Shopping

Innere Stadt

An Graben, Kohlmarkt oder Kärntner Straße, in Ringstraßengalerien und „Gol­denem Quartier“ (Tuchlauben, Bogner- und Seitzergasse) veredeln die Flag­ship-Stores von Armani, Brioni, Chanel, Gucci, Louis Vuitton oder Vivian Westwood die Fußgängerzonen. Sie ergänzen das ex­klu­sive Angebot von alteingesessenen Geschäften wie dem Herrenausstatter Knize, wo man sich ebenso wie bei den jungen Wiener Designer(-inne)n, die es bereits in den ersten Vorzeigebezirk ge­schafft haben, gut und teuer einkleiden kann. Gut und teuer sind auch das Tra­di­tionskaufhaus Steffl, die Klassiker des berühmten historischen Designer­kol­lek­tivs Wiener Werkstätten bei J&L Lobmeyer, die glitzernden Auslagen im Swarowski Megastore oder Meinl am Graben, wo man den gleichnamigen Kaffee und Delikatessen aus aller Welt einkaufen kann.

Mariahilferstraße

An der Mariahilferstraße buhlen Tür an Tür mit den Filialen europaweit prä­sen­ter Ketten originäre Wiener Kon­sum­tem­pel wie das Möbelhaus Leiner oder Gern­groß City um die we­niger zah­lungs­kräftige Klientel. Von der längsten Wiener Shopping­meile kann man gleich in origineller sortierte Shop­ping­quar­tiere wei­ter­wan­dern, z. B. ins Mu­se­ums­quartier mit eini­gen in­te­res­san­ten Musik-, Buch- und Desi­gner­lä­den oder die parallele Gumpendorfer Stra­ße, wo tolle Möbel- und (Bio-)Mo­de­geschäfte locken.

Neubau-, Zoller-, Kirchen- und Lindengasse

Die Neubau-, Zoller-, Kirchen- und Lin­den­gasse sind ebenfalls kommer­zielle Neben- bzw. Parallelflüsse der Ma­ria­hil­ferstraße, in ihrer Angebots­palette aber individueller und am Puls der Zeit. Die Gegend gilt als Epi­zentrum der jungen Wiener Designer­szene, für die z. B. Lena Kvadrat mit ihrem Label Art Point (Neu­bau­gasse), Ulrike Kogel­mül­lers Ulliko (Kirchen­gasse), Elke Freytag (Linden­gasse) oder die Taschen von Ina Kent stehen, die Ästhetik und Funk­tio­na­li­tät vereinen (Neubaugasse) und sowohl schön als auch prak­tisch sind. In dem Stadtviertel gibt’s dem Zeit­geist entsprechend biologisch produ­zier­te und fair gehandelte Kleidung, al­ler­hand im Upcycling-Design, neben Mo­de made in Vienna den letzten Schrei aus England, Italien, Skandinavien oder Ost­europa, aber auch nostalgische Mode und Ac­ces­soires.

Nasch(floh)markt und Freihausviertel

Direkt hinter dem kulinarischen Schla­raffenland Naschmarkt wird am Sams­tag ein Flohmarkt abgehalten. Dessen „Ge­mischtwarenangebot“ hat Patina, was auch für Ingrid Raabs „Antiquitäten mit Nähten“ gilt. Ihr Laden in der Schleif­mühlgasse heißt Flo Vintage und ist ein Pionier in Sachen Vintage-Mode, auf die sich auch Polyklamott in der nahen Mol­lardgasse kapriziert hat. Die Schleif­mühlgasse ist die kommerzielle und gas­tronomische Schlagader im Frei­haus­vier­tel, wo neben historischer aber auch junge (Wiener) Designermode, Sty­li­sches aus ausgedienten Mate­ria­lien und viele andere schöne Dinge zum Geld­aus­ge­ben animieren.

Josefstädter Straße und Berggasse

Obgleich gemeinhin nicht als Shop­ping­quartiere gelistet, entdeckt man an die­sen beiden Straßen einige hübsche Lä­den. An der ersten gefallen mir die Buch­handlung Eckart und der Hutsalon von Viktoriya Sitochina, die nicht nur ex­tra­vagante und all­tags­taugliche Hü­te, sondern auch schöne Kleider macht. In der Berggasse bedient die schwul-les­bische Buchhandlung Löwenherz ihre geneigte Klientel. Gleich um die Ecke kann man in der Liech­ten­stein­straße über die etwas skurrile Angebotspalette der historischen Drogerie Zum Weißen Engel staunen und im Schaufenster des Kontor Staretz entzückende kinetische Objekte des gleichnamigen Journalisten und „Bewegungskünstlers“ zucken und zappeln sehen.

Museumsshopping und Kulinaria

Schließlich haben auch die Museen und so mancher „Lebensmittelladen“ Ein­kaufs­erlebniswert. Viele Museums­shops haben neben kitschigen Sou­ve­nirs gut sortierte kunst-, musik-, archi­tek­tur- oder stadthistorische Fach­literatur, schöne Bild­bände, Aus­stel­lungs­kata­lo­ge und -pla­ka­te und bisweilen originelle Schmuck- und Desig­nobjekte im Sorti­ment. Als ku­lina­rische Reiseerin­ne­run­gen bieten sich z. B. Manner-Schnitten und viele an­de­re süße Produkte der Wiener Tra­di­tions­firma an, mit denen man sich am bes­ten direkt im Fabrik­shop ein­deckt. Die exqui­siten Kon­fi­tü­ren von Staud kauft man am schöns­ten im his­to­ri­schen Staud’s Pa­vil­lon am Brun­nen­markt, den guten Es­sig von Ge­gen­bau­er auf dem Nasch­markt und die Sacher­tor­te wird di­rekt neben dem gleich­na­mi­gen Kaf­fee­haus auch zum Mit­neh­men kon­fek­tio­niert.

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