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Münster - Münsterland
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Münster - Münsterland

Orientiert in Münster und im Münsterland

… das Land rund um die „Stadt der Wissenschaft und Lebensart“

„Provinzialhauptstadt“ war der Titel, mit dem sich Münster von 1815 bis 1946 schmücken konnte. Als es mit Preußens Gloria und der Existenz der Provinz Westfalen vorbei war, wurde immer darauf gehofft, dass der Gang der Geschichte der Stadt noch einmal eine weitaus bedeutendere Rolle zuweisen würde. Schließlich war hier (und in Osnabrück) 1648 der Westfälische Friede geschlossen worden, der die Staatenordnung Westeuropas, wie wir sie bis heute kennen, auf den Weg brachte. Doch daraus wurde nach Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen nichts, denn zur Landeshauptstadt wurde Düsseldorf.

Die Aufteilung der Landesbehörden brachte Münster mit Regierungspräsidium und Landschaftsverband sowie Oberfinanzdirektion und Landesverfassungsgericht aber eine Reihe von Behörden und machte die Stadt zu der Beamten- und Universitätsstadt, die sie bis heute geblieben ist. Eine ganz auf Münster ausgerichtete Regionalplanung sorgte dafür, dass mehrere überregional bedeutende Museen in der Stadt angesiedelt wurden, dazu ein großes Theater mit allen Sparten im Programm. „Münster, Stadt der Wissenschaft und Lebensart“, lautet daher nicht umsonst heute der Claim der seit vielen Jahren wachsenden Stadt. Doch auch die vier Landkreise um die Stadt herum haben viel zu bieten und sind deshalb ebenso eine Reise wert.

… eine Parklandschaft mit Schlössern und Burgen

Wer das Münsterland erkundet, wird sofort die landschaftlichen Unterschiede zwischen seinen einzelnen Teilen erkennen. Von Norden kommend passieren Zugreisende einen Tunnel unter dem Hügelrücken des Teutoburger Waldes hindurch und landen im Tecklenburger Land. Von vielen Aussichtspunkten aus lässt sich der Blick auf die Münsterländer Parklandschaft genießen.

Das Ostmünsterland steht ganz klar im Zeichen der Pferdezucht, des Ackerbaus und der Obstplantagen. Ein kleiner Hügelrücken, der Stromberg, bildet die Wasserscheide zwischen Ems und Lippe und liefert auch hier eine idyllische Aussicht auf die flache Landschaft.

Im Südmünsterland geben sich die Schlösser, Burgen und Herrenhäuser gewissermaßen die Klinke in die Hand: Die „100-Schlösser-Route“ zählt zu den beliebtesten Radrouten Deutschlands und macht natürlich am Schloss Nordkirchen Station, dem „Versailles Westfalens“. Ein weiterer bekannter Adelssitz ist die Burg Hülshoff, wo die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff einige Zeit lebte. Im parkartigen Merfelder Bruch bei Dülmen ist die letzte Wildpferdeherde Deutschlands zu finden.

Den Blick ins Westmünsterland machen die Baumberge, das „Gebirge“ des Münsterlandes mit Gipfeln bis zu 190 m Höhe, möglich. Auch dort bestimmen Pferde, Äcker, Ställe und Obstwiesen die Szenerie.

… auch Industrieregion

Besonders das Westmünsterland war über Jahrhunderte von der Textilherstellung geprägt, Tuchwaren waren der erste „Exportschlager“ der Region. Verkauft wurden sie lange Zeit von den „Tüötten“, die als reisende Kaufleute durch halb Europa zogen. Ab etwa 1850 florierte dann ein Jahr​hundert lang die industrielle Textilherstellung. Seit den 1980er-Jahren ist sie bis auf wenige spezialisierte Betriebe verschwunden und der Strukturwandel geschafft.

Das gilt auch für das Tecklenburger Land, wo die Zeche in Ibbenbüren 2018 schloss. Die Anfänge des Steinkohlenbergbaus im Tecklenburger Land reichen bis in das 16. Jh. zurück. Begünstigt durch die Textilindustrie ist die Herstellung von Farben und Lacken bedeutsam geworden. Bis heute betrieben werden Steinbrüche und Zementwerke.

… Kulturgenuss und Kulinarik

Da in der Region erfolgreiche Unternehmer als Mäzene mit großem gesellschaftlichem Engagement tätig waren und sind, hat das Münsterland eine Vielzahl von sehenswerten Gebäuden, Museen und Kultureinrichtungen zu bieten. Neben der körperlichen Ertüchtigung kommt also auch der Geist nicht zu kurz. Wer sich für Architektur interessiert, findet in großer Zahl interessante Kirchen, Schlösser Burgen und Herrenhäuser.

Das Münsterland war einst eine arme Region, in der auf den Tisch kam, was jahreszeitlich vorhanden bzw. im Winter eingelagert worden war. Heute bemühen sich viele Restaurants und Gasthäuser darum, die Bauernküche modern zu interpretieren und dafür zu sorgen, dass traditionelle Obst- und Gemüsesorten bzw. Speisen nicht in Vergessenheit geraten.

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