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Gardasee
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Gardasee

Baden

Baden und Strände

An manchen Uferstreifen erstrecken sich flache Kiesstrände, andere wurden zu befestigten Promenaden umgewandelt, wieder andere sind stark verschilft – dort kann man oft von Holzstegen in den See steigen. Wo es keine natürlichen Bademöglichkeiten gibt, hat man Molen gebaut, von denen Leitern ins Wasser führen. An einigen Stellen, z. B. vor den großen Campingplätzen um Lazise und Bardolino, sind die Badezonen künstlich besandet. Der Untergrund im Seichtwasser ist häufig steinig. Badeschuhe können deshalb gute Dienste leisten, vor allem für Kleinkinder. An den meisten öffentlichen Stränden überwachen Bademeister den Badebetrieb, ihre roten Boote sind rasch zu erkennen.

Die Wasserqualität wird von der Umweltorganisation „Legambiente“ regelmäßig geprüft. Dank einer bereits in den neunziger Jahren angelegten Ringkanalisation und einer großen Kläranlage bei Peschiera ist die Lage insgesamt stabil. Problematisch sind lediglich der Südwesten um Desenzano und Padenghe sowie die großen Touristenorte Garda, Bardolino und Lazise. Im Südwesten ist deshalb eine komplett neue und modernisierte Kläranlage geplant. Die Blaue Flagge (Bandiera Blu) der Stiftung für Umwelterziehung wurde am Gardasee nur ein einziges Mal vergeben und zwar für Gardone Riviera am Westufer. Aufsehen erregten Untersuchungen, die zu dem Ergebnis kamen, dass das Seewasser mit mikroskopisch kleinen Plastikteilchen versetzt ist – doch bekanntermaßen ist das kein Einzelfall mehr und auch von den Weltmeeren bekannt.

Nordufer

Die Strände bei Riva del Garda und Torbole gehören zu den besten am See. Gepflegte Wiesen mit üppigem Baumbestand gibt es um Riva, während die Strände bei Torbole meist schattenlos sind. Den Platz muss man sich mit den Windsurfern teilen, vor allem bei Torbole sind einige Strandabschnitte für das windige Vergnügen reserviert. Herrlich ist der Blick auf den See, der sich hier in seiner ganzen Weite zeigt – und nachmittags beleben Hunderte von bunten Surfsegeln das Wasser. Die Temperatur ist um ein, zwei Grad niedriger als im Süden, dafür ist es um die Sauberkeit besser bestellt, Motorboote sind zudem verboten.

Westufer

Zu den schönsten Stränden gehören der lange Kiesstrand von Limone und die zahlreichen Strände im Gebiet La Valtenesi im Südwesten. Abseits vom Massentourismus badet man im versteckt gelegenen Campione del Garda, relativ ruhig geblieben sind auch die zwei Strände um den hübschen Ort Garg​nano.

Ostufer

Der Norden zwischen Torbole und Torri del Benaco ist mehr oder minder ein einziger langer, schmaler Kiesstrand, teilweise vom Autoverkehr beeinträchtigt, oft aber auch abgeschirmt von der Straße. Ab Garda ändert sich das Bild, die Strände werden breiter und massentauglich, Bardolino und Lazise gehören zu den beliebtesten Badeorten am See, hier liegen auch die größten Campingplätze.

Südufer

Die Strände um Peschiera del Garda sind lang und bestens besucht, es gibt zahlreiche Campingplätze. Das idyllische, jedoch vom Massentourismus überrollte Sirmione besitzt dank seiner unvergleichlichen Lage auf einer nadelförmigen Halbinsel mehrere gute Strände und Bademöglichkeiten. Seit ein Zugangsweg gebaut wurde (früher musste man Hunderte von Metern durchs Wasser waten), ist der „Geheimtipp“ Jamaica Beach an der Spitze der Landzunge der neueste Hit.

Seen im Umkreis

Der Lago di Tenno gilt als einer der schönsten Seen im Alpenraum. Damit das auch so bleibt, ist nur an einer einzigen Uferstelle das Baden erlaubt.

Am ruhig gebliebenen Lago di Ledro oberhalb von Riva laden Kiesstrände und Liegewiesen zum Baden ein, einige Campingplätze liegen direkt dahinter.

Abwechslung bringt ein Abstecher zum Idro-See, und ein ganz spezielles Badevergnügen bieten die zwei 30 und 34 Grad warmen Thermalseen im Parco Termale del Garda bei Lazise.

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