Sightseeing-Klassiker

Am Tejo

Praça do Comércio: Mit seinen gleich­mäßigen Arkaden, dem Triumph­bogen und der zum Tejo geöff­neten Seite für mich einer der schöns­ten Plätze welt­weit. Besonders schön, wenn man hier per Schiff ankommt – mein erster Ein­druck überhaupt von Lissabon und bis heute unvergesslich. Die überteuerte Multimedia-Aus­stel­lung Lisboa Story Center kann man links liegen lassen, aber man sollte auf den Triumphbogen hinauf, um die Aussicht auf den Platz zu genießen.

Torre de Belém: Das Fotomotiv Lis­sa­bons schlechthin. Von außen ab­solut se­hens­wert, im Inneren dagegen karg und den gesalzenen Eintrittspreis nicht wert. Wer dennoch reinmöchte, sollte sich ähnlich wie beim Mosteiro dos Je­ró­nimos auf lange Wartezeiten ein­stel­len.

Auf den Hügeln

Elevador de Santa Justa: Der Aufzug mit seiner schönen pseudogotischen Ei­sen­konstruktion verbindet Unter- und Oberstadt und ist eines der Wahr­zei­chen Lissabons. Ich selbst verwende ihn praktisch nie, da mir die Schlange vor dem Eingang zu lang ist und ich schneller zu Fuß oben angelangt bin. Mein Tipp: nach unten fahren, denn da ist die Aus­sicht genauso gut und man muss nur selten warten.

Castelo de São Jorge: Der Rundum-Blick von der Burg gehört einfach zu einem Lissabon-Besuch dazu. Auf den Zinnen des Kastells versteht man, wa­rum gerade hier die ersten Sied­lun­gen der Stadt entstanden sind. Mehr zur Stadtgeschichte erfährt man in inte­res­santen Ausstellungen im In­ne­ren. Die Lage auf einem der höchs­ten Hü­gel der Stadt hat neben dem gran­diosen Blick noch einen anderen Vor­teil: Man kann anschließend ent­spannt bergab durch die Alt­stadt­gassen der Alfama schlen­dern.

Miradouro Nossa Senhora do Monte: Nach der Burg der bes­te Aus­sichts­punkt der Stadt. Nachts aller­dings et­was ver­lassen, dann ziehe ich den be­nach­barten Mira­dou­ro da Graça mit sei­ner Ter­ras­senbar vor.

Kirchen und Klöster

Sé Catedral: Mit ih­rem wuch­tigen roma­ni­schen Stil passt die Ka­the­drale bestens zur Burg. Al­ler­dings ist sie oft über­lau­fen, da hier so gut wie alle Tou­ris­ten­ auf dem Weg zur Burg einen Stopp ein­legen. Ruhiger ist’s im Kreuz­gang, wo es zu­dem noch in­teres­sante Aus­gra­bun­gen zu ent­decken gibt.

Mosteiro dos Jeróni­mos: Lissabon se­hen, ohne das Hie­ro­ny­miten-Kloster be­sucht zu ha­ben, geht nicht. Der Kreuz­gang ist Por­tugals architek­ton­isches Meis­ter­werk, stun­den­lang kann ich die re­gel­mä­ßigen und gleichzeitig ver­spiel­ten Bögen be­trach­ten. Und wenn die Son­nen­strahlen die Säu­len in der Kirche zitro­nen­gelb einfärben, lässt das mein Herz hö­her schla­gen.

Museen von Weltrang

Museu Calouste Gulbenkian: Die Kunst­sammlung gilt als Top-Sehens­wür­digkeit Lissabons. Restlos begeis­tern konnte sie mich allerdings noch nie, dafür ist sie mir ein wenig zu will­kürlich zusammengestellt. Sehr gerne besuche ich dagegen die beiden Mu­seums­cafés und den schönen Park.

Museu Nacional de Arte Antiga: Auch im Nationalmuseum der alten Künste wür­de allein das wunderbare Mu­seums­café den Besuch lohnen. Nicht min­der wunderbar ist die Ausstellung selbst: welt­bekannte Gemälde aus dem 14. bis 19. Jh., dazu eine „zweite Reihe“, die fast durch die Bank einen Blick wert ist. Mein Lieb­lings­museum in Lis­s­abon.

Museu Coleção Berardo: Eine Wucht ist auch die Sammlung mo­derner Kunst im Kulturzentrum von Be­lém. Zu­sam­men­ge­tra­gen hat sie der por­tu­gie­si­sche Ge­schäftsmann Joe Berardo, der sein Geld mit Diamanten in Süd­afrika ge­macht hat. Da kann er sich’s leis­ten, teure Kunstwerke zu sammeln …

Museu Nacional dos Coches: Der Neu­bau ist keine Schönheit, aber innen gibt es eine der weltbesten Kut­schen­samm­lungen zu sehen. Nicht zufällig das meistbesuchte Museum Portugals.

Unter Wasser

Oceanário: Ein bisschen ist es wie beim gelungenen Tauch­gang: Man kann ähn­lich gut ent­span­nen und be­kommt so­gar noch mehr Mee­res­ge­schöpfe zu Ge­sicht als im rich­tigen Tau­cherleben – sicher eines der besten Ozeanarien weltweit.

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