Michael Müller Verlag Logo
mmtravel | WEB-APP
Straßburg

Essen gehen

Straßburg kulinarisch

Eigentlich wird man in dieser Stadt stän­dig verführt. Schon allein die zahl­rei­chen Bäckereien mit duftenden Bre­zeln, knusprigen Croissants und lecke­ren Sandwiches sind eine Versuchung, schlimmer noch die mit vielen Farben lo­ck­enden Pâtisserien. Wenn dann am Mit­tag wunderbare Düfte aus den Gast­stätten wehen, gibt’s kein Halten mehr. Es stellt sich nur die Frage: Wofür ent­schei­den wir uns heute? Aber eigent­lich ist das gar nicht so wichtig, denn gleich­gültig, ob man nun ein Drei-Gänge-Menü oder einen einfachen Flamm­kuchen bestellt, in der Küche steht häufig ein Koch, der mit Liebe und Passion seinem Beruf nachgeht – oft der Pat­ron selbst. Dennoch finden sich natürlich auch in Straßburg Lo­ka­le, in denen es um den schnellen Profit geht – aber in welcher Touristenstadt gibt es die nicht!

Vom Bistro bis zum Gourmetrestaurant

Eine elsässische Besonderheit sind die Win­stubs, die aus ehemaligen Wein­pro­bier­stuben entstanden sein sollen. In Straß­burg handelt es sich dabei oft um kleine, urige Lokale, in denen man def­tige elsässische Küche und einen guten offe­nen Wein, aber auch ausgesuchte Trop­fen bekommt. Die Speisekarten sind meist nicht sehr umfangreich, selbst dann, wenn sich die Weinstube im Laufe der Zeit zum edlen Etablisse­ment gewandelt hat und dort feinste Re­gionalküche serviert wird.

Auch im Restaurant wird oft el­säs­si­sche Küche serviert, darüber hinaus fin­den sich französische Klassi­ker auf der Speisekarte. In der Multikulti-Stadt Straß­burg gibt es natürlich unzählige Res­taurants mit exotischer Küche aus dem Maghreb, Westafrika, Indien, Viet­nam, Italien und anderen Ländern.

Selbst die gro­ßen Köche der Gour­met­res­taurants be­nutzen für ihre Krea­tio­nen gerne die Re­gionalküche als Basis, „er­leichtern“ sie durch sparsame Ver­wen­dung von Fetten und wan­deln sie durch me­di­ter­ra­ne und asi­a­ti­sche Zu­ta­ten raf­finiert ab. Da kom­men dann z. B. die Schne­cken nicht in Kräu­terbutter, sondern als Füllung für die Ravioli in Spargelspitzensauce auf den Tisch.

Für den kleinen Hunger sind die Bras­se­rie oder auch das Bistro angebracht, wo man in ungezwungener Atmos­phä­re zum Bier oder Glas Wein ein Tages­ge­richt oder auch Snacks wie Salate oder salzige Quiches bestellen kann. Aber Achtung: Inzwischen nennt sich auch das eine oder andere feine Res­tau­rant Brasserie. Ne­ben feinster Pâtisserie bie­ten auch die Salons de Thé oft war­mes Mittagessen an. Sie entsprechen am ehes­ten dem, was wir unter dem Be­griff „Café“ verstehen.

Andere Länder, andere Sitten

Was die Essgewohnheiten angeht, gilt es ein paar Besonderheiten zu beach­ten: Schlag 12 Uhr füllen sich die Lo­ka­le zum Mittagessen und zwei Stunden spä­ter wird die Küche meist wieder zu­ge­macht. Zum Abendessen sollte man nicht vor 19 Uhr, aber auch nicht nach 21 Uhr erscheinen. Die Höflichkeit ge­bie­tet, dass der Gast nicht einfach den nächstbesten freien Tisch ansteuert, son­dern sich geduldet, bis ihm ein Platz an­ge­boten wird. Die Bedienung wird mit Madame oder Monsieur ange­spro­chen.

Da sich ein mehrgängiges Essen schon mal über zwei Stunden erstrecken kann, wird in gu­ten Restaurants zu­min­dest abends der Tisch nur einmal ver­geben. Am Wochenende empfiehlt es sich, im Voraus zu reservieren.

5 Einkehrtipps

 Les Chauvins Père et Fils: Insbe­son­de­re für „Anfänger“ im Bereich el­säs­si­sche Kü­che gut geeignet, wer­den hier doch re­gio­nale Spezialitäten als Tapas ser­viert; emp­fehlenswert ist auch der Flamm­ku­chen.

 Au Pont du Corbeau: Hinter einem we­nig einladenden Äußeren verbirgt sich eine ty­pische urige Winstub mit vor­treff­li­cher Kü­che. Von den Straß­bur­gern wird das Chou­croute sehr ge­schätzt.

 La Corde à Linge: An der schö­nen Place Benjamin Zix sitzt und isst man wun­der­bar. Zur Auswahl stehen deftige Ves­per­tel­ler, frische Salate oder warme Ta­ges­ge­rich­te.

 L’Eveil des Sens: Mitten in La Petite France liegt das nette Lokal mit kleiner Ter­rasse. Hier gibt es fein abge­schmeckte fran­zösische Küche.

 Le Jasmin: Zur Abwechslung mal Cous­cous? Bei einer tunesischen Fa­mi­lie be­kommt man diese Spezialität in vie­len Va­rian­ten traditionell und stil­ge­recht ser­viert.

Back
Cookies help us deliver our services. By using our services, you agree to our use of cookies. Learn more