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Florenz, Chianti, Siena, San Gimignano
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Erlebnis Natur

Macchia und Maronen

Die Vegetation in den Waldgebieten besteht aus Stein-, Zerr- und Flaum­eichen, Mittelmeerkiefern, Pinien, Zy­pres­sen, Oliven, Besenginster, Lor­beer und den typischen Arten des mediter­ranen Buschwalds, der Macchia.

Esskastanien (Maronen) trifft man im öst­lichen Teil der Region in Monti del Chianti auf ca. 900 m. Doch auch auf herbstlichen Spa­ziergängen rund um die abge­schie­dene Abtei Badia a Coltibuono (630 m) findet man die stache­ligen Früchte.

Zypressen in Reih und Glied

Hohe Zypressen säumen als baum­ge­wordene Wahrzeichen der Toskana die Alleen, Anwesen und Friedhöfe. Die hohen schmalen immergrünen Bäume wurden erst in der Antike nach Europa ge­bracht. Wie überall in Italien wach­sen sie nicht natürlich, sondern ste­hen in Alleen in Reih und Glied. Auf der Zufahrt zu statt­lichen Villen funk­tio­nieren sie als grüne Säulen wie ar­chi­tek­to­ni­sche Elemente. Die Kunst der Re­nais­sance – auch sie ein Kind der Toskana – hat hier Pate ge­stan­den mit ihrer Vorliebe für Zen­tral­perspektive und Ord­nung in der Natur.

In Sachen Zypressen-Duft: empfehlen wir einen Spaziergang südlich vom Orts­aus­gang von Castellina in Chianti. Hier an der Chiantigiana (SS222), die von Florenz nach Siena durchs Chianti führt, bewachen Zypressen die Reste von etruskischen Aus­gra­bungen. In der Sommerhitze entfalten die Bäu­me einen herrlich harzigen Duft.

Was kreucht und fleucht

Sommerliche Hitze lässt einen un­weigerlich an die kleinen, flitzeflinken und glückbringenden Mauereidechsen denken, die sich gerne auf ur­alten Trockenmauern in der Sonne wärmen. Auch Vipern gefällt es, sich dort zu sonnen – denen sollte man jedoch eher aus dem Weg gehen: giftig!

Dem Wolf sind unsere Autoren auf Wanderungen im Dickicht der Eichen­wälder nur indirekt begegnet – aber ab und an stößt man auf seine Spuren.

Zurück zu den Glücksbringern: Dazu ge­hören auch die schwarz-weiß ge­streif­ten, extrem spitzen Stacheln von Stachel­schweinen. Man findet sie manch­mal bei Wanderungen an Stra­ßen­rändern. Das Stachelschwein hatte in dem Fall weniger Glück, da der Ver­lust der Stacheln wohl auf einen Zu­sam­menstoß mit einem Auto zurück­gehen wird.

Agriturismi – der Tipp für den Urlaub auf dem Lande

Die Agriturismo-Formel – Urlaub auf dem Bauernhof – hat vielerorts eine Vielzahl von Übernachtungsadressen hervorgebracht. Wir halten sie für die ideale Form, um zwischen Florenz und Siena Land, Leute und regionale Spe­zia­litäten kennenzulernen. Etwas Ita­lie­nisch lernt man nebenbei. Die Gast­geber mit ihren land­wirt­schaft­lichen Betrieben und die Biobauern bringen einen teilweise in wirklich herrlichen An­wesen unter. Wein, Oli­ven, Käse-, Salami- und Auf­schnitt­spezialitäten, eine ordentliche Bistecca vom Bio-Rind, Schafe, Ziegen und Hüh­ner sind die eigentlichen Prota­gonisten in die­sen Quartieren. Und im besten Fall ist für den Gast abends eine Tafel gedeckt, an der Platz genommen wird, um bei Wein und gutem Essen den Tages­aus­flug Revue passieren zu lassen.

Schauen Sie sich doch mal die folgenden Agriturismo-Anbieter an, es sind nur drei, die für viele stehen. Weitere emp­fehlenswerte Adressen finden Sie im Reise­teil dieses Buchs:

Villa Spoiano in Tavarnelle Val di Pesa: Es erwartet Sie ein Urlaub in einer herrschaftlichen Medici-Villa oder in Bauernhäusern auf dem inmitten von Weinbergen gelegenen Biobauernhof. Weinanbau, die berühmten Cinta-Se­ne­se-Schweine, Rin­der und besagte ge­mütliche Abend­tafel mit haus­eige­nen Produkten. Tipps für den Tag gibt es beim üppigen Früh­stück gratis auf der Terrasse.

Casa Vacanze Poderi Val Verde in Castelina: Auf dem alten Landgut in herr­lich ruhiger Lage fühlt man sich so­fort wohl und das auch für länger. Die Wir­tin bietet Koch­kur­se an, ihr Sohn lehrt die Kunst des Bogen­schießens; schöne, urige Atmo­sphäre! Das Essen war köst­lich!

Poggio Alloro bei San Gimignano: Der Bio-Bauerhof mit Rindern, Schweinen, Gemüse- und Getreideanbau bietet eine gute Gelegenheit, das richtige tos­ka­nische Land­leben einmal intensiver kennenzulernen! Am Samstag gibt es Bistecca Fiorentina vom Holz­kohlen­grill – klasse!

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