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Venedig

Essen gehen

Essen gehen
Venezianisch genießen …

… heißt in einer Stadt im Wasser na­tür­lich vor allem: Fisch und Meeresgetier in den verschiedensten Variationen. Und das ist in Venedig von einer lan­gen Tradition geprägt, denn gefischt und gezüchtet wird in der Lagune schon seit vielen Jahrhunderten. Die Aus­wahl ist immens, vor allem bei den Mee­resfrüchten, oft werden diese frit­tiert serviert, auch die gerade schwer an­gesagte Zubereitungsart crudo, also roh, ist auf vielen Speisekarten zu finden, teils sogar als ganzes Menü. Das bekannteste aller Gerichte Vene­digs ist allerdings ein Fleischgericht: die be­rühm­te Kalbsleber Fegato alla ve­ne­zia­na. Nicht zu vergessen sind na­tür­lich auch die diversen exotischen Zu­ta­ten, die seit jeher die Küche der Han­dels­me­tropole bereichern. Aus dem Hinterland kommt hingegen Boden­stän­diges wie Polenta und Risotto hin­zu.

Essen gehen in Venedig ist – und das ist die nicht ganz so gute Nachricht – eher teuer. Besonders im Markusviertel sind die Preise in den Restaurants oft noch höher als im Rest der Stadt.

Die Lokale

Das klassische venezianische Res­tau­rant ist in der Regel ein wenig alt­mo­disch, hat oft Patina, einen typisch ve­ne­zianischen Terrazzo-Fußboden und manch­mal auch Holzvertäfelung und/​oder ein wenig Kunst an den Wän­den, rustikale Stühle und weiß ein­ge­deck­te Tische, außerdem eine nicht zu kleine Schar uniformierter Kellner. Sie werden zwar zunehmend weniger, die­se Grund­pfeiler der venezianischen Gas­tro­no­mie, doch es gibt sie noch im­mer im ganzen Stadtgebiet. Auf den Tisch kom­men die traditionellen Gerichte der Lagunen­stadt, dazu Weine vor­nehm­lich aus dem Veneto.

Natürlich sind im Lauf der Zeit zahl­reiche neu­e­re Res­tau­rants hinzu­ge­kom­men, von denen auch einige zu emp­feh­len sind und die die klas­sische Küche oft etwas moderner in­ter­pretieren. Das An­ge­bot wird er­gänzt von einer Hand­voll Sterne­res­taurants.

Ombra & Cicheti

Eine wunderbare vene­zia­nische Erfin­dung für den kleinen Hunger & Durst zwi­schendurch! Ursprünglich war da­mit der Schatten (ital. ombra) des Cam­pa­nile an der Piazza San Marco ge­meint, dem die Wirte mit ihren mobilen Weinschenken folgten. Daraus wurde eine wunderbar gesellige Einrichtung, die schlichten kleinen Lokale, die Bàcari, in denen man sich den ganzen Tag über auf ein Gläschen Wein (eine ombra), ein paar Häppchen (cicheti) und ein ungezwungenes Schwätz­chen mit dem Tresennachbarn einfinden kann. Und den Geldbeutel schont man dabei auch noch. Die Bà­cari sind über die ganze Stadt verteilt, die meisten – und traditionsreichsten – befinden sich um den Rialtomarkt.

Aperol Spritz & Bellini

Der Übergang zur Ombra ist fließend, denn zum klassischen Ape­ri­ti­vo am frühen Abend werden neben Nüsschen, Chips oder Oliven häufig auch Cicheti angeboten. Dabei ist „uno Spritz“ aber sicher das am häufigsten bestellte Getränk am Abend. Aperitivo-Treff­punkte sind die Bars und Restaurants um den Rialtomarkt, am Campo Santa Margherita und in Cannaregio an der Fondamenta della Misericordia.

Der Bellini übrigens, der sommerliche Mix aus Prosecco und Pfirsichpürree, wurde zwar hier in Harry’s Bar erfunden, ist aber weit we­ni­ger verbreitet als der Spritz.

Sechs Tipps für sechs Sestieri

San Marco: Le Bistrot de Venise. Ein sicherer Hafen in diesem oft über­teuer­ten Stadtteil. Stilvoll in Rot, feine Gour­met­küche, Tische auch draußen, ge­ho­ben.

San Polo: Antiche Carampane. Viel ge­rühmt für Fisch und Meeresfrüchte, gute Weine, nett auch draußen in der Gasse.

Santa Croce: Al Nono Risorto. Zur Ab­wechs­lung mal Pizza, in einem be­son­ders schönen Garten, einfach und volks­tümlich.

Dorsoduro: Da Codroma. Os­te­ria mit uri­gem Am­biente aus vergangenen Zei­ten. Klassi­sche venezianische Kü­che und netter Service.

Castello: Il Ridotto. Moderne Ster­ne­kü­che in einem winzigen Lokal, abends gehoben, mittags zu günstigen Preisen.

Cannaregio: Osteria l’Orto dei Mori. Unter dem goßen Angebot in Can­na­re­gio für uns das schönste – eine ele­gan­te, moderne Osteria, etwas abseits ge­le­gen.

Ein Tipp zum Schluss: Für den Abend immer reservieren, bei gehobenen Res­tau­rants ohne großen Durchlauf besser auch für mittags!

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