Unterwegs mit Hans-Peter Siebenhaar

Unterwegs mit Hans-Peter Siebenhaar

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Ma­drid me mata!“ – „Madrid bringt mich um!“ – behaupten die Einwohner mit Augenzwinkern über ihre Stadt und möchten den­noch nirgendwo sonst auf der Welt leben. Als ich zum ersten Mal an einem späten Abend vom Bahnhof Atocha zur Plaza de Oriente schlen­derte, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: mediterrane Le­bens­lust an allen Ecken und Enden – Madrid ist eben mehr als nur die spanische Hauptstadt. Es ist eine euro­päi­sche Metropole mit einem ganz eigenen Charakter. „Madrid hat keinerlei Res­pekt vor sich selbst, spart sich großes Gehabe und schert sich nicht um ehr­würdige Steine oder Gedenktafeln. Madrid zu erleben, das hat nichts da­mit zu tun, das man sich groß auskennt, es heißt schlicht und einfach: auf die Straße gehen und herumlaufen“, schrieb die Schriftstellerin Carmen Mar­tín Gaite. Dieses Buch will daher einladen, auf eine Entdeckungsreise im Labyrinth der Gassen und Avenidas zu gehen. Die empfohlenen Spa­zier­gän­ge sind als eine Hilfe zum Selberentdecken zu verstehen.

Madrid kenne ich seit den späten achtziger Jahren, als ich an der Universidad Complutense studierte. Madrid hat sich verändert, ich habe mich verändert. Geblieben ist bis heute die Faszination für eine bunte und rebellische Me­tro­pole, die sich ständig neu erfindet – gerade in diesen wirtschaftlich schwie­rigen Zeiten in Spanien.

Buenas vacaciones en Madrid!

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