Sightseeing-Klassiker

Imperialer Glanz

Hofburg: Das Machtzentrum der Habs­burger wuchs seit dem 13. Jh. und ist in die Alte und die Neue Burg unter­teilt. In der Alten Burg harren die Amts- und ­Wohnräume der Habs­burger, Sisi-­Mu­se­um, National­biblio­thek und kai­ser­li­che Schatz­kammer der Be­wun­derung, la­den Spanische Hof­reitschule und Hof­musik­kapelle zu Lipizzaner-Dres­su­ren und Messen mit den Wiener Sän­ger­kna­ben ein. In der Neuen Burg kann man alte Musik­instrumente, Jagd­uten­si­lien, Rüs­tungen und archäologische Fund­stücke aus Ephesos begutachten und das Weltmuseum „bereisen“. Eben­falls dort angesiedelt ist das Haus der Ge­schichte Österreich, das die his­to­ri­sche Entwicklung der Al­pen­re­pu­blik in den letzten 100 Jahren Revue passieren lässt.

Ringstraße: Der Ring, seit Mitte des 19. Jh. angelegt und von zeit­genös­si­schen Stararchitekten mit Stadt­paläs­ten in ver­schiedenen historischen Bau­stilen ge­säumt, gilt als städte­bauliches Gesamt­kunst­werk und impo­niert auch im De­tail. Das Rathaus wirkt wie eine go­tische Kathedrale, die Uni­ver­sität hat wie das innen barocke Burg­theater das Gepräge der Renais­sance. Das Parla­ment gleicht einem antiken Tempel, und die Staats­oper vereint Gotik, Re­nais­sance und Klas­sizis­mus. Abgesehen vom zwecks Re­novierung gerade geschlossenen Par­la­ments­gebäude kann man sie alle auch von innen bestaunen, was im Falle von Oper und Burg­theater anläss­lich einer Vor­stel­lung natürlich am schöns­ten ist.

Stephansdom: Obgleich sie schon vor den Habsburgern da war, mauserte sich Wiens bekannteste Kirche erst unter de­ren Fittichen zur prächtigen Kathe­drale. Wer hineingeht, erlebt eine be­son­dere Raum­atmosphäre und ent­deckt so man­ches sakral­künst­lerische De­tail, kann in die Kata­komben hinab- und zum Süd­turm hinaufsteigen.

Nicht nur barocke (Garten-)Pracht

Belvedere: Wer barocke Ar­chi­tektur nicht mag, wird gleich­wohl vom In­nen­le­ben von Prinz Eugens Som­mer­re­si­denz be­geis­tert sein. Das Mu­seum im Obe­ren Belve­dere spannt den kunst­his­torischen Bogen vom Mit­tel­alter bis ins frühe 20. Jh. und ist beson­ders stolz auf Gustav Klimts welt­be­rühm­ten Kuss. Das Un­tere Bel­ve­dere ist für spektakuläre tem­poräre Kunst­aus­stel­lungen re­ser­viert. Vom Park zwi­schen den beiden Schloss­bauten ge­nießt man die Aus­sicht über die ganze Stadt.

Schönbrunn: Schloss und Park Schön­brunn zeugen vom opulenten Lebens­stil der Habsburger, huldigen Kaiserin Maria-Theresia, Kaiser Franz Joseph und sei­ner Sisi. Man kann 40 Prunkräume be­sich­tigen, einfach nur den Park ge­nie­ßen oder den direkt be­nachbarten äl­tes­ten Tier­park der Welt besuchen.

Museumshighlights

Kunsthistorisches Museum: Die „Kunst­kathedrale“ der Habsburger prä­sen­tiert eine Gemäldesammlung mit Wer­ken fast aller alten europäischen Meister, hütet antike und orien­talische Pre­ziosen und protzt in der Kunst­kam­mer mit goldenen, sil­bernen und edel­stei­n­besetzten Tisch-, Dekora­tions- und Spielobjekten aus Mittel­alter, Ba­rock und Renaissance.

Albertina: Das Adelspalais aus dem 18. Jh., dessen Habsburgische Prunk­räu­me vor Gold und Seide strotzen, be­herbergt eine der be­deu­ten­dsten Gra­fik­samm­lungen weltweit (da­rin z. B. Dü­rers be­rühm­ter Feld­hase). Es ver­fügt mit der Sam­mlung Batlinger über eine der eu­ropa­weit renommiertesten Kol­lek­​t­io­nen zur Malerei der Klas­si­schen Mo­derne und hat stets spektakuläre Sonder­aus­stel­lun­gen in petto.

Museumsquartier (MQ): Hier fügen sich die zeitgenössischen Baukörper von Leopoldmuseum und mumok (Mu­se­um für moderne Kunst) harmonisch in den historischen Gebäuderahmen der kai­ser­lichen Hofstallungen ein. Das Erste ist Pflicht für Fans von Klimt und Schiele, das Zweite zeigt Kunst des 20. Jh., aber genauso wie Kunsthalle und Quartier 21 auch Zeit­genössisches und Ex­pe­ri­men­telles. Im MQ residieren das Architek­tur­zentrum Wien sowie ein Kinder­mu­se­um und -theater. Rund um seine bunt und be­quem möblierten In­nen­höfe, die mit Frei­luftevents aller Art be­spielt wer­den, laden attraktive Lo­ka­le und Läden zum Essen, Trinken und Shoppen ein.

Leichte (Besichtigungs-)Kost

Prater: Das gute alte Riesenrad lockt T­au­sende von Touristen in den Prater. Es dreht seine Runden seit 1898 im Wurstelprater, einer Dauerkirmes am Ran­de von Wiens weltberühmter Park​­anlage, die an­sons­ten mit Wald-, Wie­sen- und Wasser­flächen, Spiel- und Sport­plätzen sowie lau­schigen Garten­lo­ka­len für Ent­span­nung und Ver­gnü­gen sorgt.

Naschmarkt: Auf dem Naschmarkt, be­baut mit nostalgisch anmutenden Pa­vil­lons im orientalischen Stil, gibt es alles, was das multikulinarische Herz be­gehrt, zum Mitnehmen oder zum Ver­zehr vor Ort. Besonders lebhaft geht es am Sams­tag zu, wenn direkt ne­benan ein Floh­markt abgehalten wird.

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