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Latium mit Rom
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Latium mit Rom

Orientiert im Latium

Orientiert im Latium
Das Latium ist ...
… eine Region mitten in Italien

Und zwar buchstäblich. Die Region Latium liegt ziemlich genau auf halber Höhe des italienischen Stiefels. Im Westen grenzt sie ans Tyrrhenische Meer, im Osten liegen die Nachbarregionen Umbrien, Abruzzen und Marken. Größte Stadt im Latium ist die Stadt schlechthin: Rom.

… mehr als nur Rom

Die Ewige Stadt genießt so viel Aufmerksamkeit, dass das Land um die Metropole bis heute fast touristische Terra incognita ist. Besonders gegenüber der berühmten Nachbarregion Toskana sind die Touristenzahlen im Latium fast lächerlich gering. Für Menschen, die sich gerne abseits der großen Touristenscharen bewegen, birgt das den unschätzbaren Vorteil, dass alles eine Nummer kleiner, entspannter und authentischer daherkommt. Das „echte“ Italien eben, weniger Nepp, realistische Preise und Sehenswürdigkeiten, die man auch mal für sich alleine hat. Ausgeprägter ist der Tourismus nur an der Küste, am Bolsena-See und im Dunstkreis der Hauptstadt (Albaner Berge, Tivoli, Frascati). Zur Region Latium gehören auch die der Küste bei Formia vorgelagerten Pontinischen Inseln im Tyrrhenischen Meer. Von den sechs Inseln des Archipels sind nur zwei bewohnt: Ponza und Ventotene, beides beliebte Ausflugsziele für Wanderer und Naturliebhaber.

… eine uralte Kulturregion

Wer ins Latium kommt, wandelt auf den Spuren alter Kulturen, insbesondere der Etrusker. Das Volk, über das man bis heute wenig weiß, hat faszinierende Zeugnisse hinterlassen, vor allem solche seiner Grabkultur: Ob man an einem flirrend heißen Tag zwischen

den überwucherten Grabstätten von Cerveteri umherstreift, bei Tarquinia farbenprächtig bemalte Kammern inspiziert oder in Vulci die sich überlagernden Ruinen von Etruskern und Römern erkundet – immer hat man das Gefühl, in eine andere Zeit versetzt worden zu sein.

… Wirkungsort berühmter Ordensleute

Das Wirken des hl. Franziskus in und um Rieti brachte vier Klöster hervor, die in abgeschiedener und teils spektakulärer Lage bis heute Erhabenheit ausstrahlen: Poggio Bustone, Fonte Colombo, La Foresta und Gréccio, das einem Adlerhorst gleich unterhalb eines Felsüberhangs an der Steilwand zu kleben scheint. Dem hl. Benedikt und seinem Orden verdankt das Latium die Abtei von Farfa und die zwei Klöster von Subiaco mit ihren farbenprächtigen Fresken. Die Zisterzienser schließlich schufen die monumentalen Abteien von Fossanova und Casamari.

... einfach köstlich

Das Latium ist eine Gegend für Genießer. In der Region wird ein fantastisches, kräftiges Olivenöl produziert, das man z. B. in Canino und Itri in 5-Liter-Kanistern günstig erstehen kann. Kleine, feste und schmackhafte Linsen gibt es auf Ventotene und in der Gegend um Onano. Den köstlichen Mozzarella di Bufala gibt es überall zu kaufen. Auch anderen Käse in hervorragender Qualität und großer Auswahl bietet nahezu jedes Feinkostgeschäft, aber auch jeder noch so kleine Supermarkt an. Die Anzahl hochwertiger Weingüter ist groß, eine typische Rebe ist der Cesanese, der insbesondere um den Ort Piglio, aber auch bei Anagni gedeiht und einen rubinfarbenen, eher leichten, zu vielen Gerichten passenden Wein hervorbringt.

... ein unerwartetes Inselparadies

Regelrecht süditalienisches Flair verströmen die weit draußen im Meer liegenden, bei schönem Wetter dennoch von der Küste zu erahnenden Inseln Ponza und Ventotene. Ihre von farbenfrohen Häusern geprägten Hafenorte mit schmalen, steilen Gassen sind Ausgangspunkt für Wanderungen und Spaziergänge, die mit duftender Vegetation und fantastischen Ausblicken auf weiße Segel im blauen Meer belohnen. Wer danach Hunger verspürt, kann in zahlreichen guten Restaurants und Trattorien einkehren, frischen Fisch und deftige Pasta genießen. Römische Zisternen, Ruinen antiker Villen und Bourbonenpaläste sorgen für kulturelle Abwechslung. Die Gefängnisinsel Santo Stefano bei Ventotene gilt manchem gar als Geburtsstätte der Idee Europa.

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