Ausgehen

Die Piazza als Lebensgefühl

Ein recht großer Teil des römischen Nachtlebens spielt sich auf der Straße ab. Man trifft sich zur Passeggiata (dem „Spaziergang“) auf der Piazza: am berühmten Campo de’Fiori oder der eleganten Piazza Navona, am Fuß der Spanischen Treppe oder auf der Piazza della Rotonda vor dem mächtigen Pantheon. Von dort schlendert man durch die wunderschönen Gassen des Centro storico, z. B. in die Via del Governo Vecchio oder durch die Via della Maddalena und zur Piazza di Pietra – um nur einige zu nennen.

Die Gegenden um den Campo de’Fiori und die Piazza Navona, die Stadtviertel Monti, Testaccio, San Lorenzo und natürlich Trastevere auf der anderen Seite des Tibers sind die beliebtesten Ausgehviertel im Bereich der Innenstadt.

Rom für Nachtschwärmer

Wer sich in das römische Nachtleben stürzen will, kann vorher noch gemütlich essen gehen, denn vor Mitternacht läuft nichts, in manchen Clubs und Discos sogar erst ab 2 Uhr. Neben zahlreichen Bars, Cafés, Pubs und den wenigen Diskotheken in der Innenstadt zieht es Nachtschwärmer vor allem in den südlichen Stadtteil Testaccio. In der tagsüber sehr ruhigen Gegend herrscht nachts (besonders am Wochenende) reges Treiben, und in der Via di Monte Testaccio reiht sich ein Lokal an das andere. Schwer angesagt ist auch der Stadtteil Pigneto. Ein weiterer Szene-Spot liegt östlich der Via Ostiense: Besonders in der Via Libetta und Umgebung befinden sich einige Clubs und Discos, in denen man z. T. auch essen kann.

Kultur von Oper bis Jazz

Natürlich bietet Rom auch (hoch-)kulturellen Genuss, angefangen mit dem renommierten Teatro dell’​Opera bis hin zum Parco della Musica im Norden der Stadt – architektonisches Highlight und Heimstätte des weltberühmten Orchesters der Accademia di Santa Cecilia. Dazu kommen kleinere Theater, Kleinkunstbühnen, einige Jazzclubs und sogar eine Jazz-Tram.

L’Estate Romana – der römische Sommer

Von etwa Anfang Juni bis Anfang September ziehen viele Clubs und Discos der Stadt an den Strand nach Ostia oder Fregene – Testaccio und die Gegend um die Via Ostiense sind dann überaus ruhig, fast verwaist. Dafür hält L’Estate Romana, der „Römische (Kultur-) Sommer“, Einzug in Rom, es finden zahllose Freiluftveranstaltungen statt, die bekanntesten vielleicht in der Villa Celimontana (→ S. 59), darüber hinaus der Kinosommer L’Isola del Cinema auf der Tiberinsel.

Überhaupt der Tiber: Am eigentlich so bräunlich-träge dahinfließenden Fluss tobt in den Sommermonaten beim Festival Lungo il Tevere das Leben. Dann reihen sich zwischen Ponte Sisto und Ponte Sublicio auf der Trastevere-Seite Restaurants, Bars, Literaturcafés und Straßenmärkte aneinander, finden Lesungen und Podiumsdiskussionen, Konzerte und Kino statt (www.lungoiltevereroma.it).

5 Tipps für 5 Abende

 „Salotto 42“ – Place to be im Centro storico: Beliebter Treffpunkt an der wunderschönen Piazza di Pietra mit ihren illuminierten antiken Säulen, oft sehr voll, ideal auch für einen Aperitivo oder einen Cocktail in illustrer Gesellschaft.

Freni e Frizioni – Ex-Autowerkstatt in Trastevere: Etwas jünger und vielleicht auch cooler als obige Location, eine der beliebtesten Bars in Trastevere, meist voll in und vor der ehemaligen Werkstatt; auch eine hervorragende Aperitivo-Adresse.

The Jerry Thomas Project – Speakeasy im Centro Storico: Herausragend gute Drinks und beste Stimmung, eine Bar wie eine Zeitreise, es laufen Swing und Jazz – ein Ort mit Sogwirkung.

Casa del Jazz – im Park der Villa Osio: Schöne Location für oft hochkarätig besetzte Jazzkonzerte, im Sommer Open Air, im Winter im Konzertsaal, mit Restaurant. Ein Stück außerhalb, bei der Porta Ardeatina.

Festival di Caracalla – große Oper vor großer Kulisse: Im eindrucksvollen Ambiente der gleichnamigen Thermenruinen werden Opernklassiker inszeniert. Auch Konzerte und Ballett. Sehr beliebt bei Römern und Besuchern der Ewigen Stadt.

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