Ausflüge

Am Meer: Cascais

Strandpromenade: Knapp drei Kilo­me­ter lang kann man zwischen Estoril und Cascais am Meer entlangspazieren. Egal zu welcher Uhrzeit, in wel­che Rich­tung und bei welchem Wetter: Das macht Spaß! Nur wenn der At­lantik mal wieder hohe Wellen schlägt, soll­te man sich besser fern­halten.

Cidadela: Mächtige Mauern dominieren die Zitadelle von Cascais, die ab dem 14. Jh. in mehreren Bauphasen errichtet wur­de. Hinter den Festungsmauern liegt die ehemalige Sommer­residenz der por­tu­giesischen Könige, die heute von de­ren republikanischen Nach­fol­gern, den por­tugiesischen Präsi­denten, für Emp­fän­ge genutzt wird. Das von au­ßen eher un­schein­bare Ge­bäude war­tet im In­ne­ren mit feinen Fines­sen auf­: auf­wen­dig ver­zierte Stuck­decken, kunst­volle Holz­ar­bei­ten und so fort.

Casa das Histórias Paula Rego: Das Mu­seum in Cascais ist ganz der in Lis­sa­bon geborenen Malerin Paula Rego ge­wid­met. Ihre Porträts starker Frauen sind ungemein ausdrucksvoll und be­we­gen mich stets sehr. Man bekommt im Museum nur we­nige Bil­der zu se­hen, die aber werden in einem ar­chi­tek­tonisch über­ra­schen­den Neu­bau per­fekt in Szene gesetzt.

Farol Museu de Santa Marta: Ich liebe die­sen weiß-blau gestrichenen Leucht­turm von Cascais und das darin un­ter­ge­brachte kleine Museum. Wenn die Son­ne scheint und das Licht sich glei­ßend im Meer spiegelt, ist das Ur­laubs­ge­fühl perfekt.

Boca do Inferno: Einer meiner Lieb­lings­orte in der Region. Ich kann hier stun­den­lang zuschauen, wie die Gischt am „Höllenschlund“ unaufhörlich in die Hö­he schießt. Wenn es mir zu voll wird, spa­ziere oder radle ich einfach ein paar Kilo­m­eter an der herr­lichen Fels­küs­te von Cas­cais entlang Rich­tung Wes­ten.

Am Gebirge: Sintra

Palácio Nacional de Sintra: Er ist der letzte noch er­hal­tene Kö­nigspalast Por­tu­gals, des­sen Bau­sub­s­tanz auf das Mittel­alter zu­rück­geht. Aller­dings wur­de er in der Folgezeit im­mer wie­der um­gestaltet, so­dass er auf mich einen etwas zu­sam­men­ge­wür­fel­ten Ein­druck macht: viele Stile und ver­winkelte Räu­me. Die rie­sige Küche mit ihren auf­fälligen Ka­mi­nen sollte man aber nicht ver­passen.

Castelo dos Mouros: Die mittel­al­ter­liche Mauren­burg ist ein ganz be­son­derer Ort: Sie liegt hoch über Sintra in­mitten der Wälder und eröffnet einen herr­lichen Blick bis zum Atlantik. Auch wenn der Weg steil und an­stren­gend ist, sollte man am besten zu Fuß auf­steigen. So fühlt man sich ein bisschen wie auf einer Berg­tour. Eine kurze Pause loh­nen die Ausgrabungen am Burg­ein­gang.

Palácio Nacional da Pena: Auf dem Nachbargipfel steht mit dem neuen Kö­nigs­palast Sintras ein wahres Mär­chen­schloss, das im 19. Jh. in geradezu atem­beraubendem histo­ristischem Stil­mix erbaut wurde. Ebenso atem­be­rau­bend ist die Aussicht, den schöns­ten Blick hat man vom Ca­min­ho da Ronda, der den Palast auf einer win­digen Ba­lus­trade umrundet. Mir gefällt es aber im umgebenden Park am besten: Meine Touren dauern hier im­mer wieder viel länger als geplant, so viel gibt es zu sehen.

Quinta da Regaleira: Dieser ehemalige Privatpalast und sein Garten sind buch­stäblich mysteriös – im Boden ver­läuft ein Labyrinth geheimnisvoller Tun­nel. Nur eine Taschenlampe und etwas Zeit sollte man für die Ent­de­ckungs­tour mitbringen. Klaus­tro­pho­biker sollte man aber besser nicht sein.

Am Tejo-Binnenmeer: Almada

Fragata D. Fernando II e Glória: Der lie­be­voll restaurierte Großsegler, der einst als Schulschiff der por­tu­gie­si­schen Ma­rine diente, liegt in den Tro­ckendocks von Cacilhas südlich von Lissabon. Im Inneren kann man einiges über die portugiesische Schifffahrt zu Kolo­nial­zeiten lernen.

Cristo Rei: Die dem (berühmteren) Vorbild in Rio de Janeiro nachemp­fun­dene Christus­statue ist für die meisten Touristen der Hauptgrund, die Fähr­fahrt von Lissabon auf die Südseite des Tejo anzutreten. Tatsächlich ist der Blick von der Aus­sichts­plattform auf die Stadt, die Brücke des 25. April und das weite Binnenmeer des Tejo phä­no­me­nal. Ansonsten ist der Cristo Rei mit seinem römisch-katholischen Wall­fahrts­zentrum mein Ding nicht.

Cais do Ginjal: Am Ende dieses Hafen­kais war­ten zwei Ausflugslokale mit wun­der­barem Blick auf Lissabon. Die sind immer ein Erlebnis – und ins­be­sondere der ideale Ort, wenn man seinen letzten Abend in Lissabon beson­ders zelebrie­ren möchte. Um die Sicht auf das andere Tejo-Ufer voll und ganz auszukosten, schließe ich meist eine Fahrt mit dem Panorama-Aufzug Elevador da Boca do Vento zum Aussichtspunkt Miradouro Luís de Queiroz in der Alstadt von Almada an.

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