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Kopenhagen

Orientiert in Kopenhagen

Stadt und Stadtviertel
Stadt der Kanäle

Kopenhagen liegt am Öresund, der Mee­r­enge zwischen der größten dä­ni­schen Insel Seeland und dem schwe­di­schen Festland. Im westlichen Teil der Stadt an der Ostküste Seelands sind die Alt­stadt und die drei sog. Brücken­vier­tel Nørre­bro, Vesterbro und Østerbro tou­ristisch interessant. Der östliche Teil der Stadt erstreckt sich über die Insel Amager sowie kleinere Insel­chen, sog. Holme. Das in­ner­halb von Ko­pen­ha­gen ge­le­ge­ne Fre­de­riksberg (105.000 Einw.) ist eine ei­gen­ständige Kommune, wird aber wie ein Stadtteil von Ko­pen­ha­gen wahr­ge­nom­men.

Die Insel Amager wird durch einen brei­ten Kanal, den Inneren Hafen (In­der­ha­vnen), von der Altstadt ge­trennt. Tou­ris­tisch interessante Stadt­teile jen­seits dieses kanalartigen Ha­fens sind z. B. das ursprünglich selbst­ständige Chris­tianshavn mit der alternativen Wohn­siedlung Chris­tiana, das ehe­ma­li­ge mi­li­tärische Sperrgebiet Hol­men, auf dem sich die Oper befindet, das neue Stadt­viertel Øre­stad und Is­lands Bryg­ge mit Park und kos­ten­lo­sem Freibad.

Dass Ko­penhagen mit seinen rund 720.000 Ein­woh­nern – inklusive des geo­grafisch ein­ge­glie­der­ten, aber poli­tisch eigenständigen Fre­de­riksberg – im Kern recht klein ist, tut seinem Reiz kei­nen Ab­bruch. Ko­pen­hagen war schon im­mer das kul­tu­relle und wirt­schaft­liche Zent­rum des Lan­des, aber heute ist die dä­ni­sche Haup­tstadt auch an­zie­hend. Im Übrigen: Nimmt man die Vor­or­te hin­zu, und das muss man, weil täg­lich Hun­derttausende in die Hauptstadt pendeln, so sind es doch 1,3 Mio. Men­schen, die sich im Ballungsraum Ko­penhagen tum­meln. Die Stadt brummt, das merkt man an jeder Ecke. Die Bevölkerungsdichte be­trägt stattliche 7800 Menschen pro Qua­dratkilometer, was in etwa der in der Innenstadt von München entspricht.

Altstadt

Rathausplatz, Tivoli und Haupt­bahnhof bil­den den Auf­takt zur Alt­stadt, der be­rühmte Ka­nal Ny­havn mar­kiert auf der an­deren Se­i­te den Schluss­punkt. Ne­ben der Uni­ver­sität und der 1,1 Ki­lometer lan­gen, lei­der aber stel­len­weise recht düs­te­ren Fuß­gän­ger­zo­ne Strøget sind es mehr und mehr das tren­dige La­ti­ner­viertel mit seiner stu­den­tisch ge­präg­ten Knei­penszene sowie die bunte Fla­nier­meile Stræ­det, die die Men­schen in die Alt­stadt zie­hen.

Brückenviertel

West­lich der Alt­stadt durch­zie­hen die drei Stauseen Sankt Jørgens Sø, Peb­li­n­ge Sø sowie Sortedams Sø die Stadt und grenzen die sog. Brü­cken­vier­tel (Bro­kvarterer) ab: Nørrebro ist das mul­ti­kulturelle Zentrum Ko­pen­ha­gens und dank neuer Cafés, Clubs und Bou­tiquen auch als Ausgehziel sehr be­liebt. Das Wohnviertel Østerbro gilt als feine Ad­resse und besitzt mit dem po­pu­lären Fæl­l­edparken die größte Grün­fläche der Stadt. Vesterbro, das frühere Rotl­ich­t­vier­tel hinter dem Haupt­bahn­hof, hat sich rund um die Ver­gnü­gungs- und Ein­kaufsmeile Is​­te­d­ga­de zum aufre­gen­den In-Viertel ge­wandelt. Kød­byen, das Schlacht­hof­ge­län­de nahe dem Haupt­bahn­hof, bie­tet ei­nen attrak­tiven Mix aus tr­a­di­tio­nel­len Fleisch­be­trieben so­wie neuen, ex­pe­ri­men­tierfreudigen Res­tau­rants, Clubs und Galerien.

Christianshavn

Östlich des Inneren Hafens (In­der­ha­v­nen) breitet sich Christianshavn aus, das wie die Altstadt zum Stadtteil Indre By ge­hört, aber geografisch auf der In­sel Ama­ger liegt. Die früher grau­e Vor­stadt prä­sen­tiert sich heute be­sonders am schö­nen Chris­tians­havns Kanal als le­ben­di­ges Wohn- und Fla­nier­viertel. Be­rühmt ist Chris­tians­havn wegen des Al­ter­na­tivtraums Chris­tiania und der Turm­spitze der Vor Frelsers Kirke, die man auf der Au­ßenseite des Turms über ei­ne enge Wen­deltreppe besteigen kann.

Außerhalb des Zentrums

Frederiksberg ist für seine schönen Alleen und die alten Villen bekannt, der Schloss­park gehört zu den beliebtesten Ruhe­oasen der Kopenhagener.

Auf der Insel Amager befindet sich mit dem Viertel Islands Brygge der jüngste Neu­zugang auf der Must-see-Liste der Hauptstadt: Ein kleiner, gemütlicher Park am Inneren Hafen, zu dem auch ein be­liebtes Schwimmbad gehört, ist im Som­mer das neue Freizeitziel vieler Ko­pen­hagener.

Wie sich das neue Stadtviertel Ørestad entwickeln wird, ist noch nicht ganz klar: Als Stadt der Zukunft konzipiert, macht das Viertel bisher zwar mit spek­takulären Renommierbauten von sich reden, doch als intakter, lebendi­ger Ort ist es noch nicht zusammen­ge­wach­sen.

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