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Kopenhagen

Essen gehen

Essen gehen
Was gibt’s wann?

Warme Küche gibt es in aller Re­gel nur bis 22 Uhr, in manchen Res­tau­rants so­gar nur bis 21.30 Uhr. Hat man seine Be­stellung bis dahin abgegeben, kann man allerdings mindestens bis 23 Uhr sit­zen bleiben, am Wochenende auch mal bis Mitternacht oder 1 Uhr. Re­sü­mee: Spät essen geht nicht in Ko­pen­ha­gen.

Mittags gibt es in den meis­ten Res­tau­rants etwas andere Ge­rich­te als abends, und das zu güns­ti­ge­ren Preisen. Das Ganze nennt sich Fro­kost (eigentlich Frühstück), wobei mit­tags durchaus bis 16 Uhr heißen kann, be­ginnend ab 11.30/12 Uhr.

Neue nordische Küche

An­ge­sto­ßen wurde die Entwicklung von René Redzepi und Claus­ Meyer, den Ei­gentümern des hoch de­ko­rier­ten Ster­ne­restaurants Noma. Deren Devise, mit re­gionalen Pro­duk­ten der je­weiligen Jah­res­zeit zu ko­chen, wurde von allen Spit­zenlokalen der Stadt über­nom­men, fin­det aber auch in im­mer mehr er­schwing­li­che­ren­ Eta­blisse­ments An­hän­ger. Überall in der Stadt haben in den letzten Jah­ren neue Res­tau­rants mit einem hohen Qua­litäts­anspruch bei mo­derat ge­ho­be­nen Prei­sen auf­ge­macht. Oft werden nor­dische Gerichte da­bei mit Ele­men­ten aus der asia­ti­schen oder me­di­ter­ra­nen Küche kom­bi­niert. Das Resultat: leich­te Ge­rich­te mit ei­nem Schwer­punkt­ auf Mee­reszutaten.

Schnelle Snacks für un­ter­wegs

Das berühmte Smør­re­brød ist kein ein­faches But­ter­brot (smør = Butter). Viel­mehr zeigt sich auch hier die dänische Vorliebe für das kunst­volle Ornament. Roggenbrot bil­det nur das Fundament für mehrere Schich­ten aus schmack­haften Zutaten wie Fisch, Fleisch, Käse, Eiern und Ge­mü­se – in Hunderten von Variationen.

Pølser sind dänische Hotdogs. Sie be­stehen in ihrer klas­sischen Kom­bi­na­tio­n aus roter Wurst zwi­schen zwei Bröt­chen­hälf­ten, Senf, Re­mou­la­de und Ket­chup, ge­rös­te­ten Zwie­beln und einer Schicht ein­ge­leg­ter Gur­ken­schei­ben. Ihr Ver­zehr er­fordert gro­ße Ge­schick­lich­keit – Kleck­se auf Schu­hen oder Ober­be­klei­dung kenn­​­zeich­nen den An­fän­ger. Die sym­pa­thi­schen Hot­dog-Wa­gen (Pølse­vogn) trifft man über­all dort, wo vie­le Men­schen sind, etwa an U-Bahn-Aus­gängen der Innen­stadt.

Supermärkte und Einkaufszentren

Es gibt tau­send Gründe, einen Super­markt zu brau­chen. Sparen ist dabei nicht der unbedeutendste, denn Kopen­hagen, wir wiederholen uns, ist teuer: Für einen Capuc­cino sind gut und gerne 5 Euro fällig. Zwei Supermärkte werden Ihnen auf Schritt und Tritt be­gegnen: die Discounter Netto und Fak­ta, die ein ähn­liches Sortiment ha­ben wie ihre deut­schen Pendants. Seltener und besser sind die Läden der auf Bio-Pro­dukte spezialisierten Kette Irma, in denen man auch hochwertige Take-away-Ge­richte be­kommt – für den Fall, dass eine Mikro­welle in der Unterkunft ist. Field’s (in Ørestad, Arne Jacobsens Allé 12) und Fisketorvet (Kalvebod Bryg­ge 59; S-Bahn­station Dybbølsbro) wie­de­rum sind die größten Malls der Stadt und durch­aus einen Besuch wert, da ge­räumig und nicht überlaufen. Und wenn Sie schon mal im Field’s sind, könnten Sie auch bei Bilka vor­bei­schau­en: ein rie­si­ges Wa­renhaus mit gro­ßer, dabei recht güns­tiger Lebens­mit­tel­abteilung.

5 Tipps für 5 Abende

Gorilla: Feines Restaurant im neuen In-Viertel Kødbyen, typisch dänische Mi­schung aus gemütlich und elegant. Häu­fig wechselnde, originelle Gerichte auf Basis von Fisch und Pasta. Gut auf­gelegtes Pub­li­kum, sehr freund­liche, schnelle Bedie­nung.

Madklubben: In Vesterbro, immer voll, immer gut. Leicht ge­ho­be­nes Inte­rieur bei offener Küche. Eher junges Pub­likum. Leichte me­di­ter­rane Küche mit dänischem Ein­schlag.

Granola: Im zurückhaltenden Stil der 1930er-Jahre eingerichtet, wenige Ge­rich­te, dafür fast täglich andere. Die Mu­scheln sind ein Gedicht.

Atlas Bar: In einem Souterrain mitten im Latinerviertel, ge­mi­sch­tes Publikum aus Studenten und äl­teren Bohemiens. Relativ günstig, ori­gi­nell und lecker. Leb­hafte Atmosphäre.

Reffen: Streetfood, wie man es sich ins­pirierender nicht vorstellen kann. Man sitzt auf Bierbänken weit draußen am Inneren Kanal auf Refshaleøen und holt sich sein Essen an bunten Ständen zwischen aufgestapelten Containern.

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