Sightseeing-Alternativen

Giardino Bardini

Am südlichen Hang des Arno-Ufers, wo im Mittelalter Obst- und Gemüse angebaut wurden, entstand über die Jahrhunderte ein vier Hektar großes Areal mit Beispielen schönster Gartenbaukunst. In den diversen Abteilungen des Bardini-Gartens beginnt die Saison im Frühjahr mit der Kamelienblüte, gefolgt von Glyzinien, Azaleen und Rhododendren, bis dann im Sommer Rosen und Hortensien die Besucher begeistern. Besonders imposant ist die wegen Einsturzgefahr stets gesperrte Barocktreppe. Vom Eingang Via dei Bardi führt der Weg an der Treppe vorbei (!) hinauf zur Terrasse Belvedere, wo ein gemütliches Teehaus wartet – und ein schöner Blick auf die Stadt. Die Bardini-Gärten sind über die Costa San Giorgio mit den Boboli-Gärten verbunden.

Spedale degli Innocenti (Findelhaus)

Das einstige Findelhaus von Florenz steht an der rechten Längsseite des Platzes Santissima Annunziata. Die Wände des Vorhofs sind mit wunderbaren Fresken geschmückt. Noch bis 1875 konnte man unerwünschte Kinder durch eine kleine Drehtür (Ruota degli Innocenti) an der linken Schmalwand der Loggia der Obhut der Kirche anvertrauen – ohne erkannt zu werden. Interessant ist die Abteilung, in der in 140 Fächern, jeweils einem Findelkind zugeordnet, kleine Gegenstände zu seiner späteren Wiedererkennung zu sehen sind. Den Neugeborenen wurden bei der Abgabe im Waisenhaus oft kleine Objekte wie halbierte Münzen oder Ähnliches mitgegeben, mit deren Hilfe man die Kinder später identifizieren konnte; eine Münzhälfte für das Kind, die andere behielt die Mutter. Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich in der Loggia eine Dachterrassen-Bar Caffè del Verone mit Blick auf den Dom.

Santo Spirito

Die Kirche, abseits der Touristenströme im nach ihr benannten Stadtviertel südlich des Arno, ist ein schönes Beispiel der Frührenaissance. Die Pläne stammen von Brunelleschi (der die Domkuppel erbaute). Der außen schlichte Bau veranschaulicht die damals neue Raumauffassung, die Aufhebung der Vielfalt in harmonischer Einheit. Die 38 Familienkapellen bergen nur noch einen kleinen Teil ihrer einstigen Kunstschätze.

Santa Maria del Carmine und Capella Brancacci

Ebenfalls südlich des Arno steht diese Barockkirche aus dem 18. Jh. mit restaurierten Fresken von Meister Masaccio aus den Jahren 1423–28. Der im Alter von 27 Jahren verstorbene Künstler konnte nur noch den oberen Teil des Freskenzyklus „Szenen aus dem Leben Petri“ fertigstellen, den Rest besorgte Filippino Lippi. Das berühmte Meisterwerk „Vertreibung aus dem Paradies“ (linker Pfeiler oben) zeigt den realistischen Stil, der den Beginn der Renaissance-Malerei kennzeichnet. Plastisch und klar spiegeln sich die Gefühle in den Gesichtern der aus dem Paradies Vertriebenen. Das Feigenblatt, das während der Gegenreformation mit Tempera aufgetragen wurde, wurde mit offizieller Genehmigung wieder entfernt.

San Miniato al Monte

Die gern von Liebespärchen besuchte Basilika liegt mitten im Grünen auf einer Hügelkuppe oberhalb der Piazzale Michelangelo. Geweiht ist die Kirche dem heiligen Miniatus, einem Opfer von Kaiser Decius, der als einer der fanatischsten Christenverfolger in die Geschichte einging. Miniatus starb hier, nachdem er von seiner Hinrichtungsstätte geflohen war und mit seinem Kopf in der Hand den Arno überquert hatte – so berichtet es die Legende.

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