Essen und Ausgehen

Essen und Ausge­hen
Lübeck kulinarisch

Die Kö­ni­gin der Hanse besteht nicht nur aus Mar­zipan und Rotspon. In Lü­beck gibt es drei (!) Ster­neköche, erst­klas­si­ge Fisch­restau­rants, inter­natio­nale (Spit­zen-)​​Küche und gute Lokale für regio­na­le Gerichte, außer­dem: stil­volle und sty­lische Cafés für die Ku­chen- und Tor­ten­fraktion.

Ju­gend­li­che und Jung­ge­blie­bene zieht es zu einem sehr guten Lat­te macchiato in die läs­si­ge Cole Street oder in das ve­gane Café Erdapfel. Sehr gut frühstü­cken kann man im Grenadine in der Alt­stadt und in der Strandperle in Trave­münde. Die besten und abgefah­rensten Eis-Erfindungen bekommt man im Soulmade.

Und wer wirk­lich nur seinen Marzi­panvorrat auf­füllen mag, kann nicht nur bei Niederegger, sondern auch im winzigen Laden von Mest ein­kau­fen. Dort gibt es das Mandelmus sogar in Bio-Qualität …

5 Einkehr-Tipps

Schabbelhaus: Sicher, zu zweit zahlt man 70 Euro, doch die gediegenen Räum­lichkeiten und die feinen italieni­schen Speisen sind diese Ausgabe wert. Wer möchte, kann den günstigeren Mit­tagstisch ausprobieren.

Leo’s Juice & Burger: Reden wir nicht lange herum! Hier gibt es die mit Ab­stand besten Burger der Stadt, und das (Hipster-)Lokal kann es sogar mit den Hamburger Läden dieser Kategorie auf­nehmen. Auch die selbstkreierten Säfte, serviert in Marmeladengläsern, sind sehr gut.

Balthazar: Ein ganz anderes Klientel zieht die Sterneküche von Oliver Pfah­ler in Travemünde an. Wer sich noch nie in diese hohen kulinarischen Ge­filde begeben hat, kann hier ein 4-Gänge-Menü zu gerade einmal 59 Euro testen. Das ist deutschlandweit einzig­ar­tig.

Holstein’s: In diesen Räumen haben be­reits die Manns gespeist. Und heute? Her­vorra­gender Meerblick, an­ge­neh­mer Ser­vice, sehr gute (Fisch-)Speisen.

Engelsbäckerei: Der ideale Koffe­in­auf­ent­halt in der Großen Peters­grube! Man genießt die her­vor­ragenden Brownies und Tartelettes und stellt sich vor, wie sei­nerzeit die Pfer­de­kar­ren hier vorbei­hol­perten.

Kultur- und Nachtleben

Die be­lieb­teste Stadt Schleswig-Hol­steins ist seit der Jahr­tau­send­wende zu einem klei­nen Kultur­zen­trum auf­ge­stie­gen. Scien­ce-, Preacher- oder Poetry-Slams sind ge­nauso populär wie die vielen (klei­nen) pri­va­ten Theater – sogar ein Zau­bertheater gibt es –, die über den gesamten Alt­stadt­hügel ver­streut sind.

Dann sind da noch die zahllosen Events, von denen der stilvolle Weih­nachts­markt vor der UNSECO-Kulisse die meisten Besucher anzieht. Andere kom­men wegen der Travemünder Wo­che, immerhin die zweit­größte Se­gel­re­gatta der Welt. Mir ge­fallen die et­was un­be­kannteren Ver­an­stal­tungen bes­ser: die Große Kiesau Li­te­ra­tur­nacht etwa, die in 18 privaten Wohn­häusern stattfindet. Auch das Trave­jazz-Fes­ti­val braucht sich nicht zu ver­steck­en: 2018 geht es bereits in die fünfte Runde.

Selbst die Club- und Kneipendichte ist für eine kleine Großstadt be­acht­lich. Neben Kneipen mit Livemu­sik und dem legendären Tablequiz im Tonfink ist mit einigen echten Kult­clubs auch für richtige Discogänger das Passende dabei.

5 Tipps für 5 Abende

Dietrich’s: Ganz klar, wer gepflegt Cock­tails in Gin-Varianten trinken will, kommt hierher. Der Barmixer war be­reits bei den Europameisterschaften.

Kulturwerft Gollan: Das neue Kultur­zentrum wird immer beliebter. Warum? Industrieflair trifft auf Backstein­charme – und bisweilen sehr besondere Events.

Strandsalon: Eine gut gemachte Som­mer­location und einzigartig in Lübeck. Man chillt in beachartiger Atmosphäre vor der Silhouette der Altstadtinsel.

Treibsand: Wer nach fetzigen Livekon­zerten sucht, die sogar ziemlich günstig sind, wird in den etwas abgeranzten Räumen einer alternativen Wohn­wa­gen­siedlung fündig.

Poetry- und andere Slams: Ich mag das, wenn man mit Worten gegeneinander „kämpft“. Die besten Schlachten dieser Art rocken im Filmhaus über die Büh­ne. Der hervorragende Preacher-Slam (Popen gegen Poeten) steigt aller­dings in St. Petri.

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