Shopping

Fashion „made in CZ“

Bei der Auswahl unserer Einkaufstipps in den Stadttouren haben wir den Fo­kus auf die Kreationen tschechischer De­signer gelegt. Unter ihren Labels wird Neues konzipiert, aber auch „al­tes“ De­sign wiederbelebt. Es macht Spaß, der jun­gen Kreativszene nachzuspüren und durch ihre Pop-up-Stores und Bou­ti­quen zu ziehen. Auf die Suche nach cooler junge Mode kann man sich in den Stadtteilen Vinohrady und Hole­šo­vice begeben. Auch gibt es dort mehr und mehr witzige Vi­n­tage-Läden. Das Hochpreissegment hingegen wird vor­rangig in Josefov bedient. Über die Mo­de­stile der Stadt und des Landes bzw. deren Schöpfer erfährt man mehr auf www.czechfashioncouncil.com und auf www.mbpfw.com, der Sei­te der Mer­ce­des Benz Prague Fashion Week. An der Fashion Week nehmen die be­kan­ntes­ten Mode­de­sig­ner Tsche­chiens und der Slo­wakei teil.

Antiquitäten und Antiquariate

Was für die Mode gilt, gilt auch für An­ti­quitäten: Die exklusivste Ware be­kommt man in Josefov. Einfachere Tröd­ler, bei denen sich noch so man­ches Schnäppchen machen lässt, findet man hingegen über die ganze Stadt ver­teilt. Auch gute Antiquariate gibt es überall im Zentrum, das Sortiment an deutschsprachigen Büchern wird leider von Jahr zu Jahr weniger.

Klassische Mitbringsel

Im touristischen Zentrum, v. a. in Staré Město, reiht sich Souvenirladen an Sou­venirladen. Kitschige Mitbringsel über­wiegen: böhmisches Kristall und Glas (nicht so unser Ding, aber die Glä­ser von Moser sind schon etwas Be­son­deres), Töpferwaren für den nächs­ten Polterabend, Holzspielzeug (sehr niedliche Dinge bei Manufaktura), Marionetten (viel Bil­lig­ware im Angebot, aber toll der La­den Truhlář Ma­rio­nety), Kos­me­tik (wir mö­gen die Na­tur­kos­me­tik des Fa­mi­lien­betriebs Bo­ta­ni­cus) oder Bern­stein­schmuck und be­mal­te Os­ter­eier (es gibt sie ganz­jährig). Zu­dem de­cken sich vie­le Tou­ris­ten mit Zi­ga­ret­ten (noch im­mer bil­li­ger als da­heim), Karls­bader Ob­la­ten, böh­mischem Sekt (sehr gut der Bo­hemia Louis Girardot), Be­cher­ovka (wer ihn nicht mag, pro­biert ihn mal mit To­nic, dafür müs­sen Sie einen „Be­ton“ be­stellen) oder Ab­sinth ein. Auch mit neuen Fin­gernägeln reist so manche Frau nach Hause. In Prag be­kommt man aber auch neue Nasen, neue Zähne, selbst neue Augen (da ge­lasert) und neue Mägen (da ver­klei­nert). Der Gesundheits- und Schön­heits­tourismus boomt seit Jahren, die Eingriffe kosten in Tschechien teils nur die Hälfte des deutschen Preises.

Floh- und Wochenmärkte

Die schönsten innerstädtischen Märkte sind im Reiseteil aufgeführt. Aber nicht zu viel erwarten, Märkte à la Camden Ma­rket gibt es nicht. Für außerhalb des Zen­trums gelegene Märkte wie den gro­ßen Flohmarkt Bleší trhy, den An­ti­qui­tätenmarkt in Buštěhrad oder den Viet­namesenmarkt SAPA.

Malls & Co

Shoppingmalls gibt es wie Sand am Meer, insbesondere an den weit au­ßer­halb gelegenen U-Bahn-Stationen, dort, wo die Prager wohnen, – aber na­tür­lich auch im Zentrum. Zu ähnlichen Prei­sen wie daheim finden Sie die glei­chen Allerweltskollektionen von C & A über H & M bis Zara. Die mit Ab­stand größte Mall im Zentrum ist das Palladium (200 Läden), das auch über eine ausgesprochen gute Food-Etage ver­fügt. Klassische Einkaufsstraßen sind der Wenzelsplatz und die Fuß­gän­gerzone Na Příkopě, beide in der Pra­ger Neustadt gelegen. In Letzterer findet man noch eine Reihe kleinerer Malls.

Öffnungszeiten

Es gibt kein Ladenschlussgesetz, an das der Einzelhandel gebunden ist, die Öff­nungszeiten sind von Geschäft zu Ge­schäft unterschiedlich. Im touris­ti­schen Zentrum und in den großen Shop­pingmalls am Stadtrand öffnen die Geschäfte tägl. um 9 oder 10 Uhr und schließen zwischen 18 und 20 Uhr, man­che auch später. Die „Alltags­ge­schäf­te“ in den abseits gelegenen Vier­teln haben hingegen vielfach nur werktags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Sams­tags schließen die meisten davon mit­tags, andere ziehen den Rollladen erst gar nicht hoch. Das ist – sofern man Lebensmittel kaufen möchte – nicht wei­ter dramatisch. Fast überall näm­lich, vom übertouristischen Zent­rum ein­mal abgesehen, findet man večerkas, Mi­schungen aus Lebensmittelgeschäft und Spätkauf, wo man auch noch sonn­tags um 22 Uhr einen Liter Milch und ein kühles Bier bekommt.

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