Sightseeing-Klassiker

Auf dem Königstrakt

◊  Altstadt: Im Zweiten Weltkrieg völ­lig zerstört, strahlt die Altstadt seit dem Wie­deraufbau in altem Glanz und steht heu­te auf der UNESCO-Welt­kul­tur­erbe­liste.

◊  Königsschloss: Die imposante Schloss­anlage wurde bis 1974 re­kons­tru­iert, die Wiederherstellung der In­nen­einrichtung dauerte gar bis 1988. Den Schlossplatz schmückt die be­rühm­te Sigismund-Säule.

◊  Neustadt: Wie die Altstadt wurde auch die kaum jüngere Neustadt im Zwei­ten Weltkrieg vollkommen zer­stört und anschließend wie­der­auf­ge­baut. Viele Kirchen und Straßenlokale prä­gen das Flair.

◊  Königstrakt: Drei ineinander über­ge­hen­de Prachtstraßen Warschaus bilden die­se 10 km lange Achse. Vom Schloss­platz bis zum Łazienki-Park passiert man klassizistische Paläste, die Hei­lig­kreuz­kirche, in der Chopins Herz be­stat­tet ist, das Präsidentenpalais, die Uni­versität und edle Bürgerhäuser. Aus­ruhen kann man sich auf den Bän­ken mit Chopin-Hörstationen oder na­tür­lich in einem der vielen Cafés oder Res­taurants.

◊  Łazienki-Park: Der Königliche Bäder­park ist die größte Grünanlage der Stadt – und einer der schönsten Parks Eu­ro­pas. Die Gärten, Paläste, Seen und das berühmte Theater sind bei War­schau­ern und Touristen gleichermaßen be­liebt, nicht nur zu den sonntäglichen Chopin-Konzerten im Sommer. Ach ja, Eich­hörnchen kann man hier auch füt­tern.

◊  Wilanów: Das Schloss mit seiner pracht­vollen barocken und klas­si­zis­ti­schen Gartenlage gilt als das polnische Ver­sailles.

Er­in­ner­ung­s­kul­tur

◊  Reste des Ghettos: Vom eins­ti­gen Ghet­to ist bis auf wenige Mau­er­res­te kaum mehr et­was zu sehen. Ge­denk­stätten sind u. a. das Pawiak-Ge­fäng­nis, das Mahn­mal am Um­schlag­platz und das Eh­ren­mal, an dem Wil­ly Brandt den be­rühm­ten Knie­fall mach­te, so­wie zu Tei­len auch das His­to­ri­sche Mu­se­um der Pol­ni­schen Ju­den.

◊  Denkmäler der Erinnerung: Übers ge­samte Stadtgebiet ver­streut stehen Denk­mäler in Er­in­ne­rung an Wi­der­stands­kämpfer gegen die deut­sche Be­sat­z­ung, den sta­li­nis­ti­schen Ter­ror oder in den Weltkriegen ge­fal­le­ne Soldaten: Denk­mal des Klei­nen Auf­stän­dischen, Denk­mal des War­schauer Auf­stands, Denk­mal der im Os­ten Ge­fal­le­nen, Denk­mal der pol­ni­schen Heimat­armee, Denk­mal der War­schauer Hel­den Nike, Grabmal des Un­be­kannten Soldaten, Denk­mal der Ghet­to­hel­den.

◊  Powązki-Friedhof: Eindrucksvolle Grab­steine schmücken diesen Friedhof, vie­le von bedeutenden Warschauern. Nicht weniger als 2,5 Millionen Ru­he­stät­ten von Menschen verschiedenster Kon­fessionen sind hier versammelt. Da­neben liegt der Cmentarz Żydowski (Jü­discher Friedhof) mit zahlreichen sym­bolischen Grabstätten. Auf beiden Fried­höfen wird auch der Opfer des Zwei­ten Weltkriegs gedacht.

Sozialistische Spuren

◊  Kultur- und Wissenschaftspalast: Klo­t­zen, nicht kleckern: Der Kul­tur­pa­last, eines der Wahrzeichen der Stadt, dem die Warschauer mit einer Art Hass­liebe begegnen, beeindruckt allein durch seine bloße Größe. Von der Aus­sichts­terrasse im 30. Stock hat man einen wunderbaren Rundblick auf die Wol­kenkrat­zer im Zentrum.

◊  MDM: Etwas weniger aufdringlich do­kumentiert das Wohnviertel MDM (Mars­załkow­ska Dziel­nica Mieszkanio­wa) den Stil des Sozialistischen Rea­lis­mus. Besonders sehenswert sind der Plac Zbawiciela, der Plac Konstytucji so­wie die namensgebende ulica Mar­szał­kowska.

Ganz viel Kunst

◊  Nationalmuseum: Diesem Museum soll­te man aus zwei Gründen einen Be­such abstatten. Zum einen wegen der pol­nischen Meisterwerke des 19. Jh. (wirk­lich schön) und zum anderen we­gen der Faras-Sammlung mit Fresken ei­ner frühchristlichen Kathedrale aus dem heutigen Sudan (vielleicht noch schö­ner).

◊  Plakatmuseum: Im ältesten Pla­kat­mu­seum der Welt wird deutlich, welche Be­deutung dieser Kunstzweig in Polen auf­weist.

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