Shopping

Fashion „made in CZ“

Bei der Auswahl unserer Einkaufstipps in den Stadttouren haben wir den Fokus auf die Kreationen tschechischer Designer gelegt. Unter ihren Labels wird Neues konzipiert, aber auch „altes“ Design wiederbelebt. Wir finden z. B. die Kultsneakers Botas 66 klasse. Es macht Spaß, der jungen Kreativszene nachzuspüren, Boutiquen aufzusuchen – man findet sie überall, das Hochpreissegment wird jedoch vorrangig in Josefov bedient. Auch gibt es mehr und mehr witzige Vintage-Läden. Über die Modestile der Stadt und des Landes beziehungsweise deren Schöpfer erfährt man mehr auf czech​fashion.cz und auf mbpfw.com, der Seite der Mercedes Benz Prague Fashion Week. An der Fashion Week nehmen die bekanntesten Modedesigner Tschechiens und der Slowakei teil.

Antiquitäten und Antiquariate

Was für die Mode gilt, gilt auch für Antiquitäten: Die exklusivste Ware bekommt man in Josefov. Einfachere Trödler, bei denen sich noch so manches Schnäppchen machen lässt, findet man hingegen über die ganze Stadt verteilt. Auch gute Antiquariate gibt es überall im Zentrum, das Sortiment an deutschsprachigen Büchern wird leider von Jahr zu Jahr weniger.

Klassische Mitbringsel

Im touristischen Zentrum, v. a. in Staré Město, reiht sich Souvenirladen an Souvenirladen. Kitschige Mitbringsel überwiegen: böhmisches Kristall und Glas (nicht so unser Ding, aber die Gläser von Moser sind schon etwas Besonderes), Töpferwaren für den nächsten Polterabend, Holzspielzeug (sehr niedliche Dinge bei Manufaktura), Marionetten (viel Billigware im Angebot, aber toll der Laden Truhlář Marionety), Kosmetik (wir mögen die Naturkosmetik des Familienbetriebs Botanicus) oder Bernsteinschmuck und bemalte Ostereier (es gibt sie ganzjährig). Zudem decken sich viele Touristen mit Zigaretten (noch immer billiger als daheim), Karlsbader Oblaten, böhmischem Sekt (sehr gut der Bohemia Louis Girardot), Becherovka (wer ihn nicht mag, probiert ihn mal mit Tonic, dafür müssen Sie einen „Beton“ bestellen) oder Absinth ein. Auch mit neuen Fingernägeln reist so manche Frau nach Hause.

Malls & Co

Shoppingmalls gibt es wie Sand am Meer, insbesondere an den weit außerhalb gelegenen U-Bahn-Stationen, dort, wo die Prager wohnen, – aber natürlich auch im Zentrum. Zu ähnlichen Preisen wie daheim finden Sie die gleichen Allerweltskollektionen von C & A über H & M bis Zara. Einkaufen macht dort jedoch oft wenig Spaß, denn insbesondere höherwertige Ware ist bestens gesichert oder hinter Glas geschützt, was das schnelle Hineinschlüpfen oder „In-die-Hand-Nehmen“ erschwert – dies ist eine Folge davon, dass Tschechien in puncto Umsatzeinbußen durch Ladendiebstahl schon mal Spitzenreiter in Europa war. Die mit Abstand größte Mall im Zentrum ist das Palladium (200 Läden). Die unseres Erachtens beste Mall (keine Mode, vorrangig Möbel und Wohnaccessoires) ist der kleine Pavilon (nur elf Läden), wo auch tschechisches Design zum Zuge kommt: Hier gibt es z. B. die wieder neu aufgelegten Rennräder der Marke Favorit (waren zu Zeiten der Tschechoslowakei bereits Kult) oder bei Modernista coole Stahlrohrmöbel im Bauhausdesign.

Floh- und Wochenmärkte

Die schönsten innerstädtischen Märkte sind im Reiseteil aufgeführt. Aber nicht zu viel erwarten, Märkte à la Camden Market gibt es nicht. Für außerhalb des Zentrums gelegene Märkte wie den großen Flohmarkt Bleší trhy, den Antiquitätenmarkt in Buštěhrad oder den Vietnamesenmarkt SAPA.

Tipps am Rande

Es gibt kein Ladenschlussgesetz, an das der Einzelhandel gebunden ist, die Öffnungszeiten sind von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich. Im touristischen Zentrum und in den großen Shoppingmalls am Stadtrand öffnen die Geschäfte tägl. um 9 oder 10 Uhr und schließen zwischen 18 und 20 Uhr, manche auch später. Die „Alltagsgeschäfte“ in den abseits gelegenen Vierteln haben hingegen vielfach nur werktags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Samstags schließen die meisten davon mittags, andere ziehen den Rollladen erst gar nicht hoch.

Ach ja, und noch etwas: Designerware à la Armani oder hochwertigere Elektronik kauft man besser zu Hause (mehr Auswahl und in der Regel billiger).

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