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Fränkische Schweiz – Bamberg, Bayreuth
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Fränkische Schweiz – Bamberg, Bayreuth

Orientiert in der Fränkischen Schweiz

... die Wiege der Romantik

Das Muggendorfer Gebürg, wie das Mittelgebirge einst hieß, wurde durch die Berichte der beiden Erlanger Studenten Ludwig Tieck und Wilhelm Heinrich Wackenroder im Mai 1793 zum Ausgangspunkt der deutschen Romantik. „Oh die Natur ist doch an Schönheit unerschöpflich“, schrieben sie über das Tal zwischen Ebermannstadt und Streitberg, das bald außerordentlich beliebt war bei Künstlern und Intellektuellen – wer es sich leisten konnte, fuhr in die „kleine Schweiz“, um den romantischen Dreiklang aus Felsen, Burgen und Tälern zu entdecken.

... nachhaltig touristisch

Heute ist für die Fränkische Schweiz der Tourismus neben der rückläufigen Landwirtschaft zum Standbein geworden. Rund 2000 Menschen bietet er einen festen Job, etwa 6000 haben ein zusätzliches Einkommen. Zum Tourismuskonzept gehört Nachhaltigkeit, der Erhalt der unverwechselbaren Kulturlandschaft und ein sanfter Tourismus.

... in Feierlaune

Annafest in Forchheim: Elf Tage um das Annafest am 26. Juli herum herrscht Ausnahmezustand auf den Kellern, dann gibt’s Bier, Brezen und Live-Musik.

Walberlafest am ersten Wochenende im Mai: zünftiges Volksfest auf dem Hausberg der Fränkischen Schweiz.

Sandkerwa in Bamberg: Fünf Tage lang Ende August feiert die Stadt ihr vielbesuchtes Fest in und um die Sandstraße.

Lichterfest in Pottenstein am 6. Januar: Unter großem Andrang findet eine feierliche Prozession statt. Unzählige Kerzen, ganze Hänge leuchten im Feuerschein. Beschaulicher geht es auf den anderen Lichterfesten zu: 20. Dezember im Ahorntal, am 26. Dezember in Gößweinstein, am 31. Dezember in Nankendorf und am 3. Januar in Obertrubach.

Fosaleggen am Faschingssonntag in Effeltrich: Hier treiben nach altem Brauch die Burschen den Winter aus.

Karfreitagsprozession in Neunkirchen: Seit 1668 tragen die Bewohner überlebensgroße Figuren durch den Ort. Besucher stehen nicht am Straßenrand, sondern laufen mit.

Georgi-Ritte: am Ostermontag in Effeltrich und zu St. Georg (April) in Gunzendorf.

Kirschenfest in Pretzfeld: Es steigt Mitte Juli, wenn die Kirschenernte geschafft ist.

... äußerst appetitlich

Bier und Brände: Im März und April beginnen die Bierwochen in den Wirtshäusern. Die Dichte an Brauereien und Brennereien ist weltweit einzigartig. Einen ersten Überblick gibt eine Bierwanderung beispielsweise in Aufseß, Waischenfeld, Memmelsdorf oder Gräfenberg. Ein weiteres Highlight ist der „Tag der Brennereien und Brauereien rund ums Walberla“, der im Oktober Tausende Besucher anlockt.

Fischgerichte: In den Monaten mit „r“ bereichert Karpfen die Speisekarten. Zum Beispiel im „Lindenhof“ in Heroldsbach, zu dem eigene Karpfenweiher gehören. Forellen und Bachsaibling haben fast rund ums Jahr ihren festen Platz. Frisch geschlachtet, als „Müllerin“ oder „blau“ schmeckt die Forelle besonders gut in Behringersmühle und in Muggendorf in der „Wolfsschlucht“.

Kirschen und Streuobst: Prägend für die Landschaft sind die vielen Streuobstbestände, Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Vor allem im Frühjahr sind die blühenden Kirschbäume rund um Pretzfeld eine Pracht. Im Juli gibt es die knackigen Kirschen dann im Straßenverkauf, z. B. an der B 470. Die Fränkische Schweiz ist das größte zusammenhängende Süßkirschenanbaugebiet Deutschlands.

Damit die Streuobstwiesen erhalten bleiben, vermarkten viele Bauern ihr Obst in flüssiger Form durch Brände, Liköre und Säfte. Empfehlenswert sind z. B. die Brennerei Hack in Elsenberg (bei Pinzberg), die Obstwiese Schmitt, die Brennerei Preuschens in Hundsboden, die Brennerei Geistreich in Weingarts …

Fleischiges: Nichts geht über ein gutes Schäufela, eine geschmorte Schweineschulter mit „röscher“, also knuspriger Kruste. Wer Wert auf die Herkunft seines Fleisches legt, der geht am besten zu örtlichen Metzgereien, zum Beispiel zur Metzgerei Hübschmann in Ebermannstadt, der Metzgerei Schmidt in Heiligenstadt oder zum Gut Schönhof in Eichenbirkig (nahe Waischenfeld).

Eine exklusivere Spezialität ist der geräucherte Rinderschinken, der auch Zwetschgenbames heißt und über Hartholz geräuchert wurde. Gute Qualität bekommt man im Hofladen Alt in Seidmar oder beim Bioland-Betrieb von Norbert Böhmer am Schrenkersberg bei Plankenfels.

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