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Cafes

Die schönsten Kaffeehäuser

Es gibt viele wunderschöne Kaffeehäuser – Wir stellen Ihnen einige der schönsten und skurrilsten davon vor.

Milch

Bio/Regional: Milch  Individueller und auf sanfte Weise die 50er-Jahre zurückholend gibt sich diese Neueröffnung inmitten der Hauptschlagader des Portugiesischen Viertels in der Ditmar-Koel-Straße. Nico Ueckermann hat die alten Fliesen wieder zum Leuchten gebracht und das minimalistisch eingerichtete Innere stilvoll an die Nachkriegszeit angepasst. Umso schöner, dass der einstige Milch- und Tante-Emma-Laden heute hervorragende Wachmacher anbietet, (nicht nur) im Sommer sogar in Iced-Varianten, und die meisten Zutaten dafür aus dem Umland kommen. Beeindruckend auch die drei unterschiedlichen Espressoröstungen, die dank direct trade (= faire Entlohnung der Bauern) sogar sozialverträglich sind. Der Kaffeedealer des Portugiesenviertelchens! Mo–Fr 8.30–18 Uhr, Sa/So ab 10 Uhr. Ditmar-Koel-Straße 22, Tel. 20949035.

ahoi/Strandkiosk

Steigt man die Treppe zwischen dem ahoi und der Strandperle hinauf, befindet sich einige Schritte weiter rechts das Süßwasser, links liegt die Övelgönner Seekiste (nach Nr. 60 geht’s rein!). Eine Besichtigung dieses kleinen Museums mit seinen maritimen Schätzen und Seemannsgarn ist nur im Rahmen einer mindestens 45-minütigen Führung möglich (Erw. ca. 8 €, Kinder von 3 bis 14 J. ca. 7 €, Anmeldung unter Tel. 0171-200450, www.seekiste.org). Dabei kann man sich ggf. einer größeren Gruppe anschließen und Eintritt sparen. Telefonisch ist die Inhaberin Ursula Lührs nicht immer zu erreichen, weswegen ich per Mail nachfragen würde.

Café Leonar

Danach befindet man sich bereits im Herzstück des Quartiers: dem Grindelhof. Wer sich rechts hält, kann bei Nr. 59 in ein gut besuchtes jüdisches Café einkehren: das Leonar. Läuft man links, trifft man bald auf die Talmud-​Tora-Realschule (Grindelhof 30) mit ihren traurigen Stolpersteinen davor. Erst 2004 gelangte das Gebäude wieder in den Besitz der jüdischen Gemeinde. Karl Kaufmann, der mächtigste und einer der skrupellosesten Nazis Hamburgs (→ Stadtgeschichte), hatte sich 1939 für die Schließung ausgesprochen. Seit 2007 wird in dem Gebäude endlich wieder unterrichtet. Aber Vorsicht: Fotografieren Sie die Talmud-Tora-Schule besser nicht! Während meiner Versuche, das Gebäude ins allumfassende Licht zu setzen, wurde ich zunächst für einen Terroristen und schließlich für einen Pädophilen gehalten. Gerade im Grindelviertel kommt man nicht darum herum, mit der deutschen Vergangenheit konfrontiert zu werden …

Zuckermonarchie

Mein Tipp: Zuckermonarchie  Das hat auf dem Kiez noch gefehlt! In einer Seitenstraße zu Beginn der Reeperbahn werden kleine „Konditoreigeschichten“ saisonal-regional angeboten, sprich: Cupcakes oder Mousse-Törtchen, aber auch etwas aufwändiger gemachte Tartes und Kuchen. Dafür leistet man sich zwei Konditoren, einen Mann und eine Frau. Der Städtereisende kann in einem der drei Räume ausruhen, die ein bisschen Pink, ein bisschen Stuck und ein bisschen Chichi mit vorsichtig monarchischem Touch bieten. Sehr löblich und sinnvoll für Allergiker: Die jeweiligen Zutaten werden angegeben, ebenfalls die „Zusatzstoffe in unseren Farbstoffen“. Schön sind dann noch das antiquarische Geschirr und das sehr reichhaltige und frische Frühstück am Wochenende („Katharina die Große“, 10–14 Uhr) zu ca. 25 € zu zweit (unbedingt reservieren auf zuckermonarchie.de!). Mi–Fr 11–19 Uhr, Sa/So 10–18 Uhr. Taubenstr. 15.

Café Johanna

Mein Tipp: Café Johanna  „Gesund und lecker statt billig und ätzend“ ist das Motto dieses kultigen Cafés am Venusberg. Mit blau-weißen Geschirrtüchern dekorierte Pulte und Schulstühle („Wir wollten nicht zu viel in die Einrichtung investieren“) schaffen eine angenehme Atmosphäre. Der immer frische und nicht ganz so übliche Mittagstisch zwischen 12 und 15 Uhr (z. B. Linsensalat mit Fenchel-Möhrengemüse oder hausgebackene Quiche) trägt seinen Teil dazu bei. Zumal hier überwiegend Bioprodukte und Zutaten aus dem Umland verwendet werden. Das wissen die Gäste zu schätzen, weswegen hinter den großen Schaufenstern des ehemaligen Zeitungskiosks stets was los ist. Im Sommer kann man sein Frühstück (10–15 Uhr), darunter sogar ein ayurvedisches mit Hirse-Buchweizen-Brei und hausgemachtem Himbeerkompott, oder seinen Kuchen auch draußen einnehmen. Kinder sind ausdrücklich willkommen! Mo–Fr 9–16 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr. Venusberg 26, Tel. 38645278, www.cafejohanna.de.

Café Paris

Mein Tipp: Café Paris  Ein großartiges Café mit weltstädtischem Flair – und tatsächlich eines der wenigen, das man in der Altstadt vorbehaltlos empfehlen kann. Das wissen leider sehr viele, weswegen es häufig voll ist. Auch die summende Gesprächskulisse muss man mögen. Dann jedoch wird man das Ambiente in der ehemaligen Schlachterei unter originalen Jugendstilkuppeln von 1882 genießen und lustvoll die Kreationen der hauseigenen Konditorin verzehren. Sehr gut sind z. B. die Macarons! Beliebt ist außerdem die große Frühstücksauswahl, samstags und sonntags sogar bis 16 Uhr (ca. 9 bis 17 €). Wer Hauptgerichte oder Austern zu essen wünscht, wird auf der „Carte du Jour“ fündig. Mo–Fr 9–23 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen geht es um 9.30 Uhr los. Rathausstr. 4, Tel. 32527777, www.cafeparis.net.

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