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Straßburg

Essen gehen

Straßburg kulinarisch

Eigentlich wird man in dieser Stadt ständig verführt. Schon allein die zahlreichen Bäckereien mit duftenden Brezeln, knusprigen Croissants und leckeren Sandwiches sind eine Versuchung, schlimmer noch die mit vielen Farben lockenden Pâtisserien. Wenn dann am Mittag wunderbare Düfte aus den Gaststätten wehen, gibt’s kein Halten mehr. Es stellt sich nur die Frage: Wofür entscheiden wir uns heute? Aber eigentlich ist das gar nicht so wichtig, denn gleichgültig, ob man nun ein Drei-Gänge-Menü oder einen einfachen Flammkuchen bestellt, in der Küche steht häufig ein Koch, der mit Liebe und Passion seinem Beruf nachgeht – oft der Patron selbst. Dennoch finden sich natürlich auch in Straßburg Lokale, in denen es um den schnellen Profit geht – aber in welcher Touristenstadt gibt es die nicht!

Vom Bistro bis zum Gourmetrestaurant

Eine elsässische Besonderheit sind die Winstubs, die aus ehemaligen Weinprobierstuben entstanden sein sollen. In Straßburg handelt es sich dabei oft um kleine, urige Lokale, in denen man deftige elsässische Küche und einen guten offenen Wein, aber auch ausgesuchte Tropfen bekommt. Die Speisekarten sind meist nicht sehr umfangreich, selbst dann, wenn sich die Weinstube im Laufe der Zeit zum edlen Etablissement gewandelt hat und dort feinste Regionalküche serviert wird.

Auch im Restaurant wird oft elsässische Küche serviert, darüber hinaus finden sich französische Klassiker auf der Speisekarte. In der Multikulti-Stadt Straßburg gibt es natürlich unzählige Restaurants mit exotischer Küche aus dem Maghreb, Westafrika, Indien, Vietnam, Italien und anderen Ländern.

Selbst die großen Köche der Gourmetrestaurants benutzen für ihre Kreationen gerne die Regionalküche als Basis, „erleichtern“ sie durch sparsame Verwendung von Fetten und wandeln sie durch mediterrane und asiatische Zutaten raffiniert ab. Da kommen dann z. B. die Schnecken nicht in Kräuterbutter, sondern als Füllung für die Ravioli in Spargelspitzensauce auf den Tisch.

Für den kleinen Hunger sind die Brasserie oder auch das Bistro angebracht, wo man in ungezwungener Atmosphäre zum Bier oder Glas Wein ein Tagesgericht oder auch Snacks wie Salate oder salzige Quiches bestellen kann. Aber Achtung: Inzwischen nennt sich auch das eine oder andere feine Restaurant Brasserie. Neben feinster Pâtisserie bieten auch die Salons de Thé oft warmes Mittagessen an. Sie entsprechen am ehesten dem, was wir unter dem Begriff „Café“ verstehen.

Andere Länder, andere Sitten

Was die Essgewohnheiten angeht, gilt es ein paar Besonderheiten zu beachten: Schlag 12 Uhr füllen sich die Lokale zum Mittagessen und zwei Stunden später wird die Küche meist wieder zugemacht. Zum Abendessen sollte man nicht vor 19 Uhr, aber auch nicht nach 21 Uhr erscheinen. Die Höflichkeit gebietet, dass der Gast nicht einfach den nächstbesten freien Tisch ansteuert, sondern sich geduldet, bis ihm ein Platz angeboten wird. Die Bedienung wird mit Madame oder Monsieur angesprochen.

Da sich ein mehrgängiges Essen schon mal über zwei Stunden erstrecken kann, wird in guten Restaurants zumindest abends der Tisch nur einmal vergeben. Am Wochenende empfiehlt es sich, im Voraus zu reservieren.

5 Einkehrtipps

 Les Chauvins Père et Fils: Insbesondere für „Anfänger“ im Bereich elsässische Küche gut geeignet, werden hier doch regionale Spezialitäten als Tapas serviert; empfehlenswert ist auch der Flammkuchen.

 Au Pont du Corbeau: Hinter einem wenig einladenden Äußeren verbirgt sich eine typische urige Winstub mit vortrefflicher Küche. Von den Straßburgern wird das Choucroute sehr geschätzt.

 La Corde à Linge: An der schönen Place Benjamin Zix sitzt und isst man wunderbar. Zur Auswahl stehen deftige Vesperteller, frische Salate oder warme Tagesgerichte.

 L’Eveil des Sens: Mitten in La Petite France liegt das nette Lokal mit kleiner Terrasse. Hier gibt es fein abgeschmeckte französische Küche.

 Le Jasmin: Zur Abwechslung mal Couscous? Bei einer tunesischen Familie bekommt man diese Spezialität in vielen Varianten traditionell und stilgerecht serviert.

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