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Normandie
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Normandie

Die Küste

Baden und Strände

Bei einer Küstenlinie von mehr als 600 Kilometern kann die Normandie mit zahlreichen Stränden aufwarten. Während die Strände nordöstlich der Seine meist mit groben Kieseln bedeckt sind und es oft nur kleine Buchten gibt, begeistern im Westen der Normandie die ausgedehnten Sandstrände mit ihren Dünenlandschaften. Hier ein kurzer Überblick der attraktivsten Strände von Nordosten nach Südwesten:

Les Petit Dalles: Hübsche Minibucht nördlich von Sassetot-le-Mauconduit an der Côte d’Albâtre, eingezwängt zwischen hohen Klippen.

Yport: An dem windgeschützten Strand des kleinen Städtchens liegen bunte Fischerboote.

Étretat: Eingerahmt von der Falaise d’Amont und der Falaise d’Aval, ist der Kieselstrand von Étretat ein beliebter Tummelplatz für Romantiker.

Trouville-sur-Mer: Traditioneller Badeort mit schönem Sandstrand und beliebter Holzpromenade.

Deauville: Als exklusives Seebad legt Deauville selbstverständlich Wert auf einen gut gepflegten Sandstrand und ein großes Freizeitangebot. Hier heißt es sehen und gesehen werden.

Côte Fleurie: Im Westen von Deauville erstreckt sich bis nach Cabourg die sogenannte Blumenküste mit ihren ausgedehnten und viel besuchten Sandstränden. Die Küstenorte strahlen noch immer etwas vom Flair der Belle Époque aus.

Côte de Nacre: Verschiedene Strandabschnitte erinnern noch an Landung der Alliierten, doch im Sommer dreht sich alles um das Strandvergnügen. Besonders schön ist der Omaha Beach.

Cotentin: Rings um die Halbinsel Cotentin finden sich kleine Buchten sowie lang gestreckte, kaum verbaute Strände. Naturfreunde fühlen sich hier wohl, denn es fehlt oft jegliche touristische Infrastruktur, so etwa bei den Dünen von Biville.

Carteret: Der sich an ein felsiges Cap schmiegende Strand mit seinen bunten Häusern gehört zu den schönsten der Normandie.

Port-Bail: Feiner Sandstrand bis zum Horizont.

Granville: Baden vor einer mächtigen Felskulisse, ungewöhnlich ist der in den Stein geschlagene Meerwasserpool.

Ganz nackt

In Frankreich gibt es zahlreiche FKK-Freunde, Oben-ohne ist ohnehin nirgendwo tabu. Entlang der normannischen Küste finden sich aber nur wenige abgelegene Stellen, an denen man problemlos alle Hüllen fallen lassen kann. Um niemanden zu provozieren, sollte man sich an Stränden, die nicht speziell für Nudisten (naturistes) ausgewiesen sind, danach richten, wie es die Strandnachbarn handhaben. Unerlaubtes Nacktbaden kann mit Bußgeld geahndet werden. Einer der größten Nacktbadestrände liegt im Westen der Halbinsel Cotentin bei Saint-Germain-sur-Ay.

Gefährliche Strömungen

Wegen der stellenweise starken Strömungen sowie des durch die Gezeiten bedingten unterschiedlich hohen Wasserstandes sollte man sich nur mit Vorsicht in die Fluten stürzen. Hinweisschilder und Warnungen sind unbedingt zu beachten. Wer im Meer baden will, wenn die rote Flagge gehisst ist, begibt sich in Lebensgefahr. An den überwachten Stränden wird von den Rettungsschwimmern mit Signalflaggen über die Gefahren informiert; ist kein Wimpel gehisst, so ist der Strand nicht bewacht.

Gezeitenspiel

Das Spiel von Ebbe und Flut ist an der normannischen Küste besonders eindrucksvoll. Alle zwölf Stunden und 25 Minuten wiederholt sich das Schauspiel. Bei den Chausey-Inseln und am Mont-Saint-Michel beträgt der Tidenhub knapp 14 Meter; daher ist bei Wattwanderungen in der Bucht des Mont-Saint-Michel große Vorsicht geboten, um nicht von der Flut überrascht zu werden. Es ist ratsam, sich vorher über die Tidenzeiten zu informieren.

Segeln und Surfen

Dank der steten Winde eignet sich die normannische Küste ausgezeichnet zum Segeln und Surfen. Zahlreiche Segelschulen (École de voile) bilden Anfänger aus und verleihen Surfbretter. Der Trendsport ist derzeit das Kite-Surfen, wobei man sich mithilfe eines Lenkdrachens fortbewegt, während man mit einem Kite-Board über die Wellen springt. Eine besondere Attraktion ist das Strandsegeln, das hier mit Begeisterung betrieben wird.

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