Unterwegs mit Gabriele Tröger und Michael Bussmann

Unterwegs mit Gabriele Tröger und Michael Bussmann

Das At­t­ribut „golden“ trägt Prag wie­der zu Recht. Vorbei sind aber auch die wil­den, anarchistischen Zei­ten nach der Sam­tenen Re­vo­lu­tion, als sich der Un­der­ground noch mitten im Zentrum traf. In schrillen Bars wie dem Marquis de Sade, das in einem plüschigen Ex-Bor­dell untergebracht war, oder im Tech­no­schuppen Luxor direkt un­ter dem Wen­zels­platz. Ver­schwun­den sind auch die miefigen Hospodas, wo man mit­unter noch oben ohne bedient wur­-de oder von einem knorrigen Kauz, der einem den stets gleich zähen Lenden­bra­ten nur so vor den Latz knallte. Heu­te geht im Zentrum alles seinen ge­ord­neten Gang. Für die Besucher aus aller Welt ist es aufpoliert, eine farben­präch­ti­ge Inszenierung, geleckt sauber und voller charmanter Cafés und Res­tau­rants. Die Prager haben es weitest­ge­hend ver­lassen. Aber sie werden wie­der­kommen. Abertausende Wohnun­gen stehen leer und warten auf ihre Res­tau­rierung. Und mit den neuen Mietern wird der Wandel Prags zu einer neuen Iden­tität im Herzen Tschechiens und Euro­pas wei­ter­gehen. Viel Spaß in ei­ner Stadt, die keine Stagnation kennt. In einer Stadt mit viel Ge­schich­te und noch viel mehr Geschichten.

Mehr von den und über die Autoren auf ihrem Blog www.hierdadort.de

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