technikmuseen in Mulhouse. Ein ganz besonderes Schmankerl ist das Streetart-Museum MAUSA Vauban in den leerstehenden Räumen der Festung von Neuf-Brisach. Wer Bücher liebt, sollte den Besuch des besonders gut aufgemachten Museums zur Bibliothèque Humaniste in Sélestat nicht versäumen, deren Bestand in das UNESCO-Weltdokumentenerbe eingetragen ist. Etwas abseits der Wege liegt Bouxwiller, wo man im Musée Judeo-Alsacien einen guten Einblick in das Leben der Elsässer Juden vom Mittelalter bis ins 20. Jh. erhält. Darüber hinaus bieten selbst kleine Dörfer und abgelegene Landstädtchen interessante Ausstellungen zu den unterschiedlichen Bereichen der elsässischen Kultur: vom Holzschlitten der Waldarbeiter über Springerle-Modeln bis hin zu den traditionellen Taufbriefen.

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