Unterwegs mit Ralf Nestmeyer

Obwohl ich seit meiner Jugend fran­kophil bin, habe ich lange Zeit ei­nen Bogen um Paris gemacht. Erst vor 20 Jahren begann meine „Affä­re“ mit der Seine-Metropole, doch dann war es gewissermaßen eine „Liebe auf den ers­ten Blick“. Je­des Mal, wenn ich nach Paris komme, zieht mich diese Stadt un­wi­derstehlich in ihren Bann, ich ver­falle dem Charme der Haus­s­mann­schen Boulevards und glä­ser­nen Pas­sa­gen ebenso wie den Ca­fés in Saint-Germain und dem nächt­lichen Trei­ben entlang der Rue Ober­kampf, wo­bei ich die le­ben­digen Vier­tel zwi­schen Bastille und Père Lachaise dem noblen Pariser Wes­ten vor­ziehe. Es gibt ein paar Att­rak­tionen, die ge­hö­ren zu meinem „Pflicht­pro­gramm“, so der Blick von der Dachterrasse des Ins­titut du Monde Ara­be auf Notre-Dame und die gesamte Pari­ser Dach­land­schaft. Nirgendwo auf der Welt kann man so schön ziellos durch die Stra­ßen fla­nieren und ganz ne­ben­bei ein traumhaftes Bistro ent­decken, in dem die Zeit stehen ge­blie­ben scheint. Manch­mal lasse ich mich auch ein­fach vom Zu­fall leiten, ent­scheide mich für den blumig-skurrilen Namen einer Me­t­ro­station und steige aus. So­bald ich aus dem Untergrund auf­tau­che, er­greift mich dann wieder dieser sanf­te Schauer der Vorfreude und Neugier …

Bon voyage!

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