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Gomera
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Gomera

Orientiert auf Gomera

Orientiert auf Gomera

Gomera ist …

… die drittkleinste Kanareninsel

Nach La Graciosa, das erst 2018 als offizieller Teil des Archipels anerkannt wurde, und El Hierro ist La Gomera die drittkleinste Insel der Kanaren. Fast kreisrund und zerfurcht von vom Zentrum ausgehenden Schluchten liegt sie im Atlantik und lockte mit ihrer unberührten Natur, den Palmenhainen, Bananenplantagen und der einfachen bäuerlichen Lebensweise in den 1970er-Jahren die Hippies, die die Insel für sich entdeckten und noch immer prägen.

… grün und vielseitig

Die Highlights der Insel offenbaren sich in ihrer einzigartigen und vielseitigen Natur. Im Zentrum erstreckt sich der als Nationalpark Garajonay geschützte, geheimnisvolle Nebelwald mit seinen knorrigen Lorbeerbäumen. Er brachte der Insel den Beinamen Isla Mágica ein. Am Rande der zentralen Hochfläche ragen schroffe Felsnadeln aus dichtem Grün, Zeugen einstiger vulkanischer Aktivitäten, beliebte Wanderziele und Fotomotive. Im Norden erstreckt sich das satte Grün auch auf den mit Bananen, Mangos oder Avocados bepflanzten Ackerterrassen bis zu den schwarzen Steinstränden hinunter, während die trockene Küste im Süden mit den unterschiedlichsten Wolfsmilchgewächsen ein wüstenhaft-karges Bild abgibt.

… ein Wanderparadies

Die verschiedenen Vegetationszonen zwischen Küste und hochgelegenem Inselzentrum, Ziele wie der Tafelberg La Fortaleza und das abwechslungsreiche Relief der Insel lassen passionierte Wanderer sogleich ihre Stiefel schnüren. Die Kanaren sind zudem bekannt für ihr mildes Klima. Und wenn

es in den Sommermonaten doch zu heiß wird an den Küsten Gomeras, lockt der schattig-kühle Nebelwald.

... mythisch

Die Guanchen oder Alt-Gomeros haben auf der Insel ebenso ihre Spuren hinterlassen wie die Konquistadoren und Kolumbus. Auch wenn gerade das Leben der frühen Bewohner Gomeras nicht vollständig erforscht ist, haben sich einige ihrer Geschichten und Mythen erhalten, wie die von Gara und Jonay, dem Liebespaar, nach dem der Nationalpark benannt ist.

... (wieder) traditionsbewusst

Bis heute ist das Kulturprogramm auf Gomera überschaubar, aber nicht uninteressant: Urige Orte, kleine Museen, Kunsthandwerk und Spezialitäten sorgen für Abwechslung. Dabei engagieren sich mittlerweile die Inselregierung, aber auch Vereine und Initiativen dafür, dass inseltypische Traditionen erhalten bleiben und Besuchern zugänglich sind. Die Pfeifsprache El Silbo, die fast in Vergessenheit geraten wäre, wird heute wieder an der Schule unterrichtet, und den Hirtensprung, den Salto del Pastor, bei dem sich die Ziegenhirten mithilfe eines langen Stabes durch die steilen Barrancos beweg(t)en, können Besucher sogar bei einer geführten Tour lernen.

... nicht massentauglich

Für einen klassischen Strandurlaub lohnt sich die Anreise nach Gomera nicht, zu wild und schroff sind Bran-dung und Küste. Dies ist wohl der

Hauptgrund, warum es hier im Gegensatz zu den meisten anderen Kanareninseln weder Massenunterkünfte noch reservierte Strandliegen gibt. Die kleinen, versteckten Buchten geben dennoch gute Ausflugsziele ab, und wer mit Blick aufs Meer ungestört seinen Gedanken nachhängen möchte, ist hier genau richtig.

... ein Paradies für Meeresforscher

Bereits auf der Überfahrt mit der Fähre lohnt es sich, die Augen offen zu halten. Denn oft kann man nicht weit draußen im Atlantik eine Gruppe der gemütlich dahindümpelnden Pilotwale sehen, oder Delfine reiten auf der Bug- oder Heckwelle des Schiffes. Im Valle Gran Rey laufen vom Hafen in Vueltas mehrere Ausflugsboote zum sanften Whalewatching aus. Die Chance, Meeressäuger wie Fleckendelfine oder einen Brydewal zu sehen, ist sehr groß. Und während man nach den großen Wasserbewohnern Ausschau hält, kann man die lustigen Gelbschnabelsturmtaucher bei ihren Fischfangmanövern beobachten.

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