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Nordseeküste Schleswig-Holstein
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Nordseeküste Schleswig-Holstein

Kunst und Kultur

Malerische Altstädte

Es gibt sie auch in Nordfriesland, wenn auch nur vereinzelt. Denn oft genug haben Sturmfluten, aber auch Landgewinnungsmaßnahmen die Küstenlinie und Hafenzufahrten zerstört und damit auch die Entwicklung aufstrebender Handelsstädtchen gebremst. Reichlich maritimes Flair und eine schöne Altstadt können Sie in Husum genießen, dem einzigen nennenswerten Hafen der nordfriesischen Westküste. Ein wunderschönes Altstadtensemble mit reich verzierten Fassaden gibt es auch in dem Holländerstädtchen Friedrichstadt zu bestaunen.

Windmühlen, Leuchttürme und Haubarge

Sie prägen unser Bild von der Nordseeküste. Doch nur vergleichsweise wenige historische Mühlen haben das durch die Konkurrenz elektrisch angetriebener Industriemühlen hervorgerufene Windmühlensterben überlebt. Und diese sind teilweise in einem erbärmlichen Zustand. Besonders schön renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich ist jedoch die Amrumer Windmühle, zugleich die älteste Holländer-Windmühle Schleswig-Holsteins.

Und auch bedeutende Leuchttürme gibt es nur auf den Inseln Amrum, Pellworm, Sylt und Helgoland. Mit einer Ausnahme allerdings: dem Leuchtturm Westerheversand. Dieser steht auf einer Warft in den Salzwiesen vor der Westküste und ist geradezu der Inbegriff eines Leuchtturms.

Eine architektonische Besonderheit sind auch die vielen Haubarge auf der Halbinsel Eiderstedt. Diese weltweit größte Bauform eines Bauernhauses gibt es nur hier.

Mittelalterliche Kirchen

Wegen der unzähligen uralten Sakralbauten verfügt die Nordseeküste samt ihrer Inseln und Halligen über einen vielfältigen Schatz an kostbarer Kirchenkunst. Die Palette reicht von steinernen oder bronzenen Taufbecken über formvollendete Altäre, Kanzeln und Abendmahlsbänke sowie kunstvoll verzierte Emporen mit wohlklingenden Orgeln bis hin zu mittelalterlichen Fresken. Vor allem auf der Halbinsel Eiderstedt ist die Kirchendichte beeindruckend. Eine Besonderheit sind zudem die „sprechenden Grabsteine“ auf Amrum, Föhr und Sylt.

Die besten Museen im Überblick

Nolde-Museum: Die Meisterwerke im ehemaligen Wohnhaus und Atelier Ada und Emil Noldes locken scharenweise Kunstliebhaber aus aller Welt ins kleine Seebüll an der Grenze zu Dänemark. Haus und Garten sind quasi eine Art Gesamtkunstwerk.

Museum Kunst der Westküste: Internationales Renommee genießt auch diese hochkarätige Gemäldesammlung zum Thema Meer und Küste im kleinen Alkersum auf Föhr. Das gemeinnützige Stiftermuseum geht auf den deutsch-schwedischen Pharmaunternehmer Frederik Paulsen zurück, dessen Vorfahren aus Alkersum stammten.

Theodor-Storm-Haus: Kultstätte für Storm-Liebhaber im ehemaligen Wohnhaus des bekannten Dichters in Husum mit einer Dauerausstellung zu Leben und Werk des berühmtesten Sohnes der Stadt.

Nordfriesland Museum: In Husums imposantem Nissenhaus untergebracht, widmet sich dieses Museum dem Kultur- und Naturraum der sturmflutgefährdeten Nordseeküste. Die Sammlung geht zurück auf den Husumer Auswanderer Ludwig Nissen, der in New York als bekannter Diamantenhändler zur wirtschaftlichen Elite gehörte. Sonderausstellungen verschiedener schleswig-holsteinischer Kunstschaffender des 19. bis 21. Jh. ergänzen die Ausstellung.

Dithmarscher Landesmuseum: Hier wird sehr lebendig die Alltagsgeschichte aus der jüngeren Vergangenheit Dithmarschens thematisiert, zudem präsentiert dieses Museum in Meldorf eine sehenswerte kulturhistorische Sammlung.

Museum am Meer: Interessanter Einblick in die Küstenfischerei und v. a. die Krabbenverarbeitung in Büsum, verbunden mit einer Ausstellung zur touristischen Entwicklung des Nordseebades.

Steinzeitpark Dithmarschen: In und bei Albersdorf sind die steinzeitlichen Spuren der Region zu besichtigen, bestehend aus verschiedenen vorzeitlichen Grabhügeln und einem Steinzeitdorf, das die Lebensverhältnisse der Jungsteinzeit-Menschen erfahrbar macht.

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