Sightseeing-Klassiker

Imperialer Glanz

Hofburg: Das Machtzentrum der Habs­burger wuchs seit dem 13. Jh. und ist in die Alte und die Neue Burg unter­teilt. In der Alten Burg harren die Amts- und ­Wohnräume der Habs­bur­ger, Sisi-­Mu­se­um, National­biblio­thek und kai­ser­li­che Schatz­kammer der Be­wun­derung, la­den Spanische Hof­reit­schu­le und Hof­musik­kapelle zu Lipiz­za­ner-Dres­su­ren und Messen mit den Wie­ner Sän­ger­kna­ben ein. In der Neu­en Burg kann man alte Musik­ins­tru­men­te, Jagd­uten­si­lien, Rüs­tungen und archä­ologische Fund­stücke aus Ephe­sos begutachten und das Weltmuseum „be­reisen“. Eben­falls dort angesiedelt ist das Haus der Ge­schichte Österreich, das die his­to­ri­sche Entwicklung der Al­pen­re­pu­blik in den letzten 100 Jahren Re­vue passieren lässt.

Ringstraße: Der Ring, seit Mitte des 19. Jh. angelegt und von zeit­genös­si­schen Star­architekten mit Stadt­paläs­ten in ver­schiedenen historischen Bau­sti­len ge­säumt, gilt als städte­bauliches Ge­samt­kunst­werk und impo­niert auch im De­tail. Das Rathaus wirkt wie eine go­tische Kathedrale, die Uni­ver­sität hat wie das innen barocke Burg­theater das Ge­präge der Renais­sance. Das Parla­ment gleicht einem antiken Tempel, und die Staats­oper vereint Gotik, Re­nais­sance und Klas­sizis­mus. Ab­ge­se­hen vom bis 2022 zwecks Re­novierung ge­schlos­se­nen Par­la­ments­gebäude sind sie alle auch von innen zu bestaunen, was im Fal­le von Oper und Burg­theater an­läss­lich einer Vor­stel­lung natürlich am schöns­ten ist.

Stephansdom: Obgleich sie schon vor den Habsburgern da war, mauserte sich Wiens bekannteste Kirche erst unter de­ren Fittichen zur prächtigen Kathe­dra­le. Wer hineingeht, erlebt eine be­son­dere Raum­atmosphäre und ent­deckt so man­ches sakral­künst­lerische De­tail, kann in die Kata­komben hinab- und zum Süd­turm hinauf­steigen.

Nicht nur barocke (Garten-)Pracht

Belvedere: Wer barocke Ar­chi­tektur nicht mag, wird gleich­wohl vom In­nen­le­ben von Prinz Eugens Som­mer­re­si­denz be­geis­tert sein. Das Mu­se­um im Obe­ren Belve­dere spannt den kunst­his­to­rischen Bo­gen vom Mit­tel­alter bis ins frü­he 20. Jh. und ist beson­ders stolz auf Gus­tav Klimts welt­be­rühm­ten Kuss. Das Un­tere Bel­ve­dere ist für tem­poräre Kunst­aus­stel­lungen re­ser­viert (bis auf Wei­teres wegen Umbaus geschlossen). Vom Park zwi­schen den beiden Schloss­bau­ten ge­nießt man die Aus­sicht über die ganze Stadt.

Schönbrunn: Schloss und Park Schön­brunn zeugen vom opulenten Le­bens­stil der Habsburger, huldigen Kai­se­rin Ma­ria-Theresia, Kaiser Franz Jo­seph und sei­ner Sisi. Man kann 40 Prunk­räume be­sich­tigen, einfach nur den Park oder den be­nachbarten äl­tes­ten Tier­park der Welt besuchen.

Museumshighlights

Kunsthistorisches Museum: Die „Kunst­kathedrale“ der Habsburger prä­sen­tiert eine Gemäldesammlung mit Wer­ken fast aller alten europäischen Meis­ter, hütet antike und orien­talische Pre­ziosen und protzt in der Kunst­kam­mer mit goldenen, sil­bernen und edel­stei­n­besetzten Tisch-, Dekora­tions- und Spielobjekten aus Mittel­alter, Ba­rock und Renaissance.

Albertina (Modern): Das Adelspalais aus dem 18. Jh., dessen habsburgische Prunk­räu­me vor Gold und Seide strot­zen, be­herbergt eine der be­deu­ten­dsten Gra­fik­samm­lungen weltweit. Es hat mit der Sam­mlung Batliner eine der eu­ro­pa­weit renommiertesten Kol­lek­​t­io­nen zur Malerei der klas­si­schen Mo­der­ne und stets spektakuläre Sonder­aus­stel­lun­gen in petto und mit der Al­ber­ti­na Modern am Karlsplatz jüngst eine eben­so illuster bestückte Dependance.

Museumsquartier (MQ): Hier fügen sich die zeitgenössischen Baukörper von Leo­poldmuseum und mumok (Mu­se­um für moderne Kunst) harmonisch in den his­torischen Gebäuderahmen der kai­ser­lichen Hofstallungen ein. Das Ers­te ge­fällt Fans von Klimt und Schie­le, das Zwei­te zeigt Kunst des 20. Jh. und wie Kunst­halle und Quartier 21 auch Zeit­ge­nös­sisches und Ex­pe­ri­men­tel­les. Im MQ re­sidieren das Architek­tur­zentrum Wien so­wie ein Kinder­mu­se­um und -theater. Rund um seine bunt und be­quem möb­lier­ten In­nen­hö­fe reihen sich at­traktive Lo­ka­le und Läden auf.

Leichte (Besichtigungs-)Kost

Prater: Das gute alte Riesenrad lockt T­au­sende von Touristen in den Prater. Es dreht seine Runden seit 1898 im Wurs­telprater, einer Dauerkirmes am Ran­de von Wiens weltberühmter Park​­an­lage, die an­sons­ten mit Wald-, Wie­sen- und Wasser­flächen, Spiel- und Sport­plätzen sowie lau­schigen Garten­lo­ka­len aufwartet.

Naschmarkt: Auf dem Naschmarkt mit seinen nostalgisch anmutenden Pa­vil­lons im orientalischen Stil gibt es alles, was das multikulinarische Herz be­gehrt. Besonders lebhaft geht es am Sams­tag zu, wenn direkt ne­ben­an ein Floh­markt abgehalten wird.

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