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Nordportugal
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Nordportugal

Erlebnis Natur

120 Kilometer Atlantikküste

Wer Wassertemperaturen von lediglich etwa 18 Grad im Sommer nicht scheut, findet an der Costa Verde zwischen Porto und der spanischen Grenze gute Bademöglichkeiten an schönen, breiten Sandstränden hinter grasbewachsenen Dünen. Surfer werden am wind- und wellenreichen Atlantik sowieso glücklich. Alle anderen können an der frischen Meeresluft lange Strandspaziergänge unternehmen, und an vielen Küstenabschnitten gibt es supergepflegte Radwege für größere Erkundungstouren.

Gut in Schuss: der Peneda-Gerês-Nationalpark

Der Gerês, wie der Parque Nacional da Peneda-Gerês vor Ort schlicht genannt wird, ist der einzige Nationalpark des Landes. Entsprechend gehegt und gepflegt wird das rund 700 km² große Gebiet, das zum beliebtesten Wanderrevier Nordportugals geworden ist. Aber nicht nur Wanderer schätzen die teils über 1500 m hohe Mittelgebirgslandschaft. Man kann dort angeln oder reiten gehen und findet auch schöne Bademöglichkeiten, z. B. die kristallklaren Becken im Rio Homem bei Albergaria.

Der Gerês-Nationalpark ist eines der wenigen Gebiete in Nordportugal, in dem das halbwilde Garrano-Pony lebt. Schätzungsweise 1500 Tiere sind in den Bergen unterwegs, die Rasse ist nachweislich seit mindestens 20.000 Jahren dort heimisch. Gefahr droht ihr durch den Iberischen Wolf, der es besonders auf den Nachwuchs abgesehen hat. In den hohen Lagen kann man mit etwas Glück auch einen Iberischen Steinbock sichten, die Ziegenart ist dort vor den Wölfen sicherer als in den niedrigeren Lagen.

Unterkünfte verschiedenster Kategorien gibt es im Hauptort Gerês. Wem dort zu viel Trubel herrscht, findet auf den Campingplätzen ein stilles Fleckchen, auch kleine Bungalows kann man dort mieten.

Ab vom Schuss: der Montesinho-Naturpark

Im Parque Natural de Montesinho scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Er liegt in der Region Trás-os-Montes im Nordosten des Landes und damit buchstäblich „hinter den Bergen“, wie der Name der Gegend verspricht. Ausgangspunkt für Ausflüge ist die Provinzhauptstadt Bragança, von dort lassen sich Wandertouren entlang früherer Schmugglerpfade unternehmen, die über die Grenze nach Spanien führten. Westlich von Bragança liegt das Städtchen Vinhais, wo sich mit der Casa da Vila ein wirklich schön gestaltetes Besucherzentrum befindet. Von Vinhais führen kleinere Rundgänge durch den Naturpark, die auch gut mit Kindern zu machen sind.

Unten am Fluss: Touren am und auf dem Wasser

Besonders reizvoll für Radfahrer sind Touren entlang der größeren Flüsse Nordportugals. Am Rio Minho, dem Grenzfluss zu Spanien ganz im Norden, und am Rio Lima, der bei Viana do Castelo ins Meer mündet, haben die Touristiker der Region ein dichtes Wegenetz entlang der Flüsse ausbauen lassen, sogenannte Ecovias. Diese weitgehend flachen und damit überaus bequemen Radwege werden noch sehr wenig genutzt, man fühlt sich fast ein wenig wie ein Pionier, wenn man auf ihnen unterwegs ist.

Anders ist das Gelände im Tal des Rio Douro. Bis zu 400 m tief hat sich der Fluss in die Landschaft gegraben, die steilen Hänge reichen meist bis ans Ufer. Für eine Besiedelung ist stromaufwärts von Pinhão praktisch kein Platz mehr, und das einzige Verkehrsmittel ist die Eisenbahn, die in Pocinho Endstation hat. Der Naturpark Parque Natural do Douro umfasst den Oberlauf des Douro auf einer Strecke von 122 km, dieser Flussabschnitt bildet quasi eine natürliche Grenze zu Spanien. Hier gibt es eine große Population von Gänsegeiern, und auch die noch größeren Mönchsgeier leben hier. Auch viele andere Vogelarten haben in den steilen Felsen der Schlucht ihre Nester gebaut und sind so sicher vor Füchsen, Dachsen und anderen Jägern. Von Miranda do Douro aus werden Bootstouren auf dem Douro angeboten, bei denen man per elektronisch angetriebenem Dampfer fast lautlos den Fluss entlangschippert.

Wandern im Lagoas-Naturpark

Rund um die kleinen Seen Lagoas de Bertiandos bei Ponte de Lima kann man die artenreiche Flora und Fauna eines Sumpfgebietes erkunden. Holzstege führen durch die üppig grüne Landschaft, unterwegs gibt’s Stände zur Vogelbeobachtung. → Wanderung 2

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